Neueste Arbeiten

Zur Zeit in Arbeit:

MEINE BISHERIGEN MEISTERWERKE:

Des Fehlerteufels Werk!

Obwohl ich fast täglich an meinen Texten hier auf dieser Homepage herumdoktere, wird sich der Fehlerteufel sicher ein Plätzchen einrichten. Was ich von ihm halte, habe ich in einem Ringelsatz verewigt. Wenn Sie ihm begegnen, tun Sie einfach so, als wäre er Luft. Ganz verscheuchen, lässt er sich wohl nie...

Aus dem Tagebuch eines "armen Poeten" und "Kreativators"

Sonntag, den 16.06.2024

Der Ideenschmied in mir läuft heißer und heißer. Kleine Indoor-Scheuchen sind entstanden, aus alten, gebrauchten Dingen schaffe ich Kunstwerke, Treibgut und Fundstücke gestalte ich zu "Meisterwerken"...Meister Wolfgang Karl Pache (WP) ist am Werk! Meine Werkstatt ist das Kelleratelier im Souterrain, hier kann ich kreativieren, bis der Arzt kommt oder meine holde Gattin und sagt: "Genug ist genug. Zurück ins Leben. Lass uns auf Radeltour gehen!" Recht hat sie: Die Kunst des Lebens darf nicht vernachlässigt werden. Raus ins Leben! Raus in die Natur! Raus in den Sommer! 

 

Sonntag, den 02.06.2024

Ohne Scheuchen geht in meinem Leben, in meiner Kunst nichts mehr. Schaut euch meine neuen Scheuchenbilder an. Verscheuchen wir das Böse, das Häßliche, die teuflischen Fratzen des Seins, setzen ihnen das Schöne, die Kunst, die Natur, die Liebe, alles Kreative entgegen. Seid mutig, geht raus und spielt Fussball, hat der "Kaiser" Franz immer gesagt. Recht hat er. Oder Udo L., der Chef des Panikorchesters: Macht Euer Ding! Einfach und schön. Schön einfach. Einfach schön!

 

Samstag, den 24.05.2025

Ich brenne nicht nur für Tennis, auch für Günter Grass zur Zeit und das schon seit vielen Wochen...Ich entdecke sein literarisches Werk neu, will zur Zeit nichts anderes mehr lesen...Ich finde, fast jeder Satz von ihm ist ein kleines Kunstwerk, er drückt sich so sprachkreativ aus, und was er sich alles einfallen lässt an Figuren und fiktivem Geschehen, ist genial. Ich bin so glücklich darüber, dass seine Bücher mich gefunden haben. Ich will alles von ihm lesen. Danke, Büchergott, für Deine Inspiration. Möge euch der Büchergott auch begegnen. Lest Bücher, Leute. Lest Bücher, die euch pesönlich bereichern. Ran an den Lesestoff!

 

 

Sonntag, den 19. Mai 2024

Ich bin nicht nur ein Kunstschaffender, ich bin sogar ein Ballkünstler. Alles, was mit Kunst zu tun hat, macht mich ein Stückchen glücklicher. Die gelbe Filzkugel auf sandigem Grund zieht mich magisch an. Ich will mit ihr spielen, sie über das Netz fliegen sehen, ihr hinterher laufen über das sonnenlichtbestrahlte Spielfeld. Meine Seele brennt lichterloh, Danke, Du Gott des inneren Feuers. Werden wir alle zum Brandstifter in unseren Seelen.

Schöne Pfingsten!

 

Sonntag, den 05. Mai 2024

Alles neu macht der Mai, Wonnemonat und Wolles (also mein) Geburtagsmonat. Der Stier bleibt los. Muss sich die Hörner weiter abstoßen, auch in der "Malerei", in meiner positivistischen Rakel- und Spachtelkunst. Ich hänge Euch weiter in meiner Online-Ausstellung neue Bilder auf. Hier auf meiner Homepage gibt es immer Neues zu entdecken. Ich entdecke gerade auch den krassen Grass, Günter, für mich, mit seiner Sprachgewalt und seiner wahnsinnigen Phantasie. Werde ich Euch sicher noch von berichten. Einatmen - ausatmen, lesen - schreiben, staunen - malen....Leben stets in Bewegung, mein bewegtes Leben. Danke Leben.

Und jetzt gehen wir alle wieder raus ins schöne Leben....

 

Samstag, den 13.04.2024

Morgen endet meine Ausstellung im Cafe Hölter, wir hängen die Bilder wieder ab und zuhause auf. Jetzt starte ich den Vertrieb für meine Kinderfabeln, die erste Druckauflage liegt zum Abverkauf bereit, es kann die Werbetrommel gerührt werden. Ich leihe mir von Oskar Mazerath die Blechtrommel aus... Hauen wir alle ordentlich auf die Pauken....

 

Donnertag, den 21.03.2024

Neben der Veröffentlichung meiner schier unglaublichen, fabelhaften Tiergeschichten auf Amazon KPD-Verlag erhalte ich auch in wenigen Tagen die gedruckte, überschaubare Startauflage für den Vertrieb vor Ort direkt an die Leser und Buchhandlungen. Jeder kann ab sofort mein zweites Kinder-, Bilder-, Lese- und Vorlese- und Malbuch auch direkt bei mir bestellen per Email: wopadru@aol.com oder über WhatsApp (0178/1964655). Aus wirtschaftlicher Sicht ist das für den armen Poeten in mir vorteilhafter. Marketing und Vertrieb hier vor Ort wird in den nächsten Tagen angekurbelt, die PR-Drähte laufen heiß, eine Menge Arbeit für den Autor, der ja gelesen werden will im Rahmen seiner Möglichkeiten. Spannend ist es immer wieder und allemal. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Auf gute Lesezeiten

 

Donnerstag, den 07.03.2024

Meine fabelhaften Tiergeschichten haben nun das Licht der Öffentlichkeit erblickt und warten darauf, von den Leseratten dieser Welt aufgestöbert und heißhungrig verschlungen zu werden. Ob Glühwürmchen und Ameise, Tropfenaffe oder Plappergei, Musikflöe oder Malkäfer, Runkelhunde oder Blindfische, sie alle wollen die Herzen kleiner und großer Leser erobern. Die Illustratorin Monike Brunow hat wunderschöne bunte Zeichnungen dazugesteuert, und am Ende haben wir die Fabelwesen in schwarz-weiß abgedruckt, zum Buntmalen mit Buntstiften bestens geeignet, weil alles auf Naturpapier gedruckt ist. 

Also, liebe Eltern, Großeltern, Patenonkel und Patentanten, und alle, die Kindern etwas Gutes tun wollen: Lest Euren Liebsten meine Kinderfabeln vor. Es lohnt sich für alle: Lesen und Vorlesen oder besser noch beides.

Bis bald in dieser Schreibanstalt...

 

 

Samstag, den 17.02.2024

Die Resonnanz auf meine Ausstellung ist Balsam für meine Künstlerseele, verleiht mir Flügel. Wie sehr es mich doch glücklich macht, mit meiner Kunst zu leben, mit meinen Büchern, mit meinen Bildern, schaffend wie auch konsumierend. Lesen und schreiben, malen und selber staunen, immer auf der Suche nach Schönheit und Glück im Leben. Ist das die Kunst zu lieben? Bestimmt! Wer liebt, muss nicht hassen. Wer hasst, liebt nicht. Sind das vielleicht schon die Vorboten der Frühlingsgefühle in mir? Die Kraniche sind schon zurück, die Störche auch, die Schlüsselblumen, die Krokusse, die ersten Knospen brechen schon durch. Das ist mein Durchbruch! Brechen wir weiter durch und eine Lanze für die Liebe.

 

Samstag, den 10.02.2024

Meine Bilder hängen, Frau Hölter vom Cafe Hölter, hat mich bestens beraten als erfahrene "Austellungsausrichterin" (Innenarchitektin). Meine Bilder wurden bestens in Szene gesetzt, umgekehrt aber auch. Wie leicht und wie schön sie nun auf das Sein der Besucher wirken werden, muss jeder für sich herausfinden. Ich bin stolz, diesen geistig mentalen Kraftaktakt bewältigt zu haben und erste Erfahrungen als "aushängender" Rakel- und Spachtelkünstler machen zu dürfen. Auf eine schöpferische Zeit, machen wir was raus.

 

 

Sonntag, den 28.01.2024

Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Bilder auszuwählen für die freien Wände im Café Hölter. Ich bin aber auf einem guten Weg. Meine Ausstellung betrachte ich auch unter dem Gesichtspunkt, mich für ein buntes, freies und friedliches Leben stark zu machen. Ich bin und bleibe ein bunter Vogel, der Raum zum Fliegen braucht und rausfinden will, was hinter den Horizonten so los ist und der die Schönheit und Leichtigkeit des freien Fluges genießen möchte bis zum allerletzten Atemzug. Einatmen - ausatmen, für ein bewegtes Leben!

 

Dienstag, den 23.01.2024

Jetzt ist es amtlich sprich mit Frau Hölter vom Café Hölter vereinbart: am 07. Februar starte ich mit meiner ersten Ausstellung in meinem Leben als Rakel- und Spachtelweltmeister. Die alten Fachwerkwände liegen mir zu Füßen, am 6. hängen wir auf, ich mich nur und erst, wenn alle Stricke reißen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, Arbeit, die Spaß macht mit Kribbeln im Bauch. Augen zu und durch und dann wieder auf. Sind dort im schönen Ambiete des Fachwerkhauses sicher schön anzusehen, sind sie ja zuhause schon in unserer Treppenhausgalerie. Schaut einfach mal vorbei...lecker Kaffee und Kuchen gibt es dort zu den Bildern auch....

 

Samstag, den 13.01.2024

Meine erste Ausstellung als "Rakel- und Spachtelkünstler" nimmt immer konkretere Formen an, in der kommenden Woche bespreche ich vor Ort mit meinem "Galeristen" Einzelheiten. Ich will diese Ausstellung dazu nutzen, auch ein politisches Statement (siehe Alltagskolumne) abzugeben. Einige meiner Bilder sprechen für sich und eine deutliche Sprache. Ich will meine Komfortzone "Schreibtisch" verlassen und lauter und sichtbarer werden. Auf, auf in den friedlichen Kampf, tut es mir gleich. Kampfansage gegen Rechts und für Demokratie, Freiheit, Toleranz, Vieltfalt, Menschenrechte...Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die lasse ich mir nicht nehmen!

 

Dienstag, den 26.12.2023

Ich habe vom Weihnachtsmann den gewünschten "EX LIBRIS" Stempel für meine Bücher bekommen, mit einem alten Buchdruckmotiv und meinem Namen. Ich stempele nun stolz meine Bücher, stempele aber keines von ihnen ab. Meine Privatsammlung ist groß, einige Wände sind mit Büchern tapeziert, eigentlich liegen immer irgendwo Bücher bei uns rum. Neulich fragte mich meine Frau nach einem Buch, ich suchte lange, fand es nicht auf Anhieb. Jetzt habe ich angefangen, meine Bücherregale zu ordnen, nicht alphabetisch, eher nach Autoren. Das hilft, wenn ich mal was nachschlagen will, meine Büchersammlung als Nachschlagewerk. Ich blättere jetzt weiter, schlage nächste Seiten um, auf gute Lesezeiten allerseits.

 

Samstag, den 16.12.2023

Ich bin im Weihnachtsmarktfieber! Die Weihnachtslichter glühen in mir heiß. Schön, dass ich auch dafür brenne. Wenn man für nichts mehr brennt, kann man sich auch gleich einäschern lassen. Weihnachten ist und bleibt für mich auch ein besonderes Fest für Bücher. Die gehören einfach auf meinen Gabentisch. Mein Bücherwunschzettel ist lang, aber auch Zufallsfunde in meinen Bücherschränken wecken die Leselust in mir, sowie "DIE WAND" von Marlen Haushofer. Dieser Roman ist eine literarische Urgewalt, Elke Heidenreich hat recht, auch für mich stürmt dieses Buch in die Top 10 meiner Leseschatztruhe....Mehr dazu auf meiner aktuellen Buchbesprechungsseite...

Auf eine gnadenreiche Lesezeit nicht nur zu Weihnachten!

 

 

Samstag, den 02. 12.2023

Werft keine Bücher weg, dieser Aufruf begleitet mich schon Jahrzehnte. Wenn man mir meinen großräumigen Bücherwurm vor Jahren schon nicht abgefackelt hätte (Bücherverbrennung), wäre ich als Bücherretter sicher noch viel intensiver unterwegs. Im kleinen Stil mache ich mit meinen Bücherschränken hier vor Ort noch weiter, sammle lesenswerte Lesestoffe ein und füttere Bücherwürmer nach. Bücher sind Oasen des Runterkommens, sichere, aber auch spannende und sinngebende Rückzugsorte im Trubel unserer durchgeknallten Welt. Ich will sie niemals missen, wie Millionen andere da draußen auch. Lesen hält schlau und lebendig. Lesehungrig gehe ich in die Adventszeit.

 

 

Mittwoch, den 22.11.2023

Meine Gemahlin liest mir fast jeden Abend vor, oder umgekehrt, wie es gerade so passt. Mal aus der "ZEIT", mal aus der Tageszeitung, mal aus einem Buch. Doris Dörries Einladung zum Schreiben, zum täglichen Schreiben, zum therapeutischen, erinnerungsstützig...wenn man es sich selbst schriftlich gibt, das Leben, das lebt man dann intensiver, klarer, sinnvoller. Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Ich persönlich wimmle mich schriftlich durch mein Leben. Wimmelbuchmäßig, bei mir wimmelt es nur so vor Wörtern und kleinen Skizzen, Zeichnungen, Illustrationen. Ohne meine handschriftliche Wimmelei könnte ich nicht sein. 

Leben, Schreiben, Atmen...Doris Dörrie hat recht. Ich glaube, wer schreibt, ist ein besserer Mensch. Zumindestens arbeitet derjenige täglich dran. Versucht es auch mal...

 

Samstag, den 11.11.2023

Um 11.11 Uhr erwachen die Jecken dieser Welt wieder auf ihren Partymeilen. In Köln schließen die Lokale heute aus Angst vor Randale.  In Nordgaza flüchten die Menschen in den Süden des Landes, die meisten zu Fuß und um das nackte Leben rennend. Die Verhältnismäßigkeit bleibt auf der Strecke.

Die Welt wackelt gewaltig, umso wichtiger bleibt es, das Schöne, das Wahre, die Vernunft, die Liebe nicht aus den Augen zu verlieren. Augen auf und durch. Alles wird gut!

Der Positivist hält durch.

 

Dienstag, den 10.10.2023

Zwei Ausstellungsmöglichkeiten haben sich für mich ergeben, hier in Salzkotten und in Paderborn, zum Ende des Jahres und zum Beginn des nächsten hin. Ich ergebe mich in die Hoffnung, dass meine Bilder endlich öffentliche Wände zum Abhängen finden. Derweil rakele ich mich mit Acrylfarben auf Leinwänden weiter fromm und frei, die Anzahl meiner Exponate wächt und wächst...Mehrmals in meinem Alltag schreite ich durch unsere Treppenhausgalerie und lächle meinen Bildern zu: könnte ich wirklich stundenlang anschauen...bin sehr zufrieden und glücklich mit mir und meiner Rakelkunst. Auch meiner schärfsten Kritikerin, meiner holden Gattin, gefallen meine Werke. Ihr Urteil zählt bei all meiner Kunst...treibt mich an, gibt mir Kraft und Selbstvertrauen in meine kreative Schaffenskraft. Ich gehe jetzt wieder schaffen...

 

Sonntag, den 01.10.2023

Der Herbst steht vor der Tür. Die Aktivitäten verlagern sich nach drinnen. Das riecht ja förmlich nach Ausstellungen und Lesungen. Also ran an meine "Bouletten". Wer mich haben will in seinen schönen Kunsträumlichkeiten, das Feld ist bestellt. Gebt meiner Kunst Raum! 

Anruf genügt: 0178/1964655

 

Samstag, den 16.09.2023

Der Positivist (WP) ist am Rakeln und Spachteln, malt sich alles schön aus, was er an Keilrahmen in die Finger bekommt. Es macht unglaublich viel Spaß, und die Gestaltungsideen sprudeln nur so aus mir heraus. Ich trage verdammt dick auf, woll!?. Ich weiß am Anfang nie, was am Ende raus kommt. Ich weiß aber, wenn mein Bild fertig ist. Ich sehe und fühle es dann. Zack! Wieder was Schönes zum Aufhängen, wo auch immer. Ich plane eine groß angelegte Ausstellung: "Positivismus in Text und Bild - jeder spinnt auf seine Weise." Angebote nimmt jede Kunstdienststelle entgegen, die für mich geöffnet hat rund um die Uhr: wopadru@aol.com oder WhatsApp 0178/1964655. Kostet auch nicht viel bis gar nichts!

Bis bald in meiner Malwerkstatt

 

 

Sonntag, den 03.09.2023

Leben live  knallt zur Zeit durch die Decke...Jetzt kehrt sogar der Sommer noch einmal zurück. Auch wenn ich mich mal längere Zeit hier nicht zu Wort melde: der Autor und Kreativator in mir lebt und spinnt sich weiter durch sein schönes Leben. Die Illustrationen zu meinem Kinderfabelband sind im Kasten, er geht nun ins Lektorat, ein Musterexemplar ist in Druck. Und auch an meiner "Rakel- und Spachtelkunst" wird nicht gegeizt, der Greis bleibt heiß! All die Monsterstürme von draußen prallen an ihm ab. Geniesst wie ich Euer Leben, bis zum letzten Atemzug. Bleibt heiter, gelassen und voller Spinnereien.

 

 

Donnerstag, den 03.08.2023

Ich schreibe zur Zeit an meinem Band Kinderfabeln weiter, fabelhafte Tiergeschichten zum Vorlesen und Selberlesen und hoffentlich auch mit schönen Illustrationen. Dazu schon in kürze mehr...Kinder brauchen zu ihren ersten Texten auch Bilder, ich will ihre Liebe zu Büchern entfachen helfen. Bücher und Lesen kann ich vom Menschwerden und Menschsein nicht trennen. Lesen und Schreiben zu können, ist an sich ein kostbares Gut. Also ran an die Buchstaben!

 

Sonntag, den 16.07.2023

Ich mache mir Tag für Tag schöne Gedanken und male mir schöne Bilder aus. Neuerdings male ich auch wieder ganz real auf Leinwänden rum. "Rakel- und Spachtelkunst" nenne ich das, aus alten Keilrahmen mache ich was Schöneres, Neues. Auf Ebay sammele ich mir Material zuammen, alle, die Farben und Keilrahmenbilder abgeben möchten, können sich bei mir melden. Was ich daraus mache, werde ich Stück für Stück in meine Online-Dauerausstellung aufnehmen, Euch teilnehmen lassen an meinem Leben als Kreativator und Ideenschmied. Für ein schönes Leben, innen wie außen. 

 

Samstag, den 24.06.2023

Ferienbeginn. Lehrer und Schüler außer Dienstag, den Band. Reisewelle rollt und fliegt durch die Gegend. Ich reise gern in meinem Kopf, lasse mich treiben von meinen Gedanken, Träumen, Phantasien. Wir wollen uns wieder das Meer anschauen, einmal im Jahr will ich es sehen, schmecken, riechen, fühlen. Ich höre die Möwen schon schreien, das Wasser rauschen, wenn die Wellen sich überschlagen, als könnten sie ihr Brechen am Stand nicht erwarten. Ich schmecke das Salz in der Luft im Mund bei jedem Atemzug vor. Kann es kaum noch erwarten, aushalten diese Vorfreude! Es gibt doch immer was zum Vorfreuen. Vorfreude, dieses Wort nehme ich mit in die nächsten Tage. Freut Euch auf den nächsten Tagebucheintrag eines armen Poeten.

 

Sonntag, den 11.06.2023

Jetzt ist der Sommer voll da. Licht und Hitze fluten das Land. Meine Tennisspielbräune gewinnt an Farbe, Stahlkraft gesunder (hoffentlich) gebräunter Haut, fast nackt (Short und T-Shirt) laufe ich durch mein bewegtes Leben, leicht bekleidet, leichtgängig, leichtgewichtig, federleicht tanze ich durch den Alltag. So ist es schön, so kann es bleiben. Kreative Explosionen köcheln auf kleiner Flamme, erlöschen aber nie. Die große Schreibe bleibt aus, die kleine lebt täglich vor sich hin. Alles kann, nichts muss. Ich schreibe ja nicht für meinen Unterhalt, keine Deadlines, keine Schreibergussabgabetermine. Es fließt oder es dröppelt nur so vor sich hin. John Irving, der Altmeister und einer meiner Liebslingsautoren, hat einen neuen Wälzer herausgebracht: "Der letzte Sessellift", fast 1000 Seiten Lesespaß pur, vielleicht sein letztes Werk? Ich freue mich über jeden Satz aus seiner Feder.

Auf allseits gute Sätze! Es kommt weiter auf jedes Wort an!

 

Donnerstag, den 18.05.2023

Die Eisheiligen ziehen durch, passen mir gar nicht ins Konzept. Ich bin auf kurze Hose und T-Shirt eingestellt, mich zieht es nach draußen in die so kraftvoll umsich treibende Natur. Alles wächst und gedeiht, was für schöne Anblicke. Ich will Wärme und Licht. Kommt, quaken die Wetterfrösche. Ich bin doch kein Frosch, also raus in die heilige Eiseskälte, Shorts, T-Shirt, Sportschuhe, aber ne Jacke ziehe ich mir drüber. Leben live, ich stürze mich rein. Geiersturzflug! Guten Flug!

 

Samstag, den 29.04.2023

Die Leipziger Bücherschau läuft an diesem Wochenende, und ich bin wieder nicht dabei. Der Literaturbetrieb geht weiter an mir vorbei, bin und bleibe ein armer Poet, ein stiller Schreiberling, glücklich und zufrieden mit meinen Büchern, mit meinen eigenen Wörtern, die ich mir so gern schriftlch gebe. Wozu brauche ich Verlage? Den Literaturbetrieb? Selbst ist der Mann, ich weiß doch, wie es geht, sein eigenes Buch zu veröffentlichen. Keiner treibt mich, spannt mich vor seinen Karren. Alles kann, nichts muss! Ich schreibe und lese, also bin ich...bis zum letzten Atemzug! 

 

Sonntag, den 26.03.2023

Ich weile zur Zeit mit Siri Hustvedt in ihrem Roman "Was ich liebte" und somit in New York, Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger, zwei befreundete Künstlerfamilien schreiben, malen und lieben sich durchs Leben, so wie ich auch. Der Winter zieht sich lang dahin, zäh und nervig, wie eine Klette, die man nur schwer los wird. Ich schreibe dagegen an, tagtäglich, schreibe meine Tagebücher voll und illustriere sie mit einem Kessel Buntes, abgekupfert, zusammengeklaubt, aber eigenhändig. Ich nenne das dann Wimmelbuch, ich wimmle mich durch mein schönes Leben. Der Autor schreibt weniger hier auf seiner offiziellen Homepage, eher und mehr im Geheimen, Übung macht den Meistro...Schreiben ist für mich überlebenswichtig, Tag für Tag, alles muss raus! Und rein, versteht sich. LESEN! LESEN! LESEN! BÜCHER! BÜCHER! BÜCHER!

 

 

 

Sonntag, den 05.03.2023

Gestern habe ich den ersten Schwarm von Kranichen über mir dahinziehen sehen auf unserer Gassirunde in Feld und Flur, und gehört, wohlklingend und für mich jedes Mal eine Augenweide. Sie rufen: "Wir sind da, wir sind zurück. Der Lenz ist unterwegs!" Wird auch Zeit...Bücher wie das aktuelle in meinen Händen von Joachim Meyerhoff "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" treiben mich durch die frostigen, wolkenreichen Wintermonate geradewegs in den Frühling hinein. Es werde bald Licht, und Wärme!!!

Schlagen wir immer neue Kapitel auf...

 

Mittwoch, den 15.02.2023

Neben "Eulenblitz und Votan Wolkennah, den Winddrachen" arbeite ich zusammen mit meiner Illustratorin Sevde Serin aus Berlin noch an einem Kinderbuch für das erste Vorlesealter mit dem Arbeitstitel "Emma und das Füchslein" - zusammengereimt und bunt gemalt...Ich habe eine extra Seite auf dieser Homepage dafür schon eingerichtet. Wir kommen gut voran und wollen in diesem Jahr erscheinen. Ich werde euch da draußen auf dem Laufenden halten, wie sich Emma und das Füchslein so entwickeln...Ich entwickele mich auch prächtig, kein Wunder bei dem ersten zarten Frühlungserwachen da draußen.

Ich schreibe euch nur: Lasst die Ideen sprießen...

Bis bald in dieser Schreib- und Malanstalt

 

Sonntag, den 20. 01.2023

Ich habe tatsächlich Tage mit Gott verbracht. Ich bin noch nicht im Himmel, nein, Gott ist auf die Erde gekommen, dem "alten Herrn" ist es zu langweilig geworden, jedenfalls hat der Autor Axel Hacke mich mitgenommen, ich "Trottel" trottete mit ihm und Gott und dem "Büro-Elefanten" auf dem Trottoir entlang, und ich muss gestehen, Gott ist auch nur ein Mensch und mir deshalb sehr sympathisch. Axel Hacke sowieso. Mehr zu diesem Prachtstück von Hackelscher Literatur in der Welt meiner Bücher. Danke Leben, dass Du mir dieses Buch an meinen Lesestrand gespült hast.

 

Samstag, den 07.01.2023

Der Berg hat gerufen, und wir sind diesem Ruf gefolgt. Einige Höhen- und Weitenmeter gemacht. Immer wieder beeindruckend, die Berge aus der Nähe zu erleben. Urlaubszeit ist für mich auch immer neue, intensive Schreib- und Lesezeit. Neue Wörter, neue Zeilen, neue Sätze im Heimgepäck. "Eulenblitz und Votan Wolkennah, die Winddrachen" erweisen sich mit mir als Gipfelstürmer. Ich stürme und dränge weiter durch mein schönes schreib- und leseintensives Leben. Danke Leben!

 

Montag, den 12.12.2022

Frostige Tage, das Fieber kommt von innen und meistens plötzlich. Corona. Grippe. Das Brennen für Bücher, fürs Lesen und Schreiben, erlischt nie. Das Feuer brennt, meine Flamme fürs Leben. Schreibideen kommen und gehen, über das Kommen bin ich sehr glücklich. Kein Tag ohne zu schreiben, ohne in einem Buch zu lesen. Meine fabelhaften Tiergeschichten füllen Seiten um Seiten, zuletzt die vom "Runkelhund und der Förderschnecke". Komische Tiere sind das, genau, bin ja auch ein komischer Schreibkautz und manchmal verbreite ich Zeitungsenten mit meinen Lügenböcken, Geschichten zum Abheben, die die Welt da draußen unbedingt braucht.  Und ich brauche Illustrationen zu meinen Kinderfabeln, davon träume ich nachts. Einmal Traumtänzer, immer Traumtänzer. Träumen wir schön weiter.

 

Bis bald in dieser Traumfabrik

 

 

Freitag, den 11.11.2022

Im ZEIT-MAGAZIN  vom 20.10.22 wurden Schreiberlinge gefragt, was sie während des Schreibvorgangs für Klamotten trügen (tragen würden), ich natürlich nicht, aber ich fühle mich trotzdem angesprochen. Ich weiß gar nicht, ob ich das hier so sagen darf, aber warum soll ich lügen: also ich trage obenrum immer ein T-Shirt, je nach Jahreszeit auch schon mal ein Sweater drüber. Untenrum komme ich sozusagen direkt aus dem Bett, also Pyjamahose oder Boxershort, manchmal auch nichts von beiden, wenn man versteht, was ich meine. Ich mache mich hier ziemlich nackig, aber was solls, die Leute wollen das ja scheinbar wissen. Mein Schreibstil ist sozusagen der Nachrichtenstil, oben Dienstkleidung und unten nach mir die Sintflut...Hat den Vorteil, wenn ich mich müde geschrieben habe, falle ich im Prinzip so wie ich bin direkt ins Bett zurück. Haben wir Schreiberlinge nicht ein herrliches Lotterleben!!!???

 

 

Donnerstag, den 03.11.2022

Neben meinem zweiten Kinderbuchroman aus der Abenteuerwelt der Winddrachen habe ich begonnen, FABELhafte Tiergeschichten zu schreiben. Gehen mir gut aus der Feder, kann ich gut im Alltag hervorzaubern. Meine Schreibprojekte reißen nicht ab, es gibt noch so viel zu schreiben für mich. Ich freue mich schon auf die Illustrationen meiner Kinderbücher. Dann kann ich wieder etwas heulen vor Glück...Ich hoffe, dass der Freudentränenfluß für Euch da draußen auch nie versiegen wird.

Wir sind doch alle Heulsusen...

 

 

Dienstag, den 18.10.2022

Entdecke gerade eine so lang erinnerungsverschüttete Gattung für mich wieder: die Fabel, einfache, lehrreiche, kluge Tiergeschichten, die ich gut und leicht weiter erzählen kann. Meine bezaubernde Enkeltochter fordert solche Geschichten von mir ein. FABELhafte müssen es sein. Und oft auch immer und immer wieder die gleichen...der Fuchs und das Mädchen...oder der Esel, der in den Brunnen gefallen ist und gerettet werden muss...Und wenn ich ihr aus einem Buch eine Geschichte vorlese, dichte ich fast immer was dazu. Und bevor ich beginne, sagt sie schon immer: "...Opa, lies aber auch das, was da nicht steht!" 

Vielleicht revanchiert sie sich eines Tages und liest ihrem altersblinden Opa etwas vor...Man darf ja wohl noh träumen dürfen, woll.

In diesem Sinne

Träumt auch schön weiter

 

Dienstag, den 13.09.2022

Inselurlaub steht bevor, raus aus dem Alltag daheim, endlich mal wieder. Inselleben ist für mich auch immer eine besondere Schreibzeit: schreiben an einem längeren Stück, an meinem neuen Kinderbuch zum Beispiel. Vorfreude keimt auf. Das Meer und seine rauhe Natur ist für mich Inspiration pur und gleichzeitig Balsam für die Seele.

Bis bald aus meiner Seelenklinik

 

Montag, den 08.08.2022

Nach getaner Arbeit Lese- und Schreibzeit auf Terrassien, einer meiner Lieblingsorte. Ich "wimmle" (siehe Wimmelbuch) mich durch meinen schönen Alltag, Sonne, Sommer, fühlt ich an wie Urlaub. Lege die Füße hoch, habe mich zurückgelehnt, leistungs- und erwartungslos. Lasse Wörter auf mich zu schwimmen, lege eigene in den Strom zurück. Legen sie jemals irgendwo an? Egal! Hauptsache abgeschickt. 

Kirchturmglocken schlagen ganz in der Nähe Punkt Zwölf, sie läuten etwas ein, erinnern mich daran, dass irgendwo in dieser scheinheiligen Kirchenwelt Priester Opfer nicht bringen, wie es ihr Job wäre, sondern Menschen missbrauchen, zu Opfern machn. Verlogene Sippschaft hinter dicken Kirchenmauern! Eure Haftungsstunde wird auch einmal schlagen.

Was macht PUTIN während er töten und zerstören lässt? Kaviar fressen und Wodka saufen? Musiik hören? Gewichte stemmen? Tiere jagen? In Flüssen schwimmen? Saufe ab endlich, Du Massenmörder.

Autos nehmen zu viel Raum ein in unseren Köpfen und auf den zu vielen Straßen. Wir werden für die Blechlawinen und Schrottberge noch blechen müssen.

 

Bis bald in dieser Schreibanstalt

 

Dienstag, den 19.07.2022

Schon wieder ist ein Monat rum...Diesmal war ich in England, musste mich um die Frau kümmern, die sich ein Jahr lang ins Bett legte. Über Sue Townsend habe ich davon erfahren, und ich muss gestehen, die Reise nach Leicester war alles andere als eine Art Bettruhe, eher eine Ruhe vor dem Sturm eines "verkorksten" Lebens. Eva Biber geht es jetzt wieder gut, mit Ü50 kann sie nun wieder einsteigen nach ihrem Ausstieg aus dem Leben. Ich schreibe noch einen Halbsatz: ...denn nur die Liebe zählt!

 

Sonntag, den 12.06.2022

So lange war ich noch nie weg. Ich musste unbedingt einen Baum retten, und zwar in Südfrankreich auf dem Marktplatz in einem kleinen Dörfchen. Da wollte man eine über hundert Jahre alte Platane fällen. Das geht doch nicht. Da werde ich zum Widerstandskämpfer, habe mich der dortiigen Resistance angeschlossen. Karine Lambert hatte mir davon erzählt in ihrem Roman "Eines Tages in der Provence". Es sterben schon viel zu viele Bäume, da muss man sie nicht auch noch fällen so völlig ohne plausiblen Grund. Außerdem habe ich für mich eine neue Gestaltungsform entdeckt: das Wimmelbuch. Ich wimmle mich neuerdings durch meine Tage. Da vergesse ich Zeit und Raum, genau das Richtige für einen "durchgeknallten" Ideenschmied und Kreativator wie mich. Everybody is an artist, ich natürlich im besonderen.

Bis bald in dieser irren Schreibanstalt

 

Sonntag, den 15.05.2022

Leben live steht klar im Vordergrund. Die Fiktion muss sich gedulden. Der Schreiberling hat viel zu erleben da draußen in der wilden Wirklichkeit. Ich schreibe zur Zeit nur das Nötigste: Tagebuchnotizen und ganz neu: an meinem Wimmelbuch. Mein Buchkalender, jeden Tag eine Seite, darin wimmelt es täglich nur so vor Texten und Grafiken. Ich untermale meine Gedanken und Ideen mit Handgezeichnetem auf sehr niedrigem Talentniveau wie ein Videomacher sein Video mit Musik. In meinem Wimmelbuch ist Musik drin...Vielleicht lade ich mal ein Beispiel hoch. Jetzt muss ich weiter leben live...Bis bald in dieser Schreibanstalt.

 

Ostersamstag, den 16.04.2022

Lukas Bienmann, ein 14jähriger Junge aus einem kleinen Dorf in Vorpommern, ist zur Zeit mein (Roman)held. Er lebt Ende des 19. Jahrhunderts und nimmt mich mit auf seine Abenteuerreise nach Amerika. Was für eine zeitintensive Tortur das Reisen zu jener Zeit noch war!!! Wer die Welt sehen wollte, musste große Motivation und Einsatzbereitschaft mitbringen. Lukas und sein Großvater segelten über den großen Teich, weil sie Geld verdienen mussten, also aus blanker finanzieller Not, nicht weil sie Geld auszugeben hatten wie wir verwöhnten Touristen der Moderne. In was für einem Luxus leben wir eigentlich!!

Ja, so ein spannendes Jugendbuch erdet mich und  weckt Demut und Dankbarkeit in mir.

Wer liest, gewinnt! Auf in den nächten Bücherfrühling!

 

Montag, den 21.03.2022

Während Putin seinen Zerstörungs- und Massenmordfeldzug fortsetzt, brütet Mutter Natur neues Leben aus. Ich bin dabei und sauge Kraft aus jedem dieser Schöpfungsakte, damit mir die Worte nicht ausgehen. Ich will nicht sprachlos zurückbleiben, diese Freiheit des Wortes nehme ich mir. Nur ein Leben in Freiheit und Schönheit ist ein würdiges Leben. Aufrecht stehen, aufrecht gehen, das Schöne sehen, auch wenn Stürme wehen.

Bleibt standhaft und mir gewogen unverbogen!

 

 

Sonntag, den 13.03.2022

Wie wohltuend es ist, in die Welt der Bücher abzutauchen, besonders wenn die Wirklichkeit da draußen so überbordet, überschäumt, blutgetränkt, man medial zugekleistert wird mit Leben, wie es nicht sein soll und wie es schier unerträglich ist. Wie ein einzelner Mensch die Welt in eine Hölle verwandeln kann, ist mir unbegreiflich, muss uns allen zu denken geben. Homer Idlewilde aus einem amerikanischen Städtchen namens Farrago erzählt mir sein Leben und bringt mich auf andere, schöne Gedanken, lenkt mich ab von der Angst vor einem dritten Weltkrieg, der unsere schöne Erde nuklear verseuchen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt, der Frühling weht neues Leben herein, weckt neue Lebensgeister, alles wird bestimmt gut! Würde Homer Idlewilde heute leben und es Farrago wirkich geben, er würde wahrscheinlich gar nicht mitkriegen, dass in Europa ein Krieg wütet und ein dritter Weltkrieg droht. Er hat wichtigere Dinge vor Ort zu tun, nämlich sein Leben zu meistern. Ich werde ihm nacheifern, meine Meisterprüfung ablegen, die Kunst des Lebens feiern gerade in Zeiten wie diesen.

 

Donnerstag, den 10.02.2022

Ich habe meine Lesereie ausgedehnt, auf die ambulante Reha in Paderborn. Ich habe für drei Wochen den Reha(sen) gemacht. Zwischen den wenig aufwendigen Anwendungen habe ich für mich auch Verwendung als Leseratte gefunden. War fast wie Urlaub, jetzt stehe ich wieder fest auf den Beinen und in meinem schönen Leben. Die Humpel-Kumpellei hat ein Ende. Seit vorgestern ist meine Schreib- und Lesekwerkstatt wieder geöffnet. Hereinspaziert, der Ideenschmied und Kreativator  und Wortakrobart fährt seine Produktion wieder hoch.

 

Auf produktive Satzergüsse

 

Samstag, den 22.01.2022

Ich befinde mich auf Lesereise, um es positiv auszudrücken. Ich habe mir gerade eine neue Hüfte abgeholt, Wechsel-OP, die alte hatte einen Sprung in der Schüssel, einen an der Pfanne sozusagen, die hatte sich gelockert. War echt schön, als der Schmerz nachließ. Als ich auf der Intensivstation aufwachte, habe ich sofort nach Buch und Stift gegriffen, wollte die lange Liegezeit nutzen. Fünf Tage Lese- und Schreibaufenthalt, Krankenhausluft geschnuppert. Auf was für Ideen man da kommt, allein die Bettnachbarn mit ihren Lebensgeschichten sind eine pure Inspirationsquelle für einen Schreiberling. Ich habe einen Berg voller Notizzettel für meine Schreibideenkiste mit heim gebracht. Da kann ich in Kürze wieder aus dem Vollen schöpfen. 

 

Auf gute, lektürebeladene Genesungszeiten

 

Dienstag, den 04.01.2022

Ich bin ja nicht nur einer Schreiberling sondern auch ein Leserätterich, manchmal rattere ich mir den Lesestoff auch laut vor, wenn ich allein im Leseraum schwebe. Ich stelle mir dann immer vor, dass ich jemandem vorlese, der vielleicht des Lesens nicht mehr mächtig oder es gar nie gewesen ist. Macht mir großen Spaß diese Vorleseübung.

 

Abends zum Tagesausklang ist es bei uns zu einer schönen Routine im Lektürealltag geworden, dass ich mir eine halbe Stunde vorlesen lasse. Meine holde Gattin liest aus ihrer aktuellen Lektüre, ich lasse mich verwöhnen mit Worten aus ihrem Munde und einem Gläschen Wein in meinem. Gaumenfreude gepaart mit schöngeistiger Nahrung, unser literarisches Abendmahl.

 

Meine dreijährige Enkeltochter verlangt seit neustem, dass ich ihr nicht nur Geschichten aus einem Buch vorlesen, sondern auch eigene, spontane erzählen soll. Sie gibt mir Stichwörter, zum Beispiel Hase und Fuchs, oder das Mädchen und der Fuchs oder der Hase, der Fuchs und der Bär. Einmal ersponnen, muss ich sie wieder und wieder erzählen, darf nichts Neues hinzudichten oder etwas Altes vergessen. Sofort werde ich von Lotta korrigiert. Das Schöne am Erzählen: kein Buch ist zwischen mir und meiner geliebten Lotta, nur wir beide und unsere Geschichte im Kopf und vor Augen.

 

Bis bald in meiner Märchenwelt

 

 

 

Freitag, den 10.12.2021

So ist es nun einmal in einem Schreiberlingleben: gerade ist mein erstes Kinderbuch veröffentlicht, die Tinte sozusagen trocken, schon gehe ich schwanger mit neuen Schreibideen. Ich werde sicher dem Kind in mir treu bleiben und weitere Kinder- und Jugendgeschichten "raushauen", hoffe, dass ich dafür Frau Sevde Serin aus Berlin wieder als Illustratorin gewinnen kann. "Meine Illustratorin aus Berlin", das klingt gut in meinen Ohren. Das riecht nach großer weiter Welt, und da schnuppert ja jeder gerne mal rein. 

 

Ich möchte mich aber auch noch an einem richtigen Roman für Erwachsene versuchen, an einem "Männerroman" vielleicht, den es in der Form, wie sie mir vorschwebt, noch nicht gegeben hat. Ich bin selbst gespannt, was dabei rauskommt. Nur das macht Sinn: etwas zu schreiben, was einzigartig ist in Form und Inhalt. 

 

Wie sagte Steppi, der ehemalige Frankfurter Fußballtrainer: "Lebbe geht weidda!" Auch das eines Schreibenden....Muss ja! 

 

Donnerstag, den 02.12.2021

Archie Ferguson, mein aktueller Romanheld aus Paul Austers "1,2,3,4", will gerade sein Studium aufnehmen in New York und hofft inständig, dass seine angebetene Amy Schneidermann ihn endlich erhört. Archie will mal Schriftsteller werden, und seine erste Erzählung im jugendlichen Leichtsinn von den "Sohlenverwandten" ist gleich ein Meisterwerk, sie ist Teil des Romans, es geht darin um ein seelenverwandtes Paar Schuhe (Qualitätsschuhe), das auf die ersten Schritte ins Schuhleben wartet. Wenn sie sich unterhalten, und das tun sie oft, sprechen sie "SCHUH" miteinander. Einfach köstlich! Diese Fremdsprache will ich lernen.  Meisterwerke kann man wohl nur mit jugendlichem Leichtsinn schaffen, bestimmt auch noch mit senioralem Leichtsinn. Oder ist es zu leichtsinnig, so zu denken? Man weiß es nicht, nichts Genaues kann man sagen.

 

 

Montag, den 22.11.2021

Ich habe es wiede getan, unserer bezaubernden Lotta aus dem Zauberball vorzulesen. Von Zauberabenteuer zu Zauerabenteuer blättert sie die Seiten selbst um, ich muss mich konzentrieren beim Lesen, sonst werde ich sofort korrigiert. Besonders den Zauberspruch, der sich immer wiederholt, hat sie verinnerlicht:

 

Und als sie das runde Ding berührt mit Händen,

bleibt sie kleben an des Balles wänden.

Das Licht geht aus und wieder an,

sie steht im Ball, und was kommt dann?

 

Möge der Zauber mit den Worten und Geschichten nie aufhören!!!!

 

 

Sonntag, den 14.11.2021

Unterm Klimaschottenrockgipfel regt sich was, jeder Schritt in Richtung Umwelt- und Klimaschutz ist mir willkommen. Aber das Tempo muss stetig erhöht werden. Mir kann es wie immer nie schnell genug gehen. Wir alle sind gefragt. Es bleibt eine Frage des Respekts vor Mutter Erde, vor der Schöpfung!

Mein Zauberball "Plitschplatsch" hat den Praxistest bestanden. Ich habe das Bilderbuch meiner dreijährigen Enkelin vorgelesen, und zwar in eins durch von vorne bis hinten. Sie hat aufmerksam zugehört und konnte es kaum erwarten, die nächste Seite herumzublättern. Und später, kurz bevor wir wieder fuhren, hat sie ihre Mama gebeten, ihr aus dem Zauberballbuch vorzulesen. Mein Kinderbuchautorenherz hüpft vor Freude mit mir heim.

 

 

Mittwoch, den 10.11.2021

Ich bin dabei, Du bist dabei, meine Büchersammlung auszudünnen. Ja, auch Bücherballast muss gelegentlich abgeworfen werden, damit man wieder leichter reisen kann. Ich bekam kaum noch Luft zum Atmen in meiner Souterrainbücherei. Nichts als Bücher an Wänden und auf dem Fußboden! Papierstaublunge drohte, da musste ich handeln...Ich entsandte körbe- und kartonweise Bücher in ein neues Leben, nämlich in die Bücherschränke der Umgebung. Mögen sie noch ein langes Leben haben in den Händen und Köpfen von bücherlesenden Menschen. Ein harter Bücherkern wird bleiben, bis dass der Tod uns scheidet. Versprochen! Auf ewig!

 

Freitag, den 29.10.2021

Habe mich lange nicht gemeldet, aber so ist das bei einem Hobbyschreiberling, das Leben live erfordert oft meinen vollen Einsatz. Und so ganz untätig bin ich literarisch ja nie...Ich erwarte in diesen Tagen mein Zauberball-Bilderbuch, in dem Plitschplatsch nach den Sternen greift, aus der Druckerei zurück. Dann beginne ich mit meiner "Promotour", sprich, Buchhandel und Lokalpresse über meine Neuerscheinungen zu informieren und die Nachfrage anzukurbeln. "National und international" ist mein Zauberball ja schon bei Kindle-Print on demand erhältlich. Das Bilderbuch stelle ich dort in Kürze auch online. Meine ganz persönliche Schreibshow geht weiter, die Literatur ist und bleibt mein Lebenssaft. Auf gute Lese- und Schreibzeiten!

 

Donnerstag, den 14.102021

Habe in den letzten Tagen fleißig gedichtet, Kinderreime für meine Bilderbuchversion von Plitschplatsch, dem Zauberball. Habe jetzt doch eine Lösung gefunden, die Geschichte vom Zauberball herunter gebrochen für die kleinsten Bücherrättchen dieser Welt gut verdaulich erfahrbar zu machen, natürlich mit Hilfe eines Vorlesenden. Meine Kinderlyrik könnte auch vorgesungen werden von musikalisch begabten Eltern, Großeltern, Patentanten und -onkeln.

Ich finde: Kinderbücher kann es nicht genug geben, und meine Idee vom Zauberball ist einzigartig und muss deshalb das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Ich werde Euch wie immer auf dem Laufenden halten...

 

Mittwoch, den 29.09.2021

Bereise gerade die Vereinigten Staaten von Lummerland und Neu-Lummerland, in dem Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, wohnen und ihr Abenteuerleben führen. Ich bin mit an Bord der schwimmenden Lokomotive Emma samt Molly hintendran, begleite Jim und Lukas auf ihrer neuen Abenteuerreise. Sie sollen Herrn Tur-Tur nach Lummerland zurückholen, weil dort dringend ein Leuchtturm gebraucht wird. Leuchttürme sind wichtig, sie weisen Reisenden den Weg. Oh, wir sind auf offener See, es wird unangenehm, ein Sturm zieht auf. Was da wohl heranbraust...Ich erzähle Euch bestimmt bald mehr von meiner Reise ins Lummerland von Michael Ende.

Bis bald in diesen märchenhaften Gefilden...

 

Sonntag, den 19.09.2021

Die Ostseeinel Poel fühlt sich schon sehr herbstlich an. So spät im Jahr haben wir noch nie das Meer hier gesehen. Die frische Meeresbrise pustet mir den Kopf frei. Der Naturstrand gehört uns fast ganz allein, je weiter wir uns weg bewegen vom Maintouriststream. Jeden Morgen laufe ich mit unserem Hund durch den Küstenwald bis zur Vogelschutzinsel Langenwerder bei Gollwitz, wo nahe  am Strand die "Schmugglerbude" steht, Schmugglerware zum Kauf anbietet: Kaffee, Fischbrötchen, Bier, Bratwurst mit Kartoffelsalat. Auf meiner Laufstrecke oberhalb der Steilküste gibt es immer häufiger Umleitungen, die Passanten von den Abbruchstellen der Steilküste fernhalten sollen. Wind und Wetter betreiben Raubbau am Küstenwald, lassen Bäume samt Wurzelwerk in die Tiefe stürzen. Natur pur und sehr rau!!!

 

Sonntag, den 5. September 2021

Der Sommer kehrt nochmal zurück und fühlt sich klasse an, aber auch der Herbst ist spürbar, in mir und außerhalb. Die Bewegung draußen an der frischen Luft und die Schönheit der Natur bleiben meine Kraftquellen, und die Handvoll Menschen an meiner Seite, die ich lieben darf, die mich zurücklieben. Und das tägliche Lesen und Schreiben, die vielen schönen Worte, die mir begegnen und wieder entfliehen. Ich bin ein Glückspilz, denn das Schöne läuft mir immer wieder über den Weg. Das Leben ist ja auch schön, ich weiß, wo das Schöne zu finden ist. Ihr da draußen hoffentlich auch!

 

Dienstag, den 24.08.2021

Das Zitat auf meiner Startseite sagt der Dorfälteste Gavrilo in dem Bergdorf Oskorusa zu Sasa Stanisic in dessem "Herkunft"-Roman. Ich musste natürlich sofort an Afghanistan denken, ich fühle mit allen, die in Knechtschaft, Armut oder kriegerischen Auseinandersetzungen leben und oft auch sterben müssen. Welche Verbrecher oder Hirnverseuchte entscheiden über das Müssen und vor allen Dingen über diese miserablen Lebensverhältnisse? Es ist so deprimierend, mit anschauen zu müssen (auch aus der sicheren Entfernung), dass Menschen Menschen so unmenschlich behandeln, dass es so vielen auf diesem Planeten so dreckig geht wegen der vielen Drecksäcke, die da draußen frei rumlaufen. Möge man ihnen eines Tages allen den Prozess machen, und vor allen Dingen, halten wir dagegen wenigstens in der Gesinnung und die Politik der demokratischen, freien und menschenwürdigen Welt im Handeln.

 

Sonntag, den 08.08.2021

Ich lese zur Zeit viel über "Herkunft". Niemand kann etwas für seine. Sie muss auch nicht das letzte Wort  haben, man kann sie auch abschütteln, als würde man sich häuten wie eine Schlange. Ich habe mich gehäutet, schon vor langer Zeit, die Haut meiner Herkunft spannte sich immer mehr, ich musste da raus, freiwillig. Andere werden gezwungen durch äußere Umstände, ihr Herkunftsland zu verlassen. Sie werden vertrieben wie lästige Hunde. Ich bin kein Flüchtling, ein Reisender ins Leben, in mein Leben. Ich habe nur dieses Eine, Und darüber werde ich nicht aufhören zu berichten, so wie Sasa Stanisic in seinem Herkunfstroman. Auch davon werde ich euch berichten.

 

Donnerstag, den 29.07.2021

Der arme Poet schreibt weiter, und zwar an seiner Lebensgeschichte, jeden Tag schlage ich mein Tagebuch auf und gebe mir mein Leben innen wie außen schriftlich. Schreiben ist für mich Lebenselexier, auch ein therapeutisches Treiben, das mir hilft, einen klaren Kopf zu bewahren. Ich bin dann ein Handschreibender, fast schon ein Kaligraph, einer der sich das Leben schön schreibt. Ein Schönschreibkünstler! Ich halte die Buchstaben hoch, der Mensch ist doch Sprache, hat er so lange für evolutioniert. Früher waren es Rauchzeichen,  ich setze weiterhin meine Schriftzeichen ab.

 

Sonntag, den 04.07.2021

Mit der Idee des Gartens als Installtionsraum für Kreativität gehe ich schon ewig schwanger, die Kreativnischen habe ich mit der Kettensäge heraus geschnitten, zeckenbelagert, im Schweiße meines Angesichts. Die Lebensbaumhecke wuchs mir über den Kopf, da musste ich mir was einfallen lassen. Alte Schätzchen neu arrangiert, zum Angucken und Staunen, aus rostigem Metall und Holz, Strandgut und Fund- und Sammlerstücke mit Alterspatina. Auf meiner Seite "Everybody is an artist" könnt ihr sie bestaunen, oder, wenn ihr mal in der Nähe seit, öffne ich gern die Gartenpforte. Gestaltungsdrang ist Lebensgeist! Kreativiert mir nach, holt alles aus euch raus!!!!

 

Freitag, den 25.06.2021

Ich bin sehr schreibfaul zur Zeit. Mein "Zauberball" liegt in der Ecke und sendet jeden Tag seine Signale aus: beachte mich, mach mich schöner, erfinde mich neu! Gib mir etwas Zeit, sende ich zurück, es ist Sommer, und Sommer ist Leben live. da gibt es so viel zu erleben, da musst Du etwas Geduld aufbringen. Ich verspreche Dir, Dich zum allerbesten und größten Zauberball der Welt zu machen. Ich lasse mich im Moment von einem wirklichen Leben be- und verzaubern. Zauberhafte Tage und Wochen stehen an.

 

Dienstag, den 15.06.2021

Wenn ich Lehrer geworden wäre (ich hab es ja probiert und dann aber das Studium für den Fußball abgebrochen), dann wäre ich gern so ein Lehrer wie Herr Bröckelmann von Walter Kempowski geworden, den Schülern ernsthaft etwas beibringen wollen und dennoch locker und mit Spaß und Witz auf der Seite der Schüler stehend. Ich hätte "Chaosunterricht" bevorzugt und Noten danach verteilt, wie sich die Schüler an diesem "Chaosunterricht" eingebracht hätten. Das ist natürlich alles nur Vorstellungsvermögen, Spinnerei meinerseits und Schnee von gestern. Aber der gute Herr Bröckelmann in seiner Grundschule wird mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Alte Schule, aber liebenswert weil schülerlieb. 

 

Freitag, den 04.06.2021

So kann es einem passieren als Schreibender, dass dir der Text aus dem Lektorat um die Ohren gepfeffert wird: Sechs! Setzen! Neu schreiben...Und wie immer hat meine hochgeschätzte Korrekturinstanz vollkommen recht. Ich schreibe den Text für das Zauberball-Bilderbuch komplett neu!!! Habe auch schon eine Idee, wie ich die Kritik für mich und für alle Kinder dieser Welt, die meinen Zauberball mal lesen werden, gewinnbringend nutzen kann. Ich weiß ja auch, was meine Enkeltochter (zweieinmal Jahre) gern vorgelesen haben möchte. Daran will ich mich orientieren. Ich habe ja Zeit, nichts und niemand treibt mich, setzt mich unter Zeitdruck. Ich freue mich auf neue Schreibzeiten. 

 

Sonntag, den 23.05.2021

Der Schreiberling in mir kocht zur Zeit auf Sparflamme. Leben live hat mich voll im Griff. Es gibt ja so viele schöne Dinge zu tun...besonders jetzt, wo das Leben sich wieder mehr und mehr nach draußen verlagert. Die Farbe GRÜN ist in mein Leben zurück gekehrt. Es grünt so grün, Mutter Natur lässt ihre Muskeln spielen, ich schaue so gern ins Grüne!!! Und auf die rotbraune Tennisasche, die Sandplatzsaison ist eröffnet. Wie schön doch so ein Tennissandplatz im Sonnenlicht ist!!! Überhaupt Sonnenlicht: Ich will mehr davon, und Wärme! Ich giere nach Leben live! Auf ein bewegtes Leben!

 

Freitag, den 07.05.2021

Und nochmal in die Korrekturschleife, und wieder warte ich auf den neuen Zauberball als Musterbroschüre aus der Online-Druckerei. Egal, ich veröffentliche erst, wenn das letzte Wort geschliffen ist. Mein Verbrauch an Schleifpapier ist hoch. Das Zauberball-Bilderbuch soll doch Vorlesern und Zuhörern gleichermaßen Lesespaß bereiten. Ich träume davon, dass Kinder mit Plitschplatsch in den Schlaf finden und selbst anfangen zu träumen. Traumfabrik Literatur! Kinderbücher! Zauberhafte Gutenachtgeschichte! So einen Zauberball wie meinen Plitschplatsch gibt es auf der ganzen Welt noch nicht. NOCH nicht!

 

 

Freitag, den 30.04.2021

Heute ist ein besonderer Tag für mich. Ich erwarte den Prototypen meines Zauberballs aus der Druckerei. Plitschplatsch Purzelbäume ins literarische Leben stehen ganz kurz bevor. Vorfreude ist eine verdammt schöne Freude. Was ist das doch für ein langer Geburtsprozeß. Die Mühlen der Literatur mahlen auch im digitalen Zeitalter langsam. Vielleicht ist das der Grund, warum ich das Schreiben und Lesen von Büchern so liebe!

 

Samstag, den 24.04.2021

Im Moment reise ich mit meinem Zauberball durch das Universum, aber auch mit Paul Klee, nicht dem Maler, sondern meinem Chauffeur. Ich habe mich einfach hinten mit rein gesetzt, neben dem hohen politischen Tier, das er chauffiert, nun auch ein kleiner Fisch, ein kleiner Schreibfisch. Die Fahrt nimmt ein abruptes Ende: Horrorunfall in einem Tunnel, Paul Klee rettet sich und seinen Chef, den zukünftgen Bundeskanzler, aus den Flammen, ich mich selbst. Danach ist Schluß mit Chauffeur, es geht für ihn und natürlich auch für mich rauf auf den Zauberberg, bzw. es ist eher ein Zauberhügel, Mittelgebirge in der Nähe von Stuttgart. Dort ereröffnet Paul Klee ein feines, kleines Hotel "Zur kleinen Nacht". Ich checke sofort  ein...Zu Coronazeiten bin ich sehr dankbar dafür, dass ich wenigstens weiter im Kopf verreisen kann. Auf gute Kopfreisezeiten allerseits!

 

Donnerstag, den 15.04.2021

Frühling (wenn er denn auch spürbar ankommt) und Sommer sind die Jahreszeiten, in denen Schreiben und Lesen zugunsten von Leben live etwas in den Hintergrund rücken. Christine Brückner (Poenichen-Romane), eine meiner Lieblingsschritstellerinnen, hat immer von Schreib- und Lebezeiten gesprochen. Die Grenzen können aber auch verwischen, Schreiben und Lesen und Bücher sind ja eigentlich das pure Leben. Und das Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten. Auf jeden Fall lebe ich weiter mit meiner Literatur, Tag für Tag, sie sind Bestandteil meiner Tageswerke. Mir kommt es so vor, als hätte ich noch Millionen Tageswerke zu vollbringen, Millionen Lichter, ich will sie alle noch sehen. Neugierige Blicke wünsche ich uns allen! Bleibt gesund und munter.

 

Karfreitag, den 02.04.2021

Mit meinem "Zauberball" ist doch noch eine Menge Korrekturarbeit vonnöten bis zur Veröffentlichung, egal, die Zeit muss sein, ich nehme sie mir. Außer mir selbst treibt mich ja keiner. 

Schon mal was von Paul Klee gehört? Ich meine nicht den berühmten Maler sondern den Chauffeur von Heinrich Steinfest. Guter Typ, gute Schreibe. Kann ich mich drin verlieren, mich aber auch wieder finden. Ich bin immer wieder sehr glücklich, auf Bücher zu stoßen bzw. gestoßen zu werden (in diesem Fall von meiner holden Gattin), die so inspirierend sind und mich so fesseln. Ich werde hier auf meiner Homepage ausführlich darüber rezensieren.

Freue mich schon wieder auf meine nächste Lesung, morgen ist es so weit, meine bezaubernde Enkeltochter hat bestimmt ihr Lieblingsbuch schon wieder zurecht gelegt. Ich lese die Geschichte vor, das letzte Wort eines Satzes hat sie meistens drauf, so gut kennt sie die vertrauten Texte und Geschichten. Ich fordere diese letzten Worte bewusst durch Pausen heraus, ich höre das so gern, wenn Lotta das letzte Wort hat. LESEN IST EINFACH NUR SCHÖN! Auf lesenswerte Ostertage, legt nicht nur Eier ins Nest, auch ein Buch!

 

Sonntag, den 14.03.2021

Was ist das denn für ein komischer Vogel da oben rechts und unten links? Ich schreib nur so viel: Er ist wie von Zauberhand eingeflogen und soll die Welt retten. Die ganze Geschichte dazu gibt es schon bald nachzulesen. Ich halte euch auf dem Laufenden, bleibe am Ball, an meinem Zauberball. 

Es gibt mindestens 111 Gründe, Bücher zu lieben. Stefan Müller ist auch so ein Bücherliebhaber, ein Seelenverwandter, so ein schönes Buch zu lesen ist Balsam für die Seele von uns Bibliophilen. Lesen verkürzt auch die Wartezeit auf den Frühling. Leider noch Aprilwetter im März, das ist wohl der Klimawandel. Ab April springen wir dann bestimmt direkt in den Sommer über. Ich will mehr Licht, mehr Wärme, mehr Leben draußen. Die Vöglein dieser Welt hören sich früh am Morgen schon genauso aufgeregt an wie ich mich fühle: frühlings-, erwartungs-, sehnsuchtsfieberheiß....

 

Mittwoch, den 03.03.2021

Die Drähte und Synapsen laufen heiß, Glühwürmchen im Kopf, wir arbeiten fieberhaft am "Zauberball", in Text zu Bildern oder umgekehrt. Ich finde es unglaublich spannend, wie bei mir literarisch neu geboren wird oder Geborenes sprich Geschriebenes in meinem Kopf zu eigenem Leben erweckt wird. Ein ganzes Team aus Hebammen hilft bei der Geburt meines "Zauberballs" mit, Geburtshilfe der galaktischen Art. Und Plitschplatsch greift nach den Sternen, ich greife danach, alle greifen nach den Sternen. Sternengreifermentalität. Fremdeweltenstreifzüge. Fernplanetenentdeckungen. Und wenn dann noch das wirkliche Leben überschäumt, eine Gänsehaut jagt die nächste. Freude schöner Götterfunken...Und wenn jetzt noch der Frühling richtig durchbricht, dann garantiere ich für nichts mehr!!!!

 

Dienstag, den 16.02.2021

Da geht jemand mit dem Föhn rum...der Wettergott hat sich die ultralangen Haare gewaschen und pustet sie mit warmer Luft trocken. Und bei uns schmilzt die Winterpracht nieder in häßliche braune Drecksmatsche, staut sich in eiskalten Straßenpfützen, unterlegt mit spiegelglatten Stolperfallen. Mit nassen Schuhen und Eisklumpen als Füße kehre ich als Nachtlicht heim in die warme Stube. Ich rechne dem Wettergott das mal positiv an: Frühlingsvorboten, rein in den Vorfrühling, Winter ade. Bis in mir echte Frühlingsgefühle durchbrechen, wird es noch dauern. Aber die Sehnsucht nach Wärme, nach Licht, nach Neubeginn schält sich durch. Frühling, wann kommst Du? Hau rein, Petrus!

 

Mittwoch, den 10.02.2021

Minus -21 Grad Celsius, ich komme gerade rein und lass mich vor dem Laptop im warmen Schreibstübchen auftauen. Der Sinkflug der Coronaviren hält an, bis sie komplett abstürzen und auf dem Boden zerschellen, wird noch lange dauern, darauf stelle ich mich ein. Zum Pandemie-Lockdown gesellt sich der Winterwetter-Hardcore-Lockdown: die eigenen oder gemieteten vier Wände kasernieren uns ein. Wohl dem, der seinen Hintern an den warmen Heizkörper halten kann. Ich werde trotzdem verreisen, ihr wisst schon, LESEREISE, ganz ohne Reisewarnungen, Reiselust pur. Die Wunsch-Leseliste kann ich mein Leben lang wahrscheinlich nicht vollständig bereisen. Muss also Reisezielauswahl treffen. Nicht schwer, da alles VOLLTREFFER. ANGELICA WALDIS und der große JANOSCH sind meine neusten Lesereiseabenteuer. Ich werde Euch davon berichten. Auf allseits gute Lesereisezeiten!

 

Sonntag, den 31.01.2021

Leben-Live kocht trotz der Corona-Einschränkungen hoch. Schreiben und Lesen stelle ich dem wirklichen Leben hinten an, meine täglichen kleinen Schreibübungen (Tagebuch, Tagesnotizen, Lesenotizen, digitale Medien) ausgenommen. Die müssen sein. Ich höre nicht auf, mir und anderen vieles schriftlich zu geben. Ich lese gerade leider nur häppchenweise in Christian Berkels "Apfelbaum", eine Familiensaga zurück über meine Elterngeneration hinaus, also die volle Kriegserfahrungsdröhnung. Ich habe viel Lesespaß daran, wirklich gut geschrieben, literarisch ergiebig, und er wirft in mir die Frage auf, wie viel Vergangenheit (Erinnerung) brauche ich für ein ausgefülltes, glückliches Leben im Hier und Jetzt? Wo komme ich her, wo will ich hin? Wie oft am Tag erinnere ich mich meiner Erinnerungen? Wie weit reichen sie zurück? Wie weit kann und muss ich zurückdenken in der Menschheitsgeschichte? Macht micht das Erinnern glücklicher? Könnte ich ganz ohne Festplatte (Wissen, Erfahrungen), nur mit dem Arbeitsspeicher glücklich leben? Auf keinen Fall, im Gegenteil, ich bin jetzt als ganz, ganz früher Sechziger so glücklich und bei mir wie noch nie in meinem Leben zuvor. So kann es bleiben, so soll es bleiben. Und ich fühle mich frisch, gesund, jung und voller Lebensfreuden, schäume fast täglich über mit meinen Ideen und meinem Tatendrang. Danke Leben!

 

Donnerstag, den 21.01.2021

Ich habe gestern abend meinen "Zauberball" meiner Lektorin übergeben. Sie ist auch gleichzeitig meine schärfste Kritikerin, das schätze ich sehr hoch ein. Wenn ich bei ihr nicht durchfalle, kann ich mit meiner neusten Schreibarbeit zufrieden sein, ne, dann bin ich äußerst glücklich, zufrieden bin ich jetzt schon, nachdem ich Korrektur und Feinschliff erledigt habe. Mir persönlich gefällt meine Geschichte um Plitschplatsch, dem großartigsten Zauberball der Welt, sehr gut. Ich hoffe, möglichst vielen kindlichen Leseratten da draußen in Bälde auch. Mit den Illustrationen von Sevde Serin dazu wird das Buch eine "Bombe" werden, daran glaube ich fest. Es ist aber noch ein weiter Weg wie immer von der Schreibidee bis zum fertigen Buch. Das macht für mich auch den besonderen Reiz und Wert von Büchern aus, auch oder insbesondere von Kinderbüchern. Bleibt mir gewogen...

 

Sonntag, den 10.01.2021

Unschwer zu übersehen, ich habe mich in meiner literarischen Arbeit neu ausgerichtet. Ich breche auf zu neuen Schreibufern. Meine "Jugendsünden", die ersten Schreibversuche mit Kindergeschichten, greife ich wieder auf und will sie zu ganz neuem Leben erwecken. "Plitschplatsch, der Zauberball" ist so eine Geschichtenidee, ein Kinderbuch, das im Frühjahr 2021 erscheinen soll. Kinder müssen täglich aufs Neue verzaubert werden, auf phantastische Reisen geschickt werden, damit sie sich fürs Leben entwickeln, stärken können. Mit Sevde Serin aus Berlin  (ihr Porträt findet ihr auf der Bücherwürmschenseite) habe ich eine Illustratorin für mein Projekt gewinnen können, die einfach magisch malen kann und meine Vorstellungen von meinem Zauberball wunderbar einfängt. Die ersten Kostproben ihres Könnens könnt ihr vorab schon hier bei mir bewundern. Meine Reise durch die Welt meiner Literatur nimmt höllisch Fahrt auf, ich freue mich immer wieder, euch da draußen davon berichten zu dürfen. Bleibt mir gewogen und schaut ab und zu nach mir...

 

Freitag, den 01.01.2021

Der Rutsch ins Neue Jahr ist gelungen, zwei Spielplätze in unmittelbarer Nachbarschaft habe ich gestern berutscht bzw. habe unserem Lotti-Stern dabei assistiert und immer wieder gern vernommen:"NOCHMAL!" Kleinkinder sind absolute "Wiederholungstäter", können einfach nicht genug bekommen von den schönen Dingen des Lebens. Nehme ich mir ein Beispiel dran: Es lebe hoch, DAS SCHÖNE, die Kunst des Lebens. Entdecken wir weiter das Schöne, Tag für Tag, mutig, hungrig bis zum letzten Atemzug.

 

Sonntag, den 27.12.2020

Jeder hat hoffentlich mindestens einen Stern, der für ihn leuchtet und ist selbst Stern, der für andere strahlt. Unser Stern entdeckt gerade sein Laufrad für sich, düst ab wie Daniel Düsentrieb, wie kann so ein kleines menschliches Wesen schon so eine motorische Meisterleistung vollbringen? Und wie gierig es nach Wörtern ist, die es umflirren wie ein Vogelschwarm. Aus dem Wörterschwarm erzählt dieses Geschöpf Gottes erste kleine Geschichten, etwas undeutlich und wacklig wohl, aber für liebende Ohren gut zu verstehen. Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all....schmettert sie uns lautstark entgegen, recht hat sie, ja Du Hoffnung und leuchtender Stern, komm nur, wir breiten die Arme ganz weit auf. Flieg hinein, bring uns zum Flliegen, nimm uns mit auf Deine phantastischen Abenteuer und Entdeckungsreisen!!!!

 

Mittwoch, den 23.12.2020

Wir werden ja oft gefragt: "Und, was machst Du eigentlich?" Und wenn ich dann antworte: "Ich kreativiere den ganzen Tag, versuche mir schöne Gedanken zu machen und Ideen zu schmieden, solange sie heiß sind, sprich nicht vergessen werden. Ich versuche gute Einfälle zu haben, die fallen aber manchmal nicht so gut aus. Die Vorstellungen von meinen Einfällen harmonieren nicht immer mit der Wirklichkeit. Ich gönne anderen das Wort, wenn sie mir auch von Ihren Wörtern was abgeben. Ich kümmere und sorge mich um eine Handvoll Menschen wie um mich selbst. Ich atme ein, ich atme aus. Meine Augen suchen nach Schönheit und weiden sich darin..." Wieso ich meine Zeit vergeude und nicht versuche, sie sinnvoll zu nutzen, zum Beispiel um reich und reicher, am reichsten zu werden, werde ich gefragt. Weil ich mich sehr glücklich dabei fühle, sage ich dann, kreativieren ist sich Flügel wachsen lassen aus dem Bauch heraus, durch die Brust, das Herz schnurstracks in den Kopf hinein, sinnvoller kann man die Zeit doch nicht verbringen, was will ich mehr aus meinem Leben rausholen? Selbst in meiner Weihnachtsbäckerei versuche ich zu kreativieren, bei der Rezeptur, bei der Keksform und auch beim Design: jeder Weihnachtskeks, den ich backe, ist ein Unikat, ein Kunstwerk. "Du übertreibst", sagt meine holde Gattin, vielleicht hat sie recht, aber diebischen Spaß habe ich trotzdem in meiner Weihnachtsbäckerei.

 

Freitag, den 18.12.2020

Ich bin zur Zeit im Paradies, ja wirklich, in Astrid Lindgrens der Brüder Löwenherz, in Nangijala, dem Ort, wo das Leben nach dem Tode weitergeht. Im Kirschblütental finden der ältere Jonathan Löwenherz und sein Bruder (Krümel) Karl wieder zusammen, sie sind ein Herz und eine Seele, kein Unfall, keine Krankheit kann sie hier mehr trennen, und wenn, dann wartet Nangimala auf die beiden, von einem Paradies ins nächste, Leben geht bei Astrid Lindgren immer weiter, wie im wirklichen Leben, auch nach dem Tod. Ob da ein Gott auf uns wartet, lassen wir uns überraschen. Wahrscheinlich werden wir aus dem Staunen gar nicht mehr raus kommen und ihn so nennen: "BOAH ey!" Habe ich gestern im "Andere Welt"- Adventskalender gelesen. Diesen Namen finde ich gut für meinen Gott. "BOAH ey!"

 

Montag, den 14.12.2020

Es ist unschwer zu übersehen: ich habe meine Homepage um das "Bücherwürmchen" erweitert, hoffentlich auch bereichert. Meine Krimis habe ich nach hinten verschoben, die Prioritäten verlagert. Ich kehre auch als Schreiberling zu meinen Wurzeln zurück, dem Kinder- und Jugendbuch. Jahrzehnte ist es her, als ich die ersten Geschichten für meine eigene und einzige Lieblingstochter erfand. Die gibt es immer noch, diese ersten Geschichten und meine Lieblingstochter natürlich auch, dazu sogar eine umwerfend-bezaubernde Liebslingsenkeltochter, die ich mit meiner Phantasie bezaubern möchte. Ich finde es so wichtig, Kinder von klein auf für Bücher und das Lesen zu begeistern. Ich greife meine Einfälle wieder auf und lasse ihnen Flügel wachsen. Schaut mal beim "Bücherwürmchen" rein. Meine literarische Entdeckungsreise geht weiter, und sie macht mir diebisch Spaß. Ich bin ein Spaßdieb, ich klaue mir Spaß aus dem Leben...Bis später erstmal.

 

Freitag, den 11.12.2020

Draußen wütet die Pandemie, rafft immer mehr Menschen dahin, ein neuer harter Lockdown steht uns bevor, und ich sitze in meinem stillen Kämmerlein, lese und schreibe und halte meine Kontakte auf gewohnt niedrigem Niveau, sprich, bin also weiter kontaktarm, gebe mich kontaktscheu. Corona haut uns die Frage regelrecht um die Ohren: was brauche ich wirklich für ein glückliches, ausgefülltes Leben? Die anderen sind die Hölle, hat Satre behauptet, wenige andere der Himmel, behaupte ich. Und mein Himmel ist auch voller Bücher, (LESE)STOFF bis ich 'stoned' bin...überhaupt die Welt des Geistes kann man nicht hoch genug einschätzen, völlig coronaresistent! "KLAR DENKEN - VERNUNFT VERSCHENKEN!" Ich bin so frei, nehme mir die Freiheit der Gedanken heraus, denke, was ich will, sage und schreibe, was mir gerade so in den Schädel kommt. Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter hat recht: man kann mit so Wenigem so unglaublich glücklich sein. Und dieses Wenige kostet auch nicht viel. "Lock dich auch ab", sprich mach Dich frei von äußeren Zwängen, so bist gut gerüstet für den neuen harten Lockdown. LOCK-UP! WAKE UP!

 

Montag, den 23.11.2020

Ich bereise zur Zeit Israel, genauer die Wüste von Judäa, begleite Udi und Na'ama auf einem Kurzurlaub. Die beiden sind Mann und Frau (Zeruya Shalevs) und streiten sich oft, wie Mann und Frau halt sind...Feuer und Wasser....Gut dass Na'ama so gut erzählen und schreiben kann, da ist es mir überhaupt nicht peinlich, in diese Beziehungskiste hineingezogen zu werden. Lesereisen sind absolut coronatauglich und nicht ansteckend, körperlich, geistig wohl. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das mit den beiden gut ausgeht. Udi ist ein eifersüchtiger Spinner in meinen Augen, Na'ama liebt ihn viel zu sehr, hat er überhaupt nicht verdient, sie schluckt viel zu viel runter, das stösst irgendwann bitter auf. Na'ama ist meine aktuelle Romanheldin. Meine erste Israelreise (sieht man von Kishons Satiren ab) ist noch lange nicht zu Ende, zwei Drittel liegen noch vor mir. Bin sehr gespannt und genieße meine Lesereise. Ich stelle mir gerade vor, wie die ganze Leseschar auf Lesereise ist und wie es in den Köpfen aller Leser dieser Welt nur so wimmelt vor Geschichten und Bildern, gerade jetzt in diesem Augenblick. Millionen und Abermillionen sind kopfkinomäßig unterwegs und lernen neue Leute und neue Orte und neue Länder kennen. Ja, Literatur ist schon ein großes Wunder! Wundern wir uns einfach immer weiter!

 

Freitag, den 06.11.2020

Die Demokraten in Amerika scheinen auf dem Weg zum Sieg zu sein. Jeder Wahlzettel muss zählen, denn die demokratische Macht geht vom Volke aus. Der Wille des Volkes geschehe!  In Amerika ist ZÄHLTAG, AUSZÄHLTAGE, die Briefwahlstimmen werden noch ausgezählt. Das ist wie ein Ringrichter beim Boxen, TRUMP liegt auf dem Boden, wird an- und hoffentlich bald ausgezählt. 

Dass es wieder so knapp zugeht in den USA zeigt, wie gespalten das Land ist und wie sehr wir DEMOKRATEN und FREIHEITSLIEBENDE und MENSCHENRECHTLER und UMWELT- und KLIMASCHÜTZER  in Zukunft zusammenrücken und lauthals aber ohne Agressionen den gesunden Menschenverstand und die Vernunft und das Mitgefühl und die Toleranz anderen gegenüber einfordern müssen. Wir müssen täglich aufs Neue klaren Kopf beweisen, klare Kanten zeigen. Die Lügenbarone und Gewaltherrscher und Menschenverachter dieser Welt werden am Ende das sein, was sie sind: nämlich die DUMMEN. Dumme DUMPFBACKEN, die Dummheiten machen und durch und durch verlogen sind. TRUMP ist, oder darf ich endlich sagen, war eine große Dummheit für sein Land, für die Welt. Wenn ich JOE BIDEN wäre, würde ich ihm diese Abschießsworte mit auf den Weg geben, wohin auch immer: SHUT UP. MR. EX-PRESIDENT OF THE USA. STOPP TALKING!. GO AWAY. FAR AWAY. AND NEVER COME BACK!!!!

 

Montag, den 26.10.2020

In unmittelbarer Nachbarschaft (Frankreich) wird der Lehrer Samuel von geistesgestörten Islamisten enthauptet. Mir läuft allein bei dem Gedanken daran eine Gänsehaut den Rücken herunter...wie kann man nur derartig fehlgesteuert und hasserfüllt sein. Begreift doch endlich: GOTT IST TOT! ER HAT NIE WIRKLICH GELEBT. GOTT IST EIN HIRNGESPINST VON UNS MENSCHEN. Lasst Euch doch nicht für dumm verkaufen von all den Predigern und Hasspropheten. Strengt Euren eigenen Grips an, Religion ist etwas für Feiglinge, für Mitläufer und Nachbeter, werdet Eure eigenen Vorbeter. Habt Mut, Euch eures eigenen Verstandes zu bedienen. Werdet doch endlich vernünftig...Konzentriert Euch auf das Diesseits, werdet Mensch! Mensch Mensch!!!! Menschenskinder!!!

 

Donnertag, den 15.10.2020

Wir haben einen Einbruch erlitten, und zwar in unserer Garage. Da hat sich doch tatsächlich jemand an meinem Ebike vergriffen samt Akku und Ladegrät. Kann ich nicht nachvollziehen, wie man sich an so einem relativ alten, unmodernen Ebike vergreifen kann. Was schmerzt, ist der Akku, der war bärenstark und recht neu und teuer. Gut, dass wir die Garagentür hinten auf der Veranda nicht abgeschlossen hatten, so gibt es wenigstens keine Einbruchspuren sprich Zerstörung von Tür und Schlössern. Machte die Gelegenheit den Dieb? Oder organisierte Kriminalität aus dem Osten? Ich tippe ja darauf, dass

es ein Pole war...vielleicht einer von den Saisonarbeitern auf den Feldern der Deutschen Saatgut bei uns im Geseker Feld, der seiner Frau ein schönes Ebike unter den Weihnachtsbaum legen will. Zurück, kann nicht sein, das sind alles Rumänen...Vielleicht war es ein Abgesandter von Putin, der sich ein Ebike klauen sollte, mit dem er einen Giftanriff ausführen sollte. Vielleicht war es auch ein stinknormaler, deutscher Gelegenheitsdieb, der intensiv auf Ebay Handel treibt. Ich treibe meine Spekulationen jetzt nicht weiter auf die Spitze, nützt ja doch nichts. Einmal schütteln, aufrichten und weiter geht's, das schöne Leben, was sonst?!!!!

 

Sonntag, den 04.10.2020

Astrid Lindgrens Michel aus Lönneberga hat nur Unfug im Kopf, er hat auf jeden Fall einen eigenen, unsere "Micheline" (Lotta) aus Schröttinghausen sieht ihm mit ihren blonden Locken und den blauen Augen sehr ähnlich, und sie macht auch gern das, was SIE will. Ich finde das köstlich, nur die Eltern haben da mehr Stress mit. Großvater sein ist herrlich, weil ich dann nur zeitweise Verantwortung trage, stundenweise. Diese Verantwortung ist für mich keine Last, nur Genuss! Lotta liebt Bücher, jedesmal wenn wir kommen, schauen wir uns Kinderbücher an, sie sitzt auf meinem Schoß, ich lese ihr vor, viele Geschichten von Bobo, dem Siebenschläfer.  Sie holt sich ein Buch aus dem Kinderbücherregal und bringt es mit aufs Sofa. Sie wird nächste Woche zwei Jahre alt. Sie versteht fast schon jedes Wort, kennt schon so viele Wörter. Ist das ein Großvatergen? Auf jeden Fall haben wir alle schon jetzt Spaß an Büchern und an Geschichten, auch an denen, die Lotta im wirklichen Leben für uns schreibt. Es geht doch nichts über gute (Großvater) Gene....

 

Mittwoch, den 23.09.2020

Schreiben ist Arbeit. Schwerstarbeit. Phantsieren wie im Rausch, Abtauchen in tief verborgene Vorstellungsbereiche, jenseitig, fern ab vom Hier und Jetzt, für Stunden, die einem wie Tage, Monate vorkommen und trotzdem auch neue Zeit geben. Hinzuzeiten sind das, Parallelwelten, in denen ich gern herum paddele. Paddelteiche des Vorstellungsvermögens. Manchmal muss ich hart pressen, schwitze Blut und Galle aus, dann wieder flutscht es, als wäre ich ein Vielgebärender. Und wenn ich dann auftauche, fühle ich mich bärenstark, wie einer, der was geschafft hat, neu erschaffen, dem Papier bzw. der Festplatte neues Leben eingeritzt, meiner mit der Muttermilch eingesaugten Sterblichkeit ans Bein gepinkelt....

 

Mittwoch, den 09.09.2020

Wer mich hier öfter und/oder regelmäßig besucht, wird es sofort bemerken: ich habe das Hintergrundbild meines Internetauftritts angepasst. Meinen Tatort Paderborn habe ich nun mit meinen Regiokrimis lange genug "besungen". Ich will mich anderen, neuen Schreibprojekten widmen. Als Kreativator und Ideenschmied will ich schreibend neue Pfade erkunden. Bin selbst neugierig, wohin sie führen. Der Greis ist nach wie vor heiß aufs Schreiben, aufs Lesen, auf Bücher, auf Geschichten, die das Leben und ich und andere schreiben, auf Wortspielereien und Satzjonglagen, auf schöne Ideen und schöne Gedanken und auf schöne Bilder, auf ein schönes, ausgefülltes, freies Leben voller inspirierender, liebender, friedlich gesinnter Menschen.

Ach, wenn doch alles so einfach wäre...

 

Sonntag, den 30.08.2020

Der ALLTAG hat mich wieder, und doch erlebe ich Dinge, die erlebt man auch nicht alle Tage. Oft beschreibe ich meine Homepage vom Laptop aus, und die zwölf Punkt Schriftgröße reichen einfach nicht mehr aus, um entspannt schreiben und lesen zu können. Ich will es nicht lesen, aber man wird einfach alt, ob man will oder nicht, mit Karlsson vom Dach vielleicht langsamer, mit unserem einfachen Lottchen, das wir mindestens doppelt lieb haben, noch langsamer. Es wird bald zwei, und Lottchens Sprachgewalt ist schon beeindruckend. Sie betont gern die letzte Silbe ihrer Wörter und ersten Satzfragmente: Eis-DIELE, KlatschMOHN, Hause-Gehn-POOL...Opa-KletTERN...Oma-AuAA...Und dann wimmelt es in ihren Wimmelbüchern nur so von Wörtern, an denen ich mich nicht satt hören kann, wenn unser Lottchen sie ausspricht. Ich hoffe, dass wir alle nie aufhören, hungrig nach schönen Wörtern zu sein...

 

Donnerstag, den 20. August 2020

Lese gerade "Karlsson vom Dach", Astrid Lindgrens Geschichte von dem schönen, grundgescheiten und gerade richtig dicken Mann in seinen besten Jahren. Und lerne: einen wirklichen großen Geist stört absolut nichts...Ich muss noch viel an mir arbeiten, um ein großer Geist zu werden wie Karlsson und sein Freund Lillebror Svantesson aus dem Stockholmer Vasaviertel. Ich entdecke gerade wieder das Kind in mir, tut echt gut. Versucht das doch auch mal. Vielleicht bin ich auch nie richtig erwachsen geworden...Muss man das? Es lässt sich wohl nicht vermeiden...Lasst uns alle ein bißchen wenigstens Kindsköpfe sein!

 

Dienstag, den 18. August 2020

Mein Inselleben lässt neue Schreibideen sprießen. Ich habe ein neues Schreibprojekt begonnen. Einfallsreichtum und Vorstellungsvermögen kann man mir nicht absprechen. Urlaubszeit ist Schreibzeit für mich. Da werde ich sehr produktiv. Ist es die kühle Meeresbrise, die meine Hirnzellen beflügeln? Die unendliche Weite des Meeres? Die Naturstrände? Der Bewegungsdrang? Die Sonnenuntergänge über dem Meer? Die Liebste an meiner Seite? Unser Hund? Die Lieben daheim und in meinem Herzen? Die freie Zeit abseits des Alltags? Wahrscheinlich ist es der Mix aus allem, was mein schönes Leben ausmacht. Danke Leben! Danke, dass ich so intensiv leben und lieben darf. Danke, dass meiner Seele immer wieder neue Flügel wachsen.

 

Dienstag, den 11. August 2020

Eine Hitzewelle schwabt über uns hinweg, wenn nicht jetzt im Hochsommer, wann dann? Überall in den Nachbargärten hört man es platschen, Kinder planschen und schreien, die älteren klatschen sich ins kühle Nass, klatschnass hohlen sie sich die Wasserklatsche ab. Wir haben keinen Pool, ich kühle mich von innen nach außen ab, mit Astrid Lindgren, sie hat so eine ruhige, einfühlsame, einfache Denke und Schreibe voller Poesie, wie eine kühlende Brise wehen ihre Worte durch meine Synapsen, ein geistiger Ventilator auf niedrigster Stufe pustet mir durch den Kopf. Auf coole Lesezeiten...

 

Sonntag, den 26. Juli 2020

Es regnet Bindfäden, Regenradar sagt Dauerregen voraus, ich sitze mit meinem Laptop und Wlan auf der überdachten Terrasse und höre und sehe dem Regen zu, genau das richtige Wetter zum Schreiben und Lesen. Bei dem Wetter schicke ich nichtmals meinen Hund mit mir raus, seine Geschäfte wird er im Garten erledigen müssen und ich meine vor dem Bildschirm. Regen, Regen, Regen, mindestens dreimal so viel wie normal, hätte Szuzsa Bánk das ausgedrückt, es wird schon wieder heller werden, Futur 1, wird werden, die Schreibe in den Büchern, die ich gerade lese, färbt auch immer sofort auf meine eigene ab, setzt sich in meinen Hirnrinden fest, sekundenkleberschnell, wortundsprachbreiig, wie ein Wortsee, in den ich gern eintauche, eine Zeitlang herumschwimme und versuche, mich wieder freizuschwimmen. Alles Gelesene und Sprachgehörte nistet sich wahrscheinlich in den kleinesten, hintersten Hirnwindungen des Sprachzentrums ein und will mitreden, mitdenken, mitschreiben. Deshalb bleibt es dabei: es kommt auf jedes einzelne Wort an. Ich halte Wörter weiter hoch, wälze wortgewaltige Wörtergebirge vor mir her als seien es Endmoränen, die unverrückbar in mir hängen bleiben. Lesen, lesen, lesen! Dreimal Lesen, es lebe hoch! Genau, und bleibt gesund! (lesefähig).

 

Donnerstag, den 16. Juli 2020

Lasse jeden Morgen Worte aufs Papier fließen (Tagebuch), Tinte mit Kugel macht Gedanken sichtbar, haltbar weil nachlesbar. Ich gebe es mir gern schriftlich, handschriftlich, es kommt doch auf jedes Wort an. Ich nehme mich beim Wort, wortwörtlich manchmal, aber auch spielerisch und wortschöpferisch, quer vom Kopf über die Hand aufs Papyrus, setze dem Digitalwahn meine Handschrift entgegen, Papier contra Leiterplatten. Im Reich der Worte fühle ich mich wohl, reich an Worten, wortreich, ein Wort ergibt das andere, ich fühle mich als Schöpfer von Worten aus dem Wörterreich. Gönnt mir das Wort, das geschriebene. Danke und bleibt gesund!

 

Sonntag, den 05. Juli2020

Ein Nachbar ein paar Straßen weiter spricht mich auf einer Gassirunde an, Herr Pache, kann ich mir Ihren neuen Krimi  bei Ihnen zuhause abholen die nächsten Tage? Bei solchen Fragen bin ich ganz spontan. Bewegen Sie sich nicht von der Stelle, befehle ich, ich hole Ihnen sofort meinen BLUTRAUSCH. Ist ja praktisch nur um die Ecke, bevor er sich das anders überlegt, nagele ich ihn auf seine Kaufabsicht fest. Fünf Minuten später hält er meinen BLUTRAUSCH noch in Folie verschweisst also nagelneu in den Händen, und ich den Zehner dafür. Ich hoffe, er liest ihn auch, er oder seine Frau oder vielleicht andere Nachbarn bei der nächsten Nachbarschaftsfete. Schließlich geht es in meinem Krimi ja auch  um sie, die Nachbarn. Egal, verkauft ist verkauft. Bis zur Million ist es aber noch ein weiter Weg, aber Nachbarn gibt es noch reichlich, die den BLUTRAUSCH wenigstens kaufen könnten...Lesen muss ja nicht sein...Es bleibt spannend und bleibt mir gesund und gewogen!

 

Sonntag, den 21.06.2020

Sommeranfang, auch die Sonnenstunden kommen zurück, tigere gleich wieder los mit unserer Dackelpinscherterrierhündin, begebe mich auf eine frühe Gassirunde, wir wollen beide ein bewegtes Leben...Mein BLUTRAUSCH schmiert mir weiter Honig ums "Autorenmaul", eine Leserin orderte zunächst meinen neuesten Krimi, dann alle meine bisherigen Bücher inklusive dem Spaßreimeband "Die Leiche auf dem Deiche" und bat um persönliche Widmungen. Das ist wie früher als Fußballprofi...Autogrammstunde bzw. -minuten...Die Spassreime gefielen der Leserin so gut, dass sie noch zwei Exemplare von "Der Leiche auf dem Deiche" nachbestellte, zum Verschenken, sie wollte anderen eine Freude damit machen. Mir macht diese Rezensionsgeschichte des "BLUTRAUSCHES"  Freude, es ist Balsam für eine Dichterseele....Ich dichte, also bin ich und ihr da draußen seid hoffentlich auch irgendwie mit irgendwas....Ach ja, und bleibt gesund! 

 

Mittwoch, den 10.06.2020

Ein Tennisvereinskollege hat meinen BLUTRAUSCH bestellt und gelesen. Er ist Lehrer bzw. war Lehrer, kein Germanist, er kam mir trotzdem mit Satzbau und mal waren ihm die Sätze zu kurz, mal zu lang. Ich sag im Jux, komm mir nicht mit Satzbau, mein Schreibstil gehört mir, den lasse ich mir nicht nehmen...ja, aber die Literaturwissenschaft...ich bin kein Literaturwissenschafler, ich bin ein Kreativschreiber, und überhaupt, was gut ist, entscheidet doch der Leser...und wenn ich berücksichtige, dass er meinen neuen Krimi innerhalb eines Tages gelesen haben muss, (Übergabe des Buches bis zur ersten Kritik) kann der Herr Lehrer im Ruhestand sich dabei bestimmt nicht gelangweilt haben. Nur mit dem Mörder, das hat er auch nicht so richtig geschnallt, lauthalts rief er quer über die Tennisplätze: der Baron sei der Mörder gewesen...ich sag, mein lieber Tenniskollege, der Herr Baron war der bitterböse Strippenzieher im Hintergrund, aber die Hände schmutzig hat sich jemand anders gemacht. 

So wie ich reden würde, sei der Satzbau aber auch nicht korrekt, genau, sag ich, weil ich eben so reden will. Und jetzt Schluß damit...Gefreut habe ich mich trotzdem über dieses intensive Feedback....Vielleicht wirft Dennis Scheck (der berühmte Literaturkritiker in unserem Lande) meinen BLUTRAUSCH auch irgendwannmal vom Fließband in die Tonne...

 

Sonntag, den 24.05.2020

Habe gestern eine neue kleine Auflage vom "BLUTRAUSCH" aus der Druckerei erhalten. Kann wieder Bestellungen bedienen, ausliefern. Der Buchhandel in der Umgebung hat auch reagiert und bestellt. Lokale Medienberichterstattungen haben sofort eine erhöhte Nachfrage zur Folge. Darüber freue ich mich sehr. Noch mehr freut mich das Lob meiner Lektorin (Gattin), dass der "BLUTRAUSCH" mein bisher bester Krimi sei. Das geht mir wirklich runter wie Öl, weil sie weiß, wovon sie redet, eine Fachfrau, absolute Choryphäe, was Sprachen und Literatur angeht. Sie hat mich entflammt, auch für Bücher und das Schreiben. Vor ihr will ich bestehen, vor ihr habe ich bestanden. Versetzung erfolgt, es kann weitergehen, wahrscheinlich mit viel Gereimten. Ich will nicht aufhören, mir was zusammenzureimen. Tausenden da draußen geht es wohl genauso, ich bleib im Club der armen Poeten. Bleibt ihr gesund!

 

Sonntag, den 17.05.2020

Ich finde es immer wieder beglückend und wie ein kleines Wunder, wenn Bücher mich finden sozusagen und beginnen, zu mir zu sprechen. Ein kleiner Köder auf dem Klappentext, das richtige Wort, der vielversprechende Satz, reicht aus, um es aufzuschlagen und die ersten Seiten zu lesen. John Dunnings "Geheimnis des Buchhändlers" ist eher das Versprechen eines Antiquars gegenüber einer älteren, sterbenden Bücherratte, der Lebensgeschichte eines Buches auf den Grund zu gehen. Von Seite zu Seite niste ich mich in diesen Roman ein, habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt in einem Buch. Danke, dass ich lesen kann, lesen darf, mir Bücher gönnen kann. Ich verstehe nicht, dass man ohne die Welt der Bücher durchs Leben kommen kann. Mögen noch reichlich Bücher zu mir finden, sie laufen offene Türen bei mir ein. Auf allseits gute Lesezeiten!

 

Donnerstag, den 30.04.2020

Bin gerade dabei, die Werbetrommel für meinen neuen Krimi zu rühren...Pressetext und Pressefoto an die lokalen Zeitungen, habe unser Sälzer-TV informiert, Flyer gestaltet, dann drucken und verteilen, Werbeschreiben an die Buchhandlungen in der Nähe rausgeschickt, die digitalen Medien "besungen", ich will ja meinen BLUTRAUSCH unter das Lesevolk mischen. Plane Videolesungen, LIVE-Lesungen sind ja noch nicht erlaubt. Sobald kleinere Events wieder frei gegeben werden, will ich dabei sein. Ihr merkt, selbst ist der Autor, Verlage drucken sowieso nur noch, womit sie sicheres Geld verdienen können. Verständlich! Muss erst noch prominent werden, will ich eigentlich nicht. Gelesen und gekauft werden schon. Habe da ehrgeizige Ziele in nächster Zeit. Alles bleibt spannend, so soll es sein...

 

Donnerstag, den 23.04.2020

Heute  Nacht habe ich einen Igel mit meinem Rad auf dem Bürgersteig überholt. Macht man ja auch nicht alle Tage. Er tippelte an der Mauer neben mir unten entlang, ich wünschte ihm einen guten Tag, als ich ihn rechts (liegen) laufen ließ.  Er wiederum ließ sich aber nichts anmerken, er verfolgte strammen Schrittes nur ein Ziel: weg von dieser störenden Lichtgestalt (Fahrrad- und Helmstirnleuchte). Ich sann darüber nach, was ein Igel wohl unter einem schönen Tag verstand, Bauch vollschlagen und im Halbschatten rumliegen? Auf die Gattin warten? Junge versorgen und schützen? Schlafen!? Auf jeden Fall habe ich etwas mit einem Igel gemein: wir sind beide nachtaktive Wesen...Und für uns gehört ein Nickerchen zu den schönen Dingen am Tag....

 

 

Donnerstag, den 16.04.2020

Ich habe kürzlich "Kassandra" von Christa Wolf gelesen, eins schreib ich Euch, in dieser klassischen Erzählung aus dem alten Griechenland da rauscht das Blut auch nur so durch, die heldenhaften Männer um die dickköpfige, eigensinnige Feministin Kassandra metzeln und morden sich durchs Leben, Junge, Junge, da sag noch einer, meine Krimis seien zu brutal und zu böse...Im Versmaß galoppierender Jamben rattert Christa Wolf aus der Ich-Erzählperspektive der Priesterin und Seherin Kassandra durch die Antike wie ein trojanisches Pferd. Es werden Söhne, Töchter und Frauen geopfert, um Götter gnädig zu stimmen für ehrenwerte Erfolge auf dem Schlachtfeld. Intrigen steuern die Machtapparate. Kassandra, die Seherin sieht zwar, muss aber letztendlich feststellen, dass sie besonders als Frau keine Chance hat, der Herrschaft der Männer zu entkommen. Traurig, tragisch, aber wahr! Gut, dass sich die Zeiten in den zivilisierten Breitengraden doch spürbar geändert haben. Besonders in Krisenzeten wie diesen mit der Corona-Epidemie gilt: am Ende siegt immer die Wahrheit und die Vernunft. Bleiben wir gesund!

 

Mittwoch, den 01.04.2020

Kein Aprilscherz sondern knallharte literarische Realität geworden: Mein "BLUTRAUSCH" rauscht unter das Lesevolk. Darauf bin ich stolz und werde nun  kräftig die Werbetrommel trommeln. Drei Jahre hat es diesmal gedauert, gut Ding braucht halt Weile. Über zweihundert Seiten an spannendem Lesestoff sind es geworden, wahrscheinlich werde ich mit meinem BLUTRAUSCH wieder sehr kontrovers diskutiert werden, um es harmlos auszudrücken. Der eine oder andere Salzkottener wird mich wahrscheinlich wieder hassen für meine offene, freizügige und abgehobene Schreibe. Das ist aber genau das, was ich will: gelesen und diskutiert werden, macht mich ruhig nieder, ist besser als totgeschwiegen zu werden. Bin und bleibe neugierig jetzt auch auf die Rezensionsgeschichte meines Blutrausches. Werde Euch da draußen auf dem Lauenden halten. Bleibt gesund!

 

Sonntag, den 22. März 2020

Ich weiß nicht, ob es zu zynisch klingt, wenn man schreibt, daß das Coronavirenwimmeln Natur und Umwelt stark entlastet, gar ein Segen ist für das Klima auf unserem Planeten. Die Drecksschleudern unserer Welt (Kreuzfahrtschiffe, Containertanker, Flugzeuge und Autos) werden massiv ausgebremst, wahrscheinlich aber nur zwischengeparkt. Und ich finde, das ist auch gut für das Klima unter uns Erdianern! RESET! Alles auf Anfang! Wir Erdianer erden uns, bleiben für ein paar Tage...Wochen...Monate...Jahre zuhause!?!? Besinnung ja, aber ein Umdenken erwarte ich wohl eher nicht. Aber vielleicht findet man heraus, dass man so viel Wohlstand und Konsum gar nicht braucht, um sich wohl und glücklich zu fühlen. Was letztlich zählt, ist der Mensch mit seiner Menschlichkeit, das Menschliche in der menschlichen Gemeinschaft. Begreifen wir die Coronakrise an Chance, neue, schönere, hellere Pfade zu entdecken. Einige werden die Chance nutzen, die meisten wohl eher nicht. Aber alles wird gut, bestimmt! Muss ja!

 

Dienstag, den 17. März 2020

Es muss auch weiter ein halbwegs normales Bücherleben geben, Virenwimmeln hin oder her, bietet sich ja förmlich an, wenn man so ans Haus oder gar ans Bett gefesselt wird. Kopfkino ist angesagt, und auch Bücher brauche ich nicht zu hamstern, da habe ich immer was Spannendes auf Lager. Ich bin dann mal weg, auf Lesereise, ganz normal wie immer. Und der Hausarest wird auch noch kommen, macht ja auch Sinn. Frische Luft muss ich und mein Hund aber schnappen, sonst krieg ich Schnappatmung. Auf ein bewegtes Leben will ich auch in der Coronakrise nicht verzichten. Wir müssen jetzt alle ganz stark sein und durchhalten. Guter Lesestoff wird unsere Abwehrkräfte stärken...

 

Sonntag, den 1. März 2020

Die Wetterfrösche melden den Frühlingsbeginn an. Aufgrund der Coronaviren scheinen wir alle eher noch etwas verschnupft zu sein. Ich nicht, ich spüre in mir den Aufbruch zu neuen Taten, und Ufern sowieso, weil immer auf Lesereise und auch immer kreativ und positiv denkend unterwegs. So wie die Viren schwirre ich umher, will mit meiner Schreibe anstecken, mit meinem Einfallsreichtum und Vorstellungsvermögen verwandte Seelen infizieren, Lust auf Literatur machen, mich aber auch gern anstecken lassen. Bin zur Zeit wieder in Indien unterwegs, Arundhati Roy, die Göttin der kleinen Dinge, hat mich eingeladen ins Ministerium des äussersten Glücks. Da ist es schön und interessant und wieder sehr exotisch, da bleibe ich länger, denn die Geschichte, die ich erlebe, ist so lang, dass mir selbst das Taschenbuch so dick und so schwer beim Einschlafschmökern großen Einsatz abfordert und zum richtigen Kraftakt wird. Stemmen wir also weiter literarische Schwergewichte...

 

Montag, den 17.02.2020

Viele Tage quälte ich mich durch einen Roman (siehe meine Welt der Bücher), jetzt geht es mir wieder gut, mit Samuel Selvon und seinen "Taugenichtsen". Ich brauche einfach kreativen, literarisch ergiebigen, spannenden Lesestoff für meine innere, geistige Balance. Welch ein Unterschied: Ich kann ja nicht ohne einen Stift zum Markern lesen, besonders schöne Stellen oder Sätze und Wörter werden markiert auch zwecks Nachlese, aber auch um meiner Lesefreude Ausdruck zu verleihen. Es gibt von mir vergötterte Bücher, die könnte ich voll von vorn bis hinten unterstreichen, da muss ich mich dann zwischen gut und klasse entscheiden, um innerhalb des Schönen und Guten noch eine Gewichtung anzumarkern. Wenn ich das Gefühl habe, beim Lesen rein gar nichts unterstreichen zu müssen, dann bin ich in Rolf Lapperts Titelfalle getappt. "Auf den Inseln des Lichts" taugt nichts, dagegen sind die ersten 20 Seiten von Selvons "Taugenichtse" durchgemarkert, da warten wunderbare Lesestunden auf mich, ohne die geht es bei mir nicht! Ohne Textmarker natürlich auch nicht!

 

Mittwoch, den 29.01.2020

Es zeigt sich immer wieder, dass es im Alltag schwierig ist, einen Roman zu schreiben, ja sogar einen Roman eben nur zu Ende zu schreiben. Manchmal wünsche ich mir, von Berufs wegen ein Schreiber zu sein, aber ist nunmal nicht so. Ich bin ja schon glücklich, dass ich überhaupt ein Schreiberling sein darf. Schreiben als Überlebensbedürfnis geht immer, tagtäglich, Tagebuch, Tagesnotizen, Lesenotizen, Homepage, Facebook, WhattsApp...ich gebe mir und anderen möglichst viel schriftlich. Ich schreibe, also bin ich. Nur ein Latainer könnte das schöner ausdrücken, (Ecrire atta est vivre???!!!),  ich bin jedenfalls mit meinem Schreiblatain noch längst nicht zu Ende. Auf allseits gute Schreibzeiten...

 

Donnerstag, den 09.01.2020

Eins kann ich Euch schreiben: Schreiben ist harte Arbeit, also richtige Arbeit, keine Schreibarbeit, sprich, tippen oder formatieren, es ist ein stetes (mal zähes, mal flutschiges) Ringen um Inhalt und Form, über zwei Wochen habe ich jetzt am Stück täglich an meinem BLUTRAUSCH geschrieben. An manchen Tagen habe ich mich gar in einen wahren Schreibrausch geschrieben, da möchte man am liebsten gar nicht mehr aufhören. Irgendwann hört man dann doch auf, weil Kopf Flasche wie leer, und dann abspeichern nicht vergessen, und Sicherungskopien noch und nöcher und immer wieder, denn zum einen stolz wie Harry und Freude riesengroß, aber Angst auch riesengroß, weil nie und nimmer könnte ich von vorn anfangen, lesen und überarbeiten ja, gern, aber neuschreiben, die mentale Kraft könnte ich sicher nicht aufbringen. Manche Kapitel, Passagen schreiben sich wie von selbst, andere zäh wie Bonbonmasse. Ich fühle mich wie befreit von einer selbst auferlegten Last, weil der BLUTRAUSCH jetzt so gut wie im "Kasten" ist. Ein paar Handlungsfäden noch zu Ende spinnen, und zum Ende kommen. Und dann der Feinschliff, darauf freue ich mich am meisten. Der Druck ist raus aus dem Kessel der Schöpfungspflicht, die Kür beginnt, jetzt schöpfe ich voll aus dem Geschöpften...

 

Sonntag, den 22.12.2019 (ca. 10.00 Uhr)

Ich habe sozusagen ein neues Fass sprich eine neue Seite hier auf meiner Seite aufgemacht, auf der ich mich von meiner besten Seite zeigen möchte, nämlich als Geschichtenerzähler. Mir tun sich im Alltag so viele neue Seiten des Lebens auf, und mit meiner überbordenden Phantasie male ich mir und jetzt auch Euch da draußen diese neuen Seiten seitenlang dann noch kunstvoll aus. Viel Spaß beim Verschlingen der Seiten...

 

Sonntag, den 19.12.2019 (ca. 06.30 Uhr)

Ich habe es getan, zusammen mit meiner holden Gattin, in elementaren Geistesfragen sind wir uns einig: wir sind aus der katholischen Kirche ausgetreten, nach 60 Jahren Mitgliedschaft, und Jahrzehnte der Sponsorschaft, haben wir uns endlich aufgerafft, für schlappe 30,- EUR auf dem Amtsgericht zu Paderborn unsere freie Willensäußerung förmlich zu bekunden. Gefühlt waren wir eigentlich nie richtig drin in der katholischen Kirche, in Kirchen schon, imposante historische Gemäuer, die ihren erbaulichen Wert auch für uns haben. Daran soll sich auch nichts ändern. Aber Kirchen und/oder Moscheen haben für mich mit Glauben und Göttlichkeit nichts zu tun, sie sind menschengemacht auf sehr unwürdige Weise, um Menschen, das Volk, gefügig zu halten, als Füllmaterial für eine vermeintlich geistig-moralische Elite, die in Saus und Braus und großer Unmoral leben. Wahre Christen (Menschenfreunde) leben niemals im Luxus oder ohne Mitgefühl und Demut. Ich bin stolz auf mich, dass ich endlich diesen Schritt gegangen bin. Er war für uns überfällig, auch wenn es nur eine Formalität war. Innen und Außen sollten nach Möglichkeit deckungsgleich gehalten werden. Dann ist der Mensch glücklich und in Waage, austangiert! Ich wünsche uns allen, dass wir uns nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Standfestigkeit, ja die wünsche ich uns. 

 

Montag, den 09.12.2019

Advent, Advent, das 2. Lichtlein brennt...bei unserem Nachbarn brennen wieder (gefühlt) tausende davon, die Sicherungen aber noch nicht durch, weil alle LEDs und sparsam in Verbrauch und Stromstärke sind. Sterne von Bethlehem zieren die Hauswand, als wenn dort demnächst ein neuer kleiner König geboren wird. Ich liebe diese vorweihnachtichen Erleuchtungen, die Botschaft, die darin steckt, nämlich das Menschliche in uns Menschen zu feiern. Ich bin beileibe kein Feiermeister, aber für diese Art der Weihnachtsparty kann ich mich begeistern. Möge uns der Stern stets den richtigen Weg zeigen.

 

Donnerstag, den 28.11.2019

Im Moment ist draußen in meinem Leben wieder jede Menge los, es gibt viel zu tun, gern packe ich es an. So ist es gut, so will ich es haben bei aller Liebe zur Fiktion, zum geschriebenen Wort, zur Welt des Geistigen. Leben Live geht über alles, deshalb seid mir nicht böse, wenn ich mich mal längere Zeit hier nicht zu Wort und Bild melde, keine neuen Beiträge verfasse. Es bleibt reichlich Lesestoff zum Stöbern, es wird ja nichts gelöscht von meinem bisherigen "Lebenswerk", die Homepage ist schon gebucht und bezahlt bis weit über meinen irgendwann zu erwartenden Tod hinaus. Ich freue mich über jeden, der mich hier besuchen kommt und nach mir fragt, sich für mich und meine Schreibe interessiert. Ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Reise durchs Leben jetzt erst so richtig beginnt. Meine Reiselust ist riesig, ich hoffe, Eure da draußen auch. 

 

Sonntag, den 17.11.2019

Nachtfröste saugen mir als immer noch überzeugter und hochmotivierter Nachtjobber Energien ab, die ich doch tagsüber so gern zum Schreiben und Lesen einsetzen will. Die Kälte lässt meine Liebe zur Schreibkunst nicht erkalten. Mein Schreib- und Lesefeuer brennt lichterloh, heizt mich an und immer wieder auf. Ich tauche ab und immer wieder auf, süchtig nach Leben, Liebe, Glück, Sinnhaftigkeit, eine Sucht, die nicht tötet, nicht zerstört, sie nährt, eine Nährmutter. Ich will auch ein Nährvater sein, also schreibe ich zu jeder sich bietenden Gelegenheit. Ich kann jedem nur wünschen, auch sein Glück in der Literatur zu finden. Oder in einer anderen Kunst. Jeder ist ein Künstler. Vergesst das nie! Künstlern wir uns weiter durchs Leben.

 

 

Samstag, den 02.11.2019 (Allerseelen)

Auch ich besuche Seelenverwandte, die bereits untererdig liegen und hoffentlich Ruhe und ein reiches Seelenleben haben. In der angebrochenen dunklen Jahreszeit erstrahlen die Seelenruhestätten mit roten LED-Lichtern, die halten lichtmäßig den Winter durch, wind- und wetterresistent! Diese Fragen begleiten uns ja ein Leben lang: wo komme ich her, wo gehe ich hin? Wo ich her komme, glaube ich zu wissen, zu verstehen, wo ich noch hin will, kann ich mir auch sehr lebhaft vorstellen, aber wo ich mal lande, wenn alles vorbei ist, kann ich nur vermuten, bestenfalls glauben. Solange das WEB Saft hat, werde ich auf jeden Fall digital weiterleben, wie fast alle von uns: FACE TO FACE, BOOK IN BOOK. Von mir gibt es sogar einen WIKIPEDIA-Eintrag...Wer sich also über mich schlau machen will...Antworten gibt das Netz! Ob wir wollen oder nicht. Also rein ins digitale Vermächtnis, arbeiten wir fleißig an unserem Netzauftritt!

 

 

Dienstag, den 22.10.2019

Halb sitze, halb liege ich auf meinem Lese-Divan in unserer Lesestube, links über mir schwebt die Leselampe, rechts vor mir das Lesebeistelltischchen mit Buchstabentee und Russisch Brot in Buchstabenform. Lesend versinke ich im Lesestoff so wie mein Romanheld Paul Kück im Moor von Worspswede, in der Künstlerkoonie, hier malt fast jeder, weil das Licht am Himmel so besonders sein soll. Und dieses Licht wird gespeist vom Brodem des Moores, von der Nordseeluft und vom Atem des Binnenlandes. Da dachte ich mir, schau Dir doch mal den Himmel über Salzkotten-Upsprunge an, werfe also einen Blick aus dem Panoramafenster, und siehe da, ein kleines Wunder geschieht: Ein frischgemalter Regenbogen spannt sich über den Hinmmel zwischen den Dächern unserer Wohnsiedlung, kann sich durchaus sehen lassen, unser Himmel, dessen Licht gespeist wird aus dem Brodem der übergüllten Stinkefelder, aus dem Quellgebiet der Heder und den Kondensstreifen der startenden und landenden Flugzeuge des Airports Paderborn. Vielleicht mache ich hier irgendwann einmal auch eine Künstlerkolonie auf, der Regenbogen sieht jedenfalls richtig klasse aus. (Siehe Foto in der Alltagskolumne)

 

Dienstag, den 08.10.2019

Der Herbst ist echt schön...wenn es nicht gerade stürmt und regnet, so wie gestern, als die Sonne oft raus kam und es lange Strecken trocken blieb. Es riecht nach frisch umgeworfener Erde, nach gehächseltem Mais, die knapp über Boden geköpften Pflanzenreste werden untergepflückt, das Feld neu bestellt. Unser Dackelpinschermix "MOUSE" kriegt seine Schnütt gar nicht mehr hoch, so verlockend sind die Gerüche des Herbstes auch für den Hund. Der Winterraps steht gelb in Blüte, riecht belebend frisch, und die Armada der Sonnenblumenköpfe richtet sich meterhoch dem Licht entgegen. Ich komme jetzt mit prall gefüllten Jacken- und Hosentaschen von meinen Gassirunden in Feld und Flur zurück, Fallobst, da mache ich leckeren Apfelkompott von. Wie gesagt, der Herbst kann echt schön sein...

 

Mittwoch, den 25.09.2019

Mich hat diese Tage der Auftritt von Greta Thunberg auf dem Klimagipfel in den USA sehr bewegt und begeistert. Was das Mädchen ins Rollen gebracht hat mit der "FridayforFuture" Bewegung ist phänomenal. Alle hören ihr zu, zollen ihr Respekt, nur was macht dieser Tölpel und Ignorant von Trumpilein, er zeigt ihr die kühle Schulter, nichtmals ein Blick in ihre Richtung ist sie ihm wert, eingebildet ist er, egozentrisch und dumm wie Bohnenstroh, jedenfalls benimmt er sich öffentlich oft so. Dieser Störfaktor muss weg, aus seinem Amt gehievt werden, auf Nimmerwiedersehen! Er ist schon jetzt ein Supergau, ein Störfall hoch fünf, es gibt so viele Störfälle auf dieser Welt. Es ist manchmal zum Heulen. Ausheulen und weiter kämpfen. Anders geht es nicht!

 

Samstag, den 07.09.2019

Der Sommer scheint sich zu verabschieden für dieses Jahr...Temperatursturz, das Wetter strauchelt, ein Herstblues zieht auf. Aber so ein schöner Blues hat auch was...Man kann die Fleecedecken aus dem Schrank holen und sich mit ner großen Tasse Tee oder Kaffee in eine Leseecke verkrümeln, abtauchen in literarische Welten, von außen nach innen reisen, und dann sieht die Welt da draußen schon wieder viel heiterer aus. Ich freue mich auf Herstgassirunden mit unserem Dackelpinschermix Mouse, in Feld und Flur, noch steht der Mais überkopfhoch, die letzten überreifen Äpfel und Zwetschen holt der Wind von den Bäumen, die Äcker werden gepflügt, geeggt, in einer Arbeitsfahrt, die Trecker sind Kraftmonster, die ziehen Pflug und Egge gleichzeitig durch den Boden, es wird weiter  viel zu viel gedüngt mit Gülle und dann das Feld neu bestellt, es riecht nach Erde und vergorenem Obst, einige Stoppelfelder warten noch auf ihr Umgräbnis. Heute nacht hat es geregnet, stundenlang,auch das noch...Ich glaube, da müssen wir alle durch.

 

Dienstag, den 27.08.2019

Heute habe ich die letzte Asche des BÜcherwurms auf der Mülldeponie zu Geseke entsorgt, einen ganzen PKW-Anhänger voll, ich trauere jetzt noch ein bißchen aus, und dann soll es auch gut sein. Mein Leben mit Büchern und Lesen und Schreiben geht weiter. Ich lasse neue Ideen sprießen, träume von neuen Ufern, es gibt eine Menge vielversprechender Ansätze, ob diese ansässigen Versprechen Wirklichkeit werden, muss ich abwarten. Geduld, Geduld, Geduld. Aber nach wie vor gilt: was ich träumen kann, kann ich auch tun!

 

Dienstag, den 06.08.2019

Eines kann ich Euch sagen da draußen, es ist nicht so einfach, seinen 6. Kriminalroman zu schreiben, vor allen Dingen sozusagen aus einem ganz normalen Alltag heraus. Schreibzeiten müssen abgezweigt werden, und dann muss alles zusammenkommen: Zeit, Ideen, Schreiblust, Formulierungseifer...Soll nicht heißen, dass ich nicht vorankomme, im Gegenteil, mein neues Leben als Nachtjobber ist durchaus sehr inspirierend, ich wundere mich manchmal selbt, auf was für Ideen ich komme. Ich wundere mich aber auch, dass ich die ersten 5 Krimis schon im Kasten habe, wahrscheinlich weil ich wirklich was im Kasten habe, jedenfalls rechne ich mir mein literaisches Werk hoch an. Einen Schreiburlaub würde ich mir wünschen, mich 14 Tage auf einer Insel einbuddeln mit Laptop und Internetanschluss...Man muss ja träumen dürfen...Urlaub an sich ist ja auch schon toll, und ohne Schreiben geht sowieso nicht. Also: alles bleibt, wie es ist, weil es gut so ist, wie es ist. 

 

Dienstag, den 23.07.2019

Das Ergebnis meiner heutigen Zustelltour: die Sonne am wolkenlosen Himmel aufgehen gesehen vor der Silhouette der Tudorfer Dorfkirche...noch gesehen: einen Fuchs samt Schwanz vor meiner Kühlerhaube in den Graben verschwinden, zwei junge Dachse, tausend (gefühlt) Katzen, kleine Häschen, zwei Grünspechte mit roten Köpfen, und zum Morgen hin 14 (!) Störche und  ein Schwarm von Saatkrähen (wie von Hitchcock geschickt), die ein Feld besetzt hielten, das ein Bauer gerade frisch besamte bzw. mit seinem Trecker samt Säamaschine besäate oder sagt man bestellte.  Jedenfalls war eine Menge los in Feld und Flur rund um Salzkotten. Ich halte immer noch Ausschau nach dem ersten Wolf in unserer Region, Wolfgänge haben wir ja schon reichlich! Und den anderen Wolf, den Wolf Haas (siehe Spalte links), ziehe ich mir gereade zum zweten Mal rein, weil so ergiebig. Da werde ich noch was zu schreiben an anderer Stelle. Ach ja, fast hätte ich es vergessen, was ich sonst noch so gesehen habe auf Tour heute Nacht: jede Menge Schnapsnasen vom Salzkottener Schützenfest, im kleinen Dienstanzug, das Holzgewehr wie alles im Schlabberlook, gröhlend und torkelnd, bin ich besser aus dem Weg gefahren...Wer weiß, auf was für komische Ideen die im besoffenen Kopf kommen...Immer kühlen Kopf bewahren, nie nächste Hitzewelle rollt heran!

 

Samstag, den 13.07.2019

Ferienzeit gleich Reisezeit...wo die Nachbarn und Bekannten und Freunde überall hinreisen: Namibia...Indien...Mallorca...Gran Canaria...Frankreich...viele haben schulpflichtige, jugendliche Kinder, müssen die denn nicht demonstrieren in den Ferien, habe gehört, dass die "Fridays for Future" Demos auch außerhalb der Schulzeit stattfinden sollen. Man solle die Eltern besser überreden, auf Flugreisen zu verzichten...Ich weile zur Zeit in ZAMONIEN, dem Land der träumenden Bücher, in dem nun Kaptain Blaubär seine Abenteuer besteht. Walter Moers, der Autor und Erschaffer von ZAMONIEN, nimmt mich mit auf diese phantasievolle Reise, er illustriert seine Schreibe mit herrlichen Zeichnungen aus seiner märchenhaften literarischen Welt. Dort braucht Kaptain Blaubär auch keine Flugzeuge, um zu fliegen, er sattelt sich einfach bei dem Rettungsdinosaurier REX auf...Und ich versuche ihnen in meinem Kopf zu folgen...

 

Dienstag, den 02.07.2019

Zwei Monate bin ich nun als "Seniorplayer" der Filzkugel hinterher gerannt, Gottlob nicht verrannt in meinem sportlichen Ehrgeiz. Ich habe alles gewonnen, was ich gewinnen konnte. Siege im Sport fühlen sich immer noch phantastisch an, sowohl die gegen mich selbst und besonders jene gegen andere. Wir (meine Mannschaft und ich) sind jetzt aufgestiegen und erstklassig im Westfälischen Tennis in unserer Altersklasse, nicht zu verwechseln mit der Altenliga. Ich werde zwar älter, aber zum alten Eisen gehörig fühle ich mich noch lange nicht. Deshalb erschien meine letzte Lektüre "Älter werden" mindestens um zehn Jahre zu früh an meinem Lesehorizont, an anderer Stelle vielleicht bald noch mehr dazu. Jedenfalls wollte ich Euch hier schreiben, dass ich jetzt wieder mehr Zeit und Energie habe zum Schreiben und beabsichtige, meinem "BLUTRAUSCH" weiter zu frönen. Ich will meinen neuen Krimi nun zu einem Ende bringen, und zwar zu einem blutigen...Auf allseits spannende Schreib- und Lesezeiten!

 

Freitag, den 21.06.2019

Ich erkläre hiermit mein Literaturprojekt des "BÜCHERWURMS" für beendet. Brandanschlaggezwungermaßen! Ein Ende war vorherzusehen, dieses wohl eher nicht. Fünf Jahre habe ich Bücher eingesammelt und sie kostenlos unter das Lesevolk gebracht. Grob überschlagen habe ich pro Woche bestimmt um die 200 Bücher nachgeladen, macht im Jahr ca. 10000 Bücher, 50000 in den letzten 5 Jahen. Das soll mir erstmal einer nachmachen. Ich werde mich weiterhin für Bücher stark machen und mich auch von ihnen stark machen lassen. Mein Bücherleben geht weiter...

 

Freitag, den 14.06.2019

An alle Promis auf der Welt, egal ob 1A, 2B, 2CB, H2O, CO2, tut mir alle einen großen Gefallen: Hört bitte auf Bücher zu schreiben! Muss das denn auch noch sein in Eurem ohnehin schon so berühmten Leben als Sportstar, Filmsternchen oder Schlagersängersuperstar, den Deutschland gerade gesucht hatte? In allen Talkshows und Magazinen im Fernseh rauf und runter, sitzen sie und präsentieren ihre neuen Bücher mit den autobiografischen Ergüssen oder sensationellen Kochrezepten, von denen sie glauben, die Welt, also uns, damit überschütten zu müssen. Ich finde das einfach nur noch peinlich und schäme mich für sie fast zu Tode. Ich bin ein Fremdschämer oder doch einfach nur neidisch auf diesen Promisonderstatus in der Welt der Neuerscheinungen. Gott sei Dank schreibe ich, weil ich Spaß am Schreiben habe und nicht von meinen Büchern leben muss!Sonst müsste ich ja diesen ganzen PR-Zirkus mitmachen....

 

Donnerstag, den 06.06.2019

Ich war ja schon immer ein Träumer, getanzt habe ich in meinen Träumen aber noch nie. Ich habe das Gefühl, dass ich in letzter Zeit häufiger träume, hängt das mit meinem Alter zusammen? Ich träume und träume, wirres Zeugs, ein chaotisches Gemisch aus den Erlebnissen meines wirklichen Lebens, was mir dabei jetzt so deutlich wird, ist die Intensität der Träume, ich werde in meinen Träumen das Gefühl nicht los, dass sie so real sind. Erst nach dem Erwachen wird mir bewusst, dass ich "nur" geträumt habe. Und jetzt kommt's: haltet Euch fest, vielleicht ist das DIE Antwort auf die Frage nach dem ewigen Leben: In dem Moment, wenn der Körper eines Tages das Licht ausknipst, segeln wir hinüber in das ewige Traumland, weil das Gehirn noch eine Zeitlang weiter auf Sendung bleibt, auch wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen. Und dann leben wir in unserem Traumland das ewige Leben, ohne zu merken, dass wir nur träumen. Genial, woll! Ich habe es endlich begriffen, der körperliche Tod kann mir nichts mehr wegnehmen von all den schönen und wichtigen Dingen in meinem Leben, und auch nicht die Menschen, die ich liebe und geliebt habe. Sie reisen alle mit mir und meiner Seele ins Traumland hinüber auf ewige Zeiten. Von diesem Glauben werde ich ab heute nicht mehr abfallen....Träumt auch alle schön weiter!!!! 

 

Donnerstag, den 23.05.2019

Der Fuchs hat nicht die Gans gestohlen, es war eindeutig ein Kaninchen oder ein junger Hase, und ich habe auch nicht gerufen: "Gib es wieder her...", hätte er sowieso nicht gemacht, so blutverschmiert und blutrünstig wie der aussah. Jedenfalls bin ich voll in die Eisen gestiegen, konnte so gerade noch und in letzter Sekunde einen Wildschaden an meinem Auto verhindern. Wer hat schon gern einen Schaden. Der Fuchs suchte schnell das Weite, ich sah seinen legendären (Fuchs)Schwanz in die Dunkelheit der Nacht raus aus dem Scheinwerferkegel entweichen. Als Zusteller ist mir die Wildnis sehr nah auf die Pelle gerückt, und die ist blutig und brutal. Fressen oder gefressen werden. Ich bin gespannt darauf, wann mir hier  in Sälzer Feld und Flur der erste Wolf über den Weg läuft....

 

Freitag, den 10.05.2019

Ich habe heute am sehr frühen Morgen in der späten Nacht ein Bild für die Götter abgegeben. Ein Okapi (siehe meine Bücherwelt) hätte sich nicht steifer und dümmer anstellen können. Mein hoffnungslos überladenes Zustellrad hat mich aus dem Gleichgewicht gebracht, es hat mich über den Lenker in den Vorgarten eines Zeitungsabonnenten geworfen. Und das beim Versuch, wieder loszufahren!! War das peinlich! Eine Schmach für jemanden wie mich, der glaubt, ein Ball- und Bewegungskünstler zu sein. Man sollte auch nicht so verträumt und unkonzentriert durch die Nacht rauschen, wie ich es manchmal tue. Solange man aber wieder aus eigener Kraft auf die Beine kommt, ist alles gut. Und gesehen hat mich ja auch keiner, dieses Bild für die Götter gebe ich heute nachmittag in einer Kirche vor Ort ab, weil ich den Papst immer in der Tasche habe...Immer Augen auf und durch!

 

Freitag, den 03.05.2019

Ich gehe bzw. fahre ja mit offenen Augen durchs Leben und was sehe ich da? Zum Beispiel drei Seniorinnen, die sich einen Rollator teilen. Ich lasse sie vor mir an einem Kreisverkehr die Straße passieren, eine mit zwei Händen in der Mitte, die anderen beiden halten sich jeweils außen mit einer Hand am Rollator fest, wie wir uns früher am Kinderwagen der Mutter festhalten mussten. Ich staune und frage mich ernsthaft: sind das schon die Auswirkungen der Altersarmut, dass sich drei Senorinnen einen Rollator teilen müssen, oder sind es einfach nur drei ältere Freundinnen, die einen Stadtspaziergang machen? Unglücklich sahen sie jedenfalls nicht aus...

Und noch was habe ich mit eigenen Augen auch aus dem Auto heraus gesehen: jemand hat in der Nähe von Kaunitz/Kreis Gütersloh mit einem Hochdruckreiniger Jesus am Kreuz abgespritzt. Jesus Maria, habe ich gedacht, muss das denn sein? Hat er nicht schon genug gelitten? Kann man so eine Jesuskreusreinigung nicht mit mehr Gefühl erledigen, etwas Wasser und ein Lappen hätte es doch auch getan...Mit Hochdruckreiniger...habe ich ja noch nie gesehen! Die Verrohung unserer Zeit nimmt Formen an, ich kann nur mit dem Kopf schütteln....

 

In diesem Sinne: Immer hellwach und Augen auf durchs Leben!!! 

 

Mittwoch, den 17.04.2019

In der Ruhe liegt die Kraft...Es gibt einen Zeitungsabonnenten, da schaltet sich das Licht im Hausflur an, wenn ich heranbrause an den Briefkasten, spendet mir eine herrliche Inneneinsicht! Viele Monate lang wundere ich mich darüber, warum die verspachtelten Rigipsplatten an den Wänden nicht weiter verwohnlicht werden, sprich Tapete und/oder Farbe erhalten. Dann eines Morgens stehen ein großer Eimer weiße Wandfarbe samt Pinsel und Farbrollen auf der Fensterbank. Oh, denke ich, jetzt geht hier aber der Renovierungsexpress ab. ENDLICH. Diese verspachtelten Rigipsplatten waren für meine sensiblen Augen kaum noch zu ertragen. Es stört einfach, wenn etwas unerledigt ist und nicht fertig zu werden scheint. Und jetzt kommt es für mich dicke: dieser Farbeimer samt Pinsel und Farbrollen steht schon wieder wochenlang da auf der Fensterbank rum, nicht angerührt, geschweige denn die Farbe. Jeden Morgen dieser Schock-Beleuchtungsflash des nicht fertig renovierten Hausflures! Wenn er doch wenigstens schon mal eine Haushaltsleiter dazu stellen würde, dann würde ich darauf hoffen, dass der Hausflur vielleicht zu Weihnachten fertig wäre. So macht er mich nur weiter fertig!!! Manche haben echt die Ruhe weg!

 

Dienstag, den 09.04.2019

Heute nacht ist ein Schutzengel mit mir unterwegs gewesen. Normalerweise finde ich Begegnungen mit Tieren am frühen morgen in Feld und Flur und Straßen immer erbauend, das Frühlingserwachen in der Vogelwelt zum Beispiel ist Musik in meinen Ohren. Im Moment sitzt mir der Schock noch im Nacken hinter den Ohren...Bei Tempo 35 bis 40 km/h auf meinem Zustell-Ebike bin ich wie so oft auf gerader etwas abschüssiger Strecke unterwegs, gedankenverloren, den Fahrwind genießend, doch oh weh, was kommt denn da aus dem Graben gesprungen? Ein Rehlein, gar nicht zart und klein, wechselt in vollstem Tempo keine drei Meter vor mir die Straßenseite. Ich konnte den Wildgeruch des Wildwechsels gerade noch riechen, wir sausten beide haarscharf aneinander vorbei. Wäre mir dieses Rehkalb ins Fahrrd gewummst, wären wir beide wohl so schnell nicht wieder aufgestanden, das Rehlein sicher eher als der kühne, viel zu schnelle Fahrradkurier. Was lerne ich daraus: so ein Schutzengel hat was...DEFINITIV! DANKE ENGEL!

 

Dienstag, den 02.04.2019

Wenn man zu neugierig ist, folgt die Quittung auf dem Fuße. Jüngst geschehen auf meiner Tour als Nachtjobber. Der Tatort: abgelegener Bauernhof im Ortsteil Salzkotten-Bosenholz. Finstere Nacht, kein Mond schien helle, kein Stern in Sicht. Links unter der zu befüllenden Zeitungsrolle eine Plastikwäschewanne in grau, umgestülpt. Seltsam: Wer will dort was verstecken? Ich trete vorichtig mit dem Fuß dagegen, da liegt was Schweres drunter. Ich hebe die Plastikwanne an, tot das Lamm, blutverschmiert. Deckel zu, nix wie weg...

 

Sonntag, den 24.03.2019

Etwas zum Schmunzeln: fast alle Briefkästen in unserem Lande sind mit dem Aufkleber: "Bitte keine Werbung!" beklebt. Kann ich gut nachvollziehen, bei der Papierwerbungsflut...Verstopfungsgefahr! Es herrscht ohnehin der Verdrängungswettbewerb an den Briefkästen und Zeitungsrollen... Jedenfalls war ich ganz überrascht und musste lächeln, als ich auf einem Briefkasten in Salzkotten-Scharmede gelesen habe: "Bitte 2x Werbung einstecken!" Es geht doch nichts über einen doppelten Draht nach draußen in die Konsumtempel unserer Welt.

 

Mittwoch, den 13.03.2019

Ich will, dass es gerecht zugeht auf dieser Welt. Ich wünsche mir, dass jeder seinen gesunden Menschenverstand möglichst oft walten lässt. Ich glaube an die Vernunftbegabung des Menschen. Mensch Mensch, das ist doch nicht zu viel verlangt, oder? 

 

Freitag, den 01.03.2019

Ja, es gibt einen Briefkasten in einem niederen, kleinen Dorf meines Zustellbezirkes, der erschreckt mich jede finstere Nacht aufs Neue....Wenn ich dort mutter- und vaterseelenalein heranbrause, mein Fahrrad abständere, die frischgedruckte Tageszeitung in den Händen passgenau zusammenlege, damit sie in den tiefen Türschlitzbriefkasten passt, erwartet mich in diesem Haus noch kein Lebenszeichen, sollte ich meinen, alles düster und nachtverbrrikadiert. Tief verbeuge ich mich vor diesem Schlitz, schwer und langsam komme ich wieder in die Aufrechte, will gerade meinen Drahtesel wieder besteigen, da klackt die Briefschlitzklappe lauthals und jedesmal erschreckend zu, weil eine Geisterhand die Tageszeitung einzieht, vermute ich mal. Jedenfalls sehe ich einfach nur zu, dass ich Land gewinne und hoffe darauf, dass diese Geisterhand nicht auch nach mir noch greift...

 

Mittwoch, den 20.02.2019

Heute Nacht, oder war es schon am frühen Morgen, egal, es war auf jeden Fall noch dunkel, ertappte mich ein Zeitungsabonnent beim Zustellprozess dabei, wie ich bei der rasanten Anfahrt mit meinem Fahrrad an den Briefkasten seinen heiligen Rasen kreuzte. Im Schlafzimmer links oben über mir flimmerte es bereits in der Flimmerkiste. So etwas werte ich stets als schlechtes Zeichen, jedenfalls stand pötzlich ein Mann im Pyjama in der Haustür und fragte mich: "Du laufen zuhause auch über Rasen?" Im ersten Moment wusste ich nicht, was er meinte, dann dämmerte es in mir, draußen blieb es dunkel, ich versuchte, eine alles erhellende Antwort zu geben: "Ich nicht laufen über Rasen, ich fahren über Rasen, weil Weg ist zu eng für schnelle Anlieferung. Tschuldigung! Nächste Mal ich laufen über Rasen, nicht fahren." Er nuschelte sich etwas in seinen Bart und verschwand kopfschüttelnd wieder hinter der Haustür. Ich hatte nicht den Eindruck, dass meine Antwort in ihm irgendetwas erhellt hatte. Das einzig Erhellende blieb die flimmernde Flimmerkiste im Schlafzimmer. 

 

Donnerstag, den 14.02.2019

Auch Bücher lesen und tägliche Schreibübungen gehören für mich zu einem ausgefüllten Tag dazu. Die Zeit nehme ich mir...Der Bücherwurm hat mir wieder so ein spannendes Buch an meinen Lesestrand gespühlt, Hanns Josef Ortheil erzählt mir in seinem Roman "Der Stift und das Papier", wie in ihm die Leidenschaft fürs Schreiben erwacht ist, viel früher, aber ganz anders als bei mir...egal, viele Wege führen zum Schreiben, jeder muss seinen eigenen gehen. Ich will und werde mir und allen, die sich für meine Schreibe interessieren da draußen, jedenfalls noch viel schriftlich geben...worauf ihr Euch verlassen könnt!!!

 

Freitag, den 25.01.2019

Die Tage sind zum Schaffen da...manche schaffen mich, die meisten schaffe ich. Ich will jeden Tag etwas schaffen, etwas auf den Weg bringen, zu Wege bringen. Ich will Wegbereiter sein für Gutes, Erfreuliches, Sinnvolles. Ein Schaffer...In diesem Sinne packe ich die nächsten Tage an, egal wie frostig sie werden. 

 

Freitag, den 11.01.2019

Dem Schneechaos in den Bergen bin ich gerade noch rechtzeitig entkommen. Ich muss ja wenigstens einmal im Jahr den Berg und das Meer sehen, damit ich mein seelisches Gleichgewicht halten kann. Für mich und meine holde Gattin samt Hund war es noch ein reines Wintermärchen. Schneestürme ja, aber keine Lawinenabgänge...nur kulinarische Abgänge mit des Kaisers Schmarrn und der Jäger Tees, und vielen Brotzeiten, aber auch mit reichlich Winterwanderkilometern und Höhenmetern, damit nicht nur die Seele sondern auch der Körper sein Gewicht halten kann...Auf ein bewegtes Leben weiterhin!

 

Montag, den 17.12.2018

Die Weihnachtsindustrie läuft schon lange auf Hochtouren, lasst Euch bloß nicht verrückt machen vom Weihnachtskommerz. Denkt daran: weniger ist mehr. Was aber nicht fehlen darf unter dem Weihnachtsbaum: ein Buch natürlich, ein gutes, ein spannendes, lasst doch einfach mal ein Buch Euch finden, zum Beispiel mit meinem "Bücherwurm" in Salzkotten. Da liegen ab Freitag, 21.12.18 von mir persönlich ausgesucht über das ganze Jahr und liebevoll eingepackt  für jeden Besucher Buchgeschenke bereit, für Kinder und Erwachsene. Aber erst am Heilig Abend unterm Weihnachtsbaum auspacken und sich überraschen lassen. Und dann reinlesen und vorlesen und dem Buch eine Chance geben. Dabei geschehen manchmal kleine Lesewunder....In diesem Sinne allen eine wundervolle, belesene Weihnacht!

 

Dienstag, den 04.12.2018

Das Schönste an dieser dunklen Jahreszeit sind die Lichter, die Illuminationen von Häuserwänden, Bäumen, Sträuchern, Fenstern, Dächern...unser Nachbar, der weihnachtliche Illuminationsmeister, lässt es neuerdings auch schneien, an seiner Hauswand runter, künstliche Schneekanone, also ein  rein optisches Täuschungsmanöver...gelungen, absolut gelungen, würde ich meinen wollen. Wir freuen uns jetzt alle auf Weihnachten, ein paar perforierte Türchen müssen wir noch aufbrechen, dann ist es bald da, das Christuskind. Wahnsinn, was für eine tolle Geschichte sich daraus entwickelt hat, ein absoluter Bestseller! Als Schreiberling würde ich auch gern mal so einen literarischen Kracher raushauen...Ich arbeite dran... 

 

Sonntag, den 11.11.2018

Wenn ihr mich an meinem "Bücherwurm" auf dem großen Parkplatzgelände des Salinenhofes in Salzkotten mit Müllsack, Gummihandschuhen, Müllzange und in Arbeitsklamotte rumlaufen sehen solltet, nicht wundern, sorgt euch nicht um mich, das geschieht alles im Dienste des Bücherwurms. Ich muss und will mich an der Sauberhaltung des Areals beteiligen. Jedes Stück Plastik, das ich mithelfe zu entsorgen, landet darüberhinaus ganz sicher nicht in meinem Körper. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was es da draußen allein im Umfeld des "Bücherwurms" für ignorante, unverbesserliche "Drecksäue" bzw. wohl hauptsächlich "Dreckseber" gibt...Aber alles bleibt gut, wird nur noch besser!!!!

 

Freitag, den 19.10.2018

Mein neuester Appell an alle: wenn ihr möglichst glücklich und selbstbestimmt durchs Leben gehen wollt, macht euch kundig! Macht euch selbst schlau, solange wie es Menschen gibt, die euch für dumm verkaufen wollen und dumm halten wollen. Noch nie war es so einfach wie jetzt im digitalen Zeitalter, sich neue Kunde zu besorgen...Auch als Schreiberling muss ich mich ständig und mutig kundig machen, zu dem Thema habe ich eine spannende Geschichte für Euch auf der Seite "Meine Krimis"...macht euch da schnell kundig...!!!

 

 

Samstag, den 13.10.2018

Der Fisch schwimmt, der Vogel fliegt und der Mensch läuft...Er sitzt nicht auf dem Sofa und haut sich die Wampe voll, und er sitzt auch nicht vor dem Bildschirm, um so zu tun, als sei dort Leben drin. Ich laufe, also bin ich...total menschlich! Gehen geht auch noch, schnell gehen und aufrecht. Schließlich ist der aufrechte Gang uns in die Wiege gelegt worden...Appropo Wiege, unsere erste Enkelin Lotta hat soeben das Licht der Welt erblickt, bis sie aufrecht gehen kann, wird sie noch einige Zeit Muttermilch schlabbern müssen. Auf jeden Fall gehe und laufe ich jetzt noch aufrechter und stolzer durch die Gegend...das Grinsen ist noch breiter geworden!!!!

 

 

Donnerstag, den 27.09.2018

Die Welt regt sich darüber auf, dass die neue englische Herzogin Meghan die Tür Ihres Autos selbst zugeworfen hat...Wie pervers ist das denn? Wir müssen doch alle unsere Autotüren selbst öffnen und schließen. Obwohl das ja bald ein Ende hat, Thema autonomes Fahren. Dann sind wir wieder alle gleich... Bis dahin gilt:

Leute, es gibt keine Menschen über Dir selbst! Der einzige Star in Deinem Leben bist Du selbst. Lasst Euch doch nicht für dumm verkaufen!!! Sich als Übermensch zu fühlen, sich für elitär zu halten, ist in meinen Augen ein großes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Geld oder blaues Blut machen nicht den Wert eines Menschen aus. Wir sind alle gleich viel oder gleich wenig wert...Das musste jetzt einfach mal geschrieben werden!

 

Donnerstag, den 20.09.2018

Ich bin auf dem Trip, richtig high, sowenig Auto wie möglich, düse mit viel elektronischem Rückenwind auf meinem Rad durch Alltag und Gegend, das herrliche Spätsommerwetter lädt dazu ja geradezu ein. Wenn nicht jetzt, wann dann???? Irgendwann muss man doch mal anfangen damit...Auf dem Bike werden mir die Blechungeheuer auf den Straßen umso bewusster, ich sehe nur noch riesige SUVs mit fetten Puschen und jeder Menge Gifte in die Luft schleudern....Einige Autos sehen fast schon aus wie Panzer, von den Traktoren auf den Feldwegen zwischen Salzkotten und Geseke ganz zu schweigen. Ich träume von einem kleinen Smart, am besten eketrobetrieben, mehr Auto braucht man auf allen Kurzstrecken eigentlich nicht. Ich finde es pervers, wenn die Reichen unserer Stadt einen SUV-Fuhrpark vor ihren Villen zur Schau stellen...Selbst zum Einkaufen fährt die schmucke Lady mit dem dicken Touareg...Egal, ich bleibe stoned für meinen Trip: so wenig Auto wie möglich, nur so viel Dreck wie unbedingt nötig!!!!

 

Mittwoch, den 12.09.2018

Hört bitte nie auf, positiv zu denken...denn:

"Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her...!"

Hört sich profan an, aber so ist es wirklich, könnt ihr mir glauben...

Ich finde es so unendlich traurig, dass einige Menschen die Geduld nicht mehr aufbringen können und resignieren. Kämpfernatur, nur so geht's! Immer wieder aufstehen, sagen, es geht doch, und wie!!!!

 

Dienstag, den 11.09.2018

Jeden Tag sitze ich in meinem Sessel mit einem guten Buch in den Händen, und die Welt und das Leben kommen mir zugeflogen, manches Mal stürzen sie auf mich ein, es gibt so viel zu entdecken, es wird nie langweilig. Ich bin so glücklich und dankbar, dass ich die Welt der Bücher für mich entdecken durfte. Davon kriegt mich keiner mehr weg...

 

Dienstag, den 28.08.2018

Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen es da draußen gibt, die so voller Hass und extrem gewaltbereit sind. Sie meinen wohl, andere (gern und oft Ausländer) sind schuld an ihrem eigenen Scheißleben. Die können sich selbst nicht ausstehen, verständlich, wer andere Menschen durch die Straßen hetzt, sie niedertreten will, muss ziemlich weit unten sein...Ist denen noch zu helfen? Auf jeden Fall darf unser Staat, unsere Gesellschaft sich das nicht bieten lassen. WIR DÜRFEN UNS DAS NICHT BIETEN LASSEN, WIR MÜSSEN ALLEN BARBAREN UND GEWALTTÄTERN DIE STIRN BIETEN!!!!

 

 

Montag, den 20.08.2018

Wir Leute von heute, lasst uns uns in Bescheidenheit üben...wir sind es den Ärmsten der Armen und den von Krankheit Gebeutelten schuldig.

 

Mittwoch, den 1.8.2018

Ordnung ist das halbe Leben, die andere Hälfte ist Kreativität, alles zusammen ist LIEBE! Ja, Ordnung ist auch Liebe, Liebe für das richtge Maß, alles hat doch seinen Platz im Leben. So wie die alten, nicht mehr lesenswerten oder unlesbaren Bücher auf den Altpapierberg geschleppt werden sollen, wo sie zurück zu Staub (Papierbrei) gemacht werden, damit neue Bücher entstehen, die auf eine Lesereise um die Welt geschickt werden. Das ist der natürliche Kreislauf allen Seins, wir werden geboren, um zu leben und zu sterben und dann wieder um zu leben, das Wunder der Wiedergeburt! Leben hört nie auf, alles keimt neu, strebt dem Licht entgegen. Ich fühle mich immer noch als Keimling auf dem Weg zu seiner Blüte....

 

Mittwoch, den 25.07.2018

Heute morgen fährt ein Auto vor mir, in dessen Heckscheibe ich nicht vermeiden kann zu lesen: "Bitte bei Unfall Rettungsgasse bilden!" Ach, ist ja das Neuste, was ich lese...Der Fahrer ist bestimmt Mitglied im Verein der Freunde aller Rettungsgassenbildner, und vor allen Dingen bei Unfall...Ich hoffe, dass diese Rettungsgassenbildnerfreunde bei Nichtunfall also im Normalzustand immer schön ihre Spur halten...nicht dass sie im Eifer des Rettungsgassenbildnergefechts noch von der Straße abkommen...Und ich muss aufpassen, dass ich nicht im Eifer meiner Lesewut den Sicherheitsabstand vernachlässige. Vielleicht klebe ich mir das demnächst in die Heckscheibe: "Immer schön Abstand halten...Wenn Sie diese Typografie lesen können, sind Sie definitiv zu nah aufgefahren..." Allseits gute Fahrt!

 

 

Donnerstag, den 19.07.2018

"Das Ende naht, mein Glück in Sicht,

Arbeit, nein, Du brichst mich nicht!"

 

Anderes Thema, wichtige Frage:

Macht Macht und/oder Geld Menschen krank an Geist und Seele und muss die restliche Menschheit diese Art von Geisterkrankheit fürchten? Ich fürchte ja! Ist unsere Welt noch zu retten? Sind diese Geisteskranken noch zu retten? Ich fürchte nein!

 

Dienstag, den 10.07.2018

Was für herrliche Sommertage liegen hinter uns, da will ich jede Minute draußen nutzen. Dagegen will ich die wetterbedingte Verschnaufpause nutzen, um hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir als Autor und Bücherfreund zu geben. Ich befinde mich leserisch und schreibtechnisch sozusagen im Energiesparmodus....Habt einfach nur Geduld mit mir, Leben live geht immer vor, vor Fiktion, vor Digitalismus, und mein Leben live ist proppe ausgefüllt...

 

Montag, den 01.06.2018

Die Wetterlage donnert und blitzt über uns hinweg, Verwüstungen und Überschwemmungen gar vom Blitz Getroffene, unsere Wohngegend bleibt Gott sein Dank verschont. Ist schon gewaltig, was Mama Natur sich so zusammenbraut da oben, eine großartige Braumeisterin, deutsche Braukunst vom Feinsten, Herrscherin über Wasser, Wind und Strom. Lieber Gedankenblitze als Stromschläge, lieber besaufen als absaufen und ersaufen, lieber Flaute als Sturm...obwohl ich ein geborener Stürmer bin, ein Mittelstürmer war, heute nur noch Stürmer und Dränger...Es drängt mich nach Ruhe und Entspannung...Blitzsauberer Rückzug!

 

 

Mittwoch, den 2. Mai 2018

Alles neu macht der Mai! Herrlich, das mit ansehen zu dürfen...Die Künstlerin Natur läuft zu großer Form auf, einfach formidabel. Alles grünt und spriest und knospet und blüht...volle Farbpalette, kreativste Formen und Gebilde, Frühling, ich liebe Dich und noch vieles mehr. Und sowieso alle, die es gut meinen mit sich anderen und mit mir. Es könnte alles so einfach sein, einfach nur versuchen, kein Arschloch zu sein und das Schöne entdecken und sehen und für ein paar Augenblicke festhalten. Frühlingsgefühle sind doch was Schönes....

 

 

Mittwoch, den 18.04.2018

Die Tennisplätze sind auf...endlich springt die Filzkugel wieder...nach langem Winterschlaf, Leben brodelt mir wie verrückt entgegen. Alles schlägt aus und ich wieder auf....

Es gibt viel zu tun da draußen in der Welt um mich herum...Gelesen wird nur noch und hauptsächlich abends im Bett vor dem Einschlafen, da schaffe ich aber nicht mehr viel, weil ich vom Tag geschafft bin. Schriftlich gebe ich mir nur noch das Nötigste, meine Tagebucheintragungen...die müssen sein!!! Es kommen auch wieder intensivere Lese- und Schreibzeiten...

 

Mittwoch, den 28.03.2018

Die Welt meiner Bücher, die Kunst zu schreiben, köchelt auf Sparflamme vor sich hin, erlischen wird mein literarisches Feuer aber nie. Der Frühling steht vor der Tür, das heisst, dass noch mehr Leben anklopft, Zeit einfordert, die ich gern verschenke. Ich freue mich so sehr auf die wärmeren und lichtstarken Jahreszeiten, auf das Erwachen der Natur, der liebe Gott meint es so gut mit uns. Enttäuschen wir ihn nicht, wer und wo immer er auch sein mag, er ist da...oben irgendwo...und in den Büchern, besonders im Buch der Bücher, wie Peter Hahne nicht müde wird zu betonen, in der Bibel....Auf jeden Fall war der Autor der Bibel ein weiser, schlauer Mann oder doch eine Frau?!! Egal...Raus in die Natur, alle!!!

 

Freitag, den 16.03.2018

Ich habe lange nichts von mir lesen lassen, wie schnell die Zeit vergeht...auf jeden Fall ein Zeitzeichen dafür, dass ich keine Langeweile habe. Mein Leben bleibt spannend, das wirkliche wie das fiktive. Ich mache mir da auch keinen Stress, wenn ich Bock habe zu schreiben, schreibe ich, wenn ich Bock habe zu leben, dann lebe ich...So einfach ist das. Der Michel Birbeak ist ja so eine Schreibrakete, jeder Satz ein Kracher oder Lacher, "Die Beste zum Schluss" oder ist doch ..."the first cut the deapest"? Ich habe gleich 3 Traumfrauen an meiner Schokoladenseite, darüber bin ich sehr glücklich: meine Germahlin, meine einzige und wahre Lieblingstochter und Hundedame Mousilein...In diesem Sinne: auf die nächsten besten Tage des Lebens!!!!

 

Freitag, den 02.03.2018

Ich singe schon seit Tagen Rudi Carrels Hit in leicht abgeänderter Form vor mich hin: Wann wird es endlich wieder Frühling? Ich könnte mich schon wieder auskotzen, wie sehr ich doch diese wetterbedingte ostfrontmäßige Eiseskälte hasse, von "Magical Mystery" ist die weit entfernt. Die gibt es nur auf Papier und im Kopf, Sven Regeners bester Freund von Herrn Lehmann, Karl Charlie Schmidt, verbreitet auf der "Magical Mystery-Tour" seiner Bumm-Bumm-Techno-Freaks wie es sich gehört gute Stimmung, immer einen Witz oder guten Spruch drauf. Dieser Psychoterror des Winters ist auch wirklich nur mit guten Büchern und einer Heizdecke im Stressless zu ertragen. So, und jetzt rauf auf die böse Winter Zielgerade!!!!

 

 

Dienstag, den 19.02.2018

Nicht Charlotte Roche ist ein Schweineferkel, weil sie uns von Ihren Feuchtgebieten geschrieben hat, die größten Säue und blödesten Schweine sind diese dummdreisten Umweltverschmutzer, die ihren Müll einfach irgendwo hin kippen oder werfen und darauf vertrauen, dass es schon irgendwelche Idioten gibt, die ihn wegräumen. Ich möchte nicht in deren Köpfe reinriechen...wenn die überhaupt Hirn haben, dann ein klitzekleines, das verlassen nicht in einer Hirnflüssigkeit schwimmt, sondern das muss eine Jauchekuhle sein. Mich kotzt es schon an, wenn ich sehe, wie Raucher ihre Kippen einfach aus dem Auto schnippen...So, und jetzt beruhige ich mich wieder...alles wird gut!

 

 

Dienstag, den 06.02.2018

Heute wird sicher wieder einer meiner besten Tage, aber viel Zeit zum Schreiben oder Lesen bleibt mir nicht. Das wirkliche Leben fordert mir momentan mal wieder alles, fast alles ab. So ist es nun mal: es gibt Schreib-/Lesezeiten und Lebenzeit. In beiden darf das Leben nicht zu kurz kommen. Schließlich verdiene ich meine Brötchen nicht in der Schreib- sondern eher in einer Art von Backstube...Will mich nicht beschweren, alles gut, Leben ist schön, ich liebe und werde geliebt, was will ich mehr??!! Bis dahin

 

Donnerstag, den 18.01.2018

Es schneit und stürmt und orkant, das Wetter bedrängt uns, zerrt an Jacken und Hosen und allem, was nicht niet- und nagelfest ist, als wolle es uns aufrütteln, Weckrufe: "Ihr Menschenskinder da draußen, seid vorsichtig und mäßigt Euch im Umgang mit meiner Mutter Natur. Wir Unwetter sind ihre Mahnboten, wir sind gut gerüstet, auf- und ausgerüstet, unser Rüstzeug kann Berge versetzen, Eisberge schmelzen, Länder fluten, Bäume ausreißen, Eure Liebsten einfach wegpusten: Häuser und Autos. Wir Unwetterriche sind die besondere Einsatztruppe für den Notfall, unsere "Alte" will keinen Krieg, einfach nur in Ruhe gelassen werden und im Einklang mit all ihren Geschöpfen in Ruhe vor sich hin leben und wachsen und gedeihen. Ist doch nicht so schwer zu kapieren,oder? Wir Unwetter haben auch keinen Bock, ewig ausrücken zu müssen. Mutter Natur hat das Sagen, hat Euch das noch keiner gesagt?" Doch. Ich. Gerade. Kommen wir gut durch den Orkan heute!!!!

 

 

Montag, den 08.01.2018

Die Winterferien sind zu Ende. Der Berg hat gerufen, ich bin seinem Ruf gefolgt, habe ihn gesehen, mächtig und stolz wie eh und je, er hat mir ein Wintermärchen erzählt. Davon zehre ich im grauen tristen Wetteralltag daheim. Ich stelle immer wieder fest: die Natur ist und bleibt eine große Künstlerin mit ungeheurer Schöpferkraft. Ich will ihr alle meine Liebe schenken, auch ich bin ein Geschöpf ihrer Schöpferkraft und will weiter aus dem Vollen schöpfen...bis ich irgendwann die Schöpfkelle (Löffel) abgeben muss...

 

 

Donnerstag, den 21.12.2017

Ich komme gerade aus meiner Weihnachtsbäckerei...Alle Jahre wieder backe ich Haferflockenkekse mit Apfel, bin zufrieden, sind gut gelungen, die Dosen und Blecheimer sind voll. Sie werden in kleine Tütchen verpackt für mich und meine Liebsten. Was für ein herrlicher Duft verbreitet sich im Haus, auch der gehört für mich zum Weihnachtsfest dazu. Plätzchen sind ja auch Seelennahrung, so wie Bücher den geistigen Hunger stillen, sättigen Kekse unsere Psyche. Selbstgebackene Kekse sind eine Liebeserklärung. Koste Herz und gesunde! Ich wünsche allen da draußen, dass es jemanden gibt, der für Euch Kekse backt und Euch Bücher schenkt zu Weihnachten.

 

Donnerstag, den 14.12.2017

Wer zu Weihnachten etwas geschenkt bekommt, kann sich glücklich schätzen. Es gibt also noch Menschen, die etwas für Dich übrig haben. Schön ist es auch, wenn es Menschen gibt, für die ich etwas übrig habe: nämlich Bücher. Ich packe als Bücherwurm-Ranger dieser Tage wieder kostbaren Lesestoff in Weihnachtspapier ein. Überraschungspakete für den Gabentisch, unter den Weihnachtsbaum gehören doch  Bücher, meine ich. Lassen wir uns immer und immer wieder ein auf neue Leseabenteuer, auf neue Geschichten, auf andere Menschen. Ab dem 22.12. bis 24.12.2017 im Bücherwurm in Salzkotten am Salinenhof gibt es die vorweihnachtliche Bescherung für jung und alt, Mann, Frau und Kind.  

 

Freitag, den 01.12.207

Ich habe es immer schon gefühlt, jetzt habe ich Gewissheit: auch mein Auto liebt Bücher. Als ich jüngst eine Lieferung Bücherspendenkartons transportiert habe, stellte ich auch einige Kartons auf den Beifahrersitz. Und als ich losfahren wollte, machte mein Auto ganz schön Theater, mit Warnleuchten und Warngeräuschen usw., weil ich die Bücher nicht angeschnallt hatte. Recht hatte mein Auto, niemand will bei plötzlichen Vollbremsungen und gar Karambolagen, dass etwa Jojo Mojes, Nele Neuhaus oder gar Frank Schätzing oder wie sie alle heißen durch die Windschutzscheibe geschleudert werden und gar noch zu Schaden kommen. Wäre doch wirklich schade drum...Ich finde es klasse, dass mein Auto sich auch für Bücher stark macht.

 

Freitag, 10.11.2017

Ein kalter Wind ist aufgezogen, gut dass ich nicht mehr rauche. Jetzt sehe ich sie wieder draußen vor den Häusern stehen mit hochgezogenem Kragen und gebückt nervöser Körperhaltung. Sie vergiften sich nicht nur, sondern leiden auch dabei, aber wohl noch nicht genug, um mit dem Rauchen aufzuhören. Sie sollten so kräftig leiden, das es ihnen die Glimmstengel verleidet. Wie dumm kann der Mensch durch Sucht werden: Er vergiftet sich freiwillig und friert noch dabei...Lasst Euch doch nicht für dumm verkaufen!

 

 

Donnerstag, den 09.11.2017

Ich fahre morgens sehr früh in meinen Werbeladen, Schleichwege durch Feld und Flur, immer wieder springen mir kleine und größere Häschen durch den Lichtkegel des Fernlichts, schlagen ihre berüchtigten Haken und verduften wieder im dunklen Straßengraben. Zu dieser Jahreszeit besonders denke ich: gut, dass ich kein Hase bin...ich meine nicht den Angsthasen in mir, ich meine den wirklichen Meister Lampe da draußen, der morgends schon so aktiv in Kälte, Dunkelheit und Feuchtigkeit unterwegs ist. So ein Dach über dem Kopf mit allem Komfort ist schon was Feines, denke ich so, muss kein Hausdach sein, so ein Autodach ist auch schon viel....

 

 

Donnerstag, 02.11.2017

Feiertage weniger schreibend als lesend genossen. Mich hat das "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner gefunden. Was für ein Buchtitel...Ihre Heldin Karo Hermann ist ein Prachtexemplar von einem Mängelexemplar, vor allen Dingen glaubt sie selbst daran: keinen Job mehr, keinen Freund, kein Garnichts mehr, nur Angstattacken, Nervenzusammenbrüche und depressive Episoden. Da kann eigentlich nur der Psychodoktor und Psychotherapeut helfen...und sie sich selbst, denn den Humor und Witz und Glauben an sich selbst verliert sie bisher nicht, und die kreative Schreibe der Sarah Kuttner ist einfach nur köstlich und geht runter wie Papieröl....Mängelexemplare sind wir doch alle, jeder kennt seine Mängelliste rauf und runter, es gibt wirklich keinen Mangel an Mängelexemplaren. Vielleicht machen uns gerade die Mängel zu Prachtexemplaren von Menschen...Dieser Roman hat dafür keine Mängel.

 

Dienstag, den 24.10.2017

Lese mich gerade in die deutsche Krminalliteratur ein, mal horchen, wie die "Kollegen" es machen. Der Bücherwurm spült mir immer wieder den Ostfriesen Klaus-Peter Wolf an meinen Lesestrand. Ein Vielschreiber, ein Bestsellerautor, ein echter Lesermassenbefriediger, habe seinen 10. Fall "Ostfrieseneid" oder so ähnlich angelesen und nach 50 Seiten völlig enttäuscht in die Tonne getreten. Für so einen Schwachsinn (aus meiner ganz subjektiven Sicht) ist mir meine Lesezeit zu schade. Das ist wohl Kommerz aber keine Schreibkunst. Ganz anders Max Rhode alias Sebastian Fitzek mit "Die Blutschule". Da lese ich mich gerade fest, der hat es echt raus....Mal schauen, ob ich mir bei dem was abpinnen kann. Seine Worte gönne ich mir, da bin ich ganz Ohr bzw. Auge....

 

Hier meine kleine Botschaft für die nächsten Tage:

"Alles, was ich tue, will ich lieben, alles was ich liebe,will ich unbedingt tun."

 

Freitag, den 29.09.2017

Kein Mensch braucht Luxux, aber jeder Mensch muss  essen und trinken.

 

Mehr will ich heute nicht schreiben.

 

 

Dienstag, den 19.09.2017

Was ich Euch schon immer mal sagen wollte: Lasst Euch nicht verrückt machen da draußen von nichts und niemanden. Die kochen auch alle nur mit Wasser. Es gibt nur den einen Star, und das bist DU! Mach Dich selbst zu Deinem Star und lauf keinen anderen hinterher. Entdecke den Star in Dir, das ist der einzige Starrummel, der zählt. Tritt selber auf und in Erscheinung. Schau, was Du kannst und mach es....

 

Dienstag, den 12.09.2017

Ich war am Sonntag in Grönemeyers Bochum unterwegs auf sportlichen Sohlen sozusagen, im tiefsten Pütt, und ich muss gestehen, dass ich sehr erleichtert war, wieder zuhause gewesen zu sein. Meine Güte... ist da was los auf den heiß- und mehrspurigen Straßen zwischen all den sehr hochragenden Mauerwerken und Betonkötzen. Die räumliche Enge schnürte mir fast die Luft ab. Natürlich habe ich mich auch verfahren, wie ich auf dem Bochumer Hochschulgelände gelandet bin, ist mir immer noch schleierhaft. Und die vielen Autobahnen samt Kreuze haben mich ins Schwitzen gebracht, überall Kreuzungen und Kreuzverkehre, mehrmals habe ich mich unterwegs bekreuzigt. Dortmund hat mich gerettet, ich bin einfach nur noch Richtung Dortmund gefahren. Da ging es irgendwo für mich wieder raus aus dem Pütt. Es dämmerte schon auf dem Heimweg und mir wurde immer klarer: Ich brauch kein Fernlicht sondern Fernsicht, die ländliche Weite des Paderborner Landes. Vielleicht werde ich auch einfach nur alt....

 

 

Dienstag, den 05.09.2017

Es hört einfach nicht auf zu laufen. Das ist es, was ich will: ein bewegtes Leben, in dem ich der Beweger bin und nicht der Bewegte. Ich will möglichst viel selbst und wirklich erleben, lieber selbst tun als anderen bei ihrem Tun nur zuschauen. Schaffen ist befriedigender als konsumieren, ich will lieben und geliebt werden und nicht nur Liebesfilme sehen, Liebesromane lesen und von Liebesliedern hören. Ich will Leben live! Also raus aus dem Netz, weg vom Fernseher, stürzt Euch ins Leben. Wir haben ja nicht ewig Zeit!

 

Montag, den 21.08.2017

Wird Zeit, dass ich mich mal wieder melde, woll. Ich schreibe heute nur ein Wort:

"LÄUFT!"

 

Dienstag, den 11.07.2017

Ich mache mich nicht nur stark für Bücher, weil Bücher mich stark machen, sondern auch noch krumm für den Bücherwurm, jedenfalls gelegentlich, wenn ich den Müll drum herum nicht mehr ertragen kann. Mit Einweghandschuhen und Plastikmüllsäcken im Einkaufswagen vom REWE fahre ich den Parkplatz um den Bücherwurm herum ab und sammle Müll ein, als sei ich der Hausmeister des Salinenhofes in Salzkotten. Ich will doch nur, dass man mir den Bücherwurm nicht zumüllt. Es gibt reichlich Papierkörbe und auch einen großen Mülleimer vor dem Bücherwurm, aber einige Zeitgenossen verfügen über keine zuverlässige Treffsicherheit unter den Körben...Ein bischen mehr anstrengen könnten sich diese Vermüllungstäter schon, findet ein Bücherliebhaber. Wenn die so weiter machen, beantrage ich bei der Stadt eine Bussgeldkonzession für Umweltsünder.....Oder ich gebe einigen, wenn ich sie auf frischer Tat erwische, sofort was auf die Nuss!!!

 

 

Dienstag, den 20.06.2017

Es gibt so viel zu tun und zu erleben hier draußen im wirklichen Leben, Leben "live" geht immer vor, im Sommer sowieso, das virtuelle tritt einen Schritt zurück. Damit müsst ihr leben, meine lieben 'Follower', weil ich es so will. Aber Euch geht es wahrscheinlich genauso, obwohl meine Besucherklickzahlen konstant bleiben. Ich verspreche Euch: wir bleiben im Gespräch.Ich schreibe, ihr hört hoffentlich nicht auf zu lesen. So wie ich auch: Ich ziehe mir gerade den "Oakland Blues" von Eric Miles Wlliamson rein, zum zweiten Mal, mit dem zweiten Lesen versteht man noch besser und mehr. Dieses kleine Taschenbüchlein sieht nach nichts aus, vor 17  Jahren erschienen, ein vergilbter Bücherwurmfund, der es aber in sich hat. So ein richtiges Lektürepfund. Ein Pfundsbuch für einen Pfundskerl! Bin dann mal wieder weg!

 

Montag, den 15.05.2017

Siege auf dem Tennisplatz fühlen sich gigantisch an, besonders wenn sie die eigenen Grenzen nach oben verschieben. Alter schützt vor Grenzverschiebungen nicht! So geschehen am Wochenende in Castrop-Rauxel, Mitten im Pott, nahe der stillgelegten Zeche, die mein Gegner am Ende bezahlte. Dreieinhalb Stunden habe ich auf dem Court geackert und gekämpft für dieses SPORTMOMENTUM, unter Wettkampfbedingungen auf sehr hoher Seniorentennissportebene. Nicht nur Schreiben und Lesen und Lieben macht mich glücklich, auch solche großen Siege in meinem Sport tun das tun, wie Boris Becker vielleicht sagen würde. Je oller, um so doller ballsportlich verrückt. Diese Verrückheiten will ich mir bis zum letzten Atemzug bewahren. Immer wieder atemlos und außer Atem kommen, aber am Ende den längeren haben!!!

 

Donnerstag, den 04.05.2017

Die Tennissandplatzsaison ist eröffnet, ich spiele mit, viele spielen mit, nur das Wetter noch nicht. Lesen, schreiben, die Welt meiner Bücher tritt für einige Monate einen Schritt zurück, das Leben live einige vor. So ist das Jahr für Jahr, so soll es bleiben. Ich freue mich sehr auf die Jahreszeit des Lichtes, der Wärme und der langen Tage, der kurzen Nächte. Natürlich auch immer auf meine Lektürezeit und auf spannende Leseabenteuer. Die Reise durch mein schönes Leben möge nie enden. 

 

Mittwoch, den 12.04.2017

Manchmal kommt der Tod richtig sympathisch daher, als Sympathisant sozusagen, wenn er Erlösung im Gepäck hat, Erlösung von Schmerzen, Leid und würdelosem Dahinsiechen. Wenn man nur noch Haut und Knochen ist, ganz wenig Körper, verflüchtigter Geist, etwas Seele, wenn das Brustkörbchen sich nur schwerfällig hebt und senkt, das Herz hoppelt, kein Bissen mehr runter will, der letzte Schluck getrunken ist, die Lippen so trocken, kein Wort geht mehr drüber, der Händedruck nicht mehr erwidert werden kann, dann kommt der Tod als Geselle ans Bett, als Reiseführer, wohin die Reise geht, wer weiß das schon. Noch niemand ist zurück gekommen, doch, Jesus solls gewesen sein, so erzählt man sich seit Urzeiten. Man kann es glauben oder nicht. Am Ende wird man schlauer sein, oder auch nicht!  In der Ruhe liegt auf jeden Fall Kraft und Frieden.

 

Dienstag, den 28.03.2017

Ich will in Frieden und Freiheit leben, ein Dach über dem Kopf haben, genug zu beißen und zu schlucken (dabei aber kein Schluckspecht werden), nicht nackt herumlaufen (auch nicht beim Baden oder Wandern), liebe Menschen um mich haben, einen Hund (Mouse), meine Traumfrau (die Einzigwahre), meine Lieblingstochter (die einzige und wahre), immer genug (LESE)STOFF, was zum Schreiben (Papier oder Bildschirm), genügend Auslauf sprich ein bewegtes Leben. Ich will lieben und geliebt werden, Streicheleinheiten und Umarmungen geben und nehmen, hinsehen nicht wegschauen, nicht verwischen sondern mich einmischen, Mund auf, nicht mundtot. Verlange ich zu viel von meinem Leben? Leben muss man doch was abverlangen können!!! Mein Verlangen nach Leben ist riesengroß! Ja, ich will.... lebenslang! 

Ich weiß auch nicht, aber das wollte ich einfach mal gesagt bzw. geschrieben haben. Vielleicht hängt das mit dem Frühlingserwachen zusammen. 

 

Donnerstag, den 16.03.2017

Jeden Morgen außer Sonntags schließe ich den "Bücherwurm-Bus" (so nennen viele Besucher meinen öffentlichen Bücherschrank auf Rädern, die zur Zeit aber nicht rollen, es aber könnten.) auf, räume auf, um, ein, aus, ab, und zwar die täglichen Bücherspenden samt Müll aus Kippen, leeren Getränkedosen, klebrigem Eispapier, Papiertaschentüchern und Altpapier in Taschenbuchform oder als gebundene Variante. Ohne Arbeit keinen Spaß! Wenn der Bücherwurm dann wieder bereit ist für einen neuen Tag unter (Bücher)Freunden, die Regale bis unters Dach gefüllt sind, blicke ich mich um und bin verdammt stolz auf mein Literaturprojekt. Die vielen Bücherwände um mich herum sind ein Traum, mein Traum von einem Leben mit und in Büchern. Hier kann nicht nur jeder kostenlos Lesestoff tanken, hier tanke ich auch auf für den erwachenden Arbeitstag. Und immer wieder spült mir selbst der Bücherwurm hochinteressante Lektüre an meinen Lesestrand. Wichtig bleibt, dass alles im Fluss bleibt, das der Bücherspendenfluss hier an der Heder nicht abreisst und der "Bus" und ich nicht so schnell rosten...

 

Dienstag, den 07.03.2017

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit im Auto: Es ist scheußliches Schmuddelwetter, kalt, windig, feucht, neblig. Graue Tristesse, soweit meine Augen blicken. Ich habe gerade den Bücherwurm aufgemacht, die Finger sind noch eiskalt genauso wie die Ohren. Die Heizung im Auto wird erst zu spüren sein, wenn ich wieder aussteige. Das Schöne an dem wenig inspirierenden Schmuddelwetter, von dem ich Euch da draußen hier berichten will, ist, dass ich es fast gar nicht wahrnehme, weil ich in Gedanken und Träumereien hinter dem Steuer versunken bin. Ist das nicht herrlich?! Wir Menschen haben die Fähigkeit kraft unserer Phantasie uns aus der Wirklichkeit einfach wegzubeamen, in eine andere innere Wirklichkeit zu flüchten, für kurze oder längere Augenblicke, um Energie und Kraft zu tanken. Ich fahre und träume so vor mich hin und auf einmal bin ich schon am Ziel. Schmuddelwetter und Winter, ihr könnt mich mal bzw. ihr könnt mir nichts anhaben. Ich habe meinen Frühling schon in mir drin, verinnerlicht für alle noch kommenden Winter und sonstigen äußeren Unannehmlichkeiten und Katastrophen. Es geht doch nichts über ein reges Innenleben! 

 

Samstag, den 25.02.2017

Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, dass eine literarische und eine weltliche Kriegsangst mich gleichzeitig befällt. Um so intensiver ist die Wirkung, sprich meine Wut aufalle Kriegstreiber da draußen. Charlotte Roth erzählt mir gerade ihre wunderbare Liebegeschichte "Als wir unsterblich waren" von Clemens Kamphausen und Paula Thomas zur Zeit des 1. Weltkrieges und von Alexandra (und ihrer Momi) und Oliver zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Beide Geschichten müssen wohl eng zusammen hängen, ich weiß noch nichts Genaues, ahne aber schon viel Böses. Ich hasse diese katastrophalen äußeren Lebensbedingungen, die einige machtbessene, kriegsgeile Männer herbeibeschwören und das Glück des kleinen Mannes und seiner kleinen Frau stören, ja wahrscheinlich sogar zerstören. Das ist eine Respektlosigkeit sondergleichen, ich fordere Respekt ein. Wir müssen auch so Revolutionäre und Freiheits- und Friedenskämpfer sein wie Charlotte Roths Romanhelden. NIE WIEDER KRIEG! Dafür will ich alles geben: RECHTSSTAATLICHKEIT! MENSCHENRECHTE! GRUNDGESETZ! FREIE MEINUNGSÄUSSERUNG! GERECHTIGKEIT! BILDUNG FUER ALLE! MENSCHENLIEBE! TIERLIEBE! LIEBE ZUR NATUR! LIEBEN, LIEBEN, LIEBEN! Nur Mörder hasse ich alle durch die Bank, aber hassen ist ja auch eine Form der Liebe!

 

Mittwoch, den 15.02.2017

Die Herdplatten im "Cookys" sind ausgeschaltet, Tom ist unter der Erde, Cooky Gerdchen Krüger und sein Team sind nach Hause gegangen tief in der Nacht. Sie haben sich feucht fröhlich und mit lauter Musik von Tom verabschiedet. Leben geht weiter, das sind sie ihrem Freund schuldig und natürlich sich selbst un den Gästen des "Cookyx" auch.

Habt ihr auch eine geniale Freundinn oder Freund da draußen? Wäre wünschenwert. Elena Ferrante erzählt mir gerade die Geschichte von ihrer genialen Freundin Lila Cerullo, die so hochbegabte Schusterstochter aus dem Neapel der fünfziger Jahre. Die anonym bleiben wollende Ferrante (das ist nur ihr Künstlername) hat sich viel vorgenommen, denn sechs Jahrzehnte will sie die beiden genialen Freundinnen durch ihr Leben begleiten, aufgeteilt in vier Bände von je 400 Seiten, die letzten beiden sind noch gar nicht erschienen. Ein Mammutwerk, das sich aber flüssig liest, sieht man einmal von den vielen gewöhnungsbedürftigen italienischen Namen ab. Bei den Sinos, Rinos, Ginos. Linos und Vinos kann man leicht die personelle Orientierung verlieren, aber dem gebundenen Buch liegt ein Lesezeichen bei, worauf die handelnden Personen namentlich abgedruckt sind. Mich erinnert dierser erste Band "Meine Geniale Freundin" an Ulla Hahns Hilla Palm, das hochbegabte Mädchen, das um Bildung und Selbstverwirklichung kämpft, hier eben nur auf italienisch. Vielleicht diente der Autorin Elena Ferrante, die eine Buchhändlerin sein soll, Hahns "Das verborgene Wort" ja als Quelle der Inspiration. Egal, Lesespaß habe ich auf jeden Fall, ob ich alle Bände lesen werde, glaube ich wohl eher nicht.Macht Euch am besten selbst ein Lesebild....

 

Mittwoch, den 08.02.2017

Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Roman, in dem das Kochen im Mittelpunkt steht, so fesseln kann. Ich esse lieber, als dass ich koche. Elke Heidenreich behauptet, diese Lektüre mache satt und glücklich. Satt kann ich nicht bestätigen, mich  glücklich wohl, weil "Cookys" von Werner Köhler absolut lesenwert ist,literarisch etwas ganz Besonderes. Gerd Krüger ist "Cooky", noch keine dreißig Jahre alt, und er erzählt die Geschichte seines hochangesagten Sternerestaurants in einem alten Fabrikgebäude in Aachen. Sein Arbeitsteam ist gleichzeitig auch seine Freundesclique, von Jugend an. Einer davon ist Tom, und der hängt sich auf. Und in diese Geschichte hänge ich mich täglich rein, freue mich auf jede Seite, die ich lesend  in meinen Alltag einbauen kann. 

 

Freitag, den 27.01.2017

Auch ein Donald Trump als Päsident der USA kann mir die Freude am Lesen und Schreiben nicht nehmen. Wenn er mich einmal foltern wollte und sollte, bräuchte er mir nur meinen Lesestoff zu nehmen, mich auf geistigen Entzug setzen. Ich gestehe...dass ich büchersüchtig bin. Das wird ein Donald Trump nicht nachvollziehen können, wahrscheinlich weiss der gar nicht, was Bücher sind. Auf jeden Fall ist er kein Büchermensch, denn Büchermenschen sind Menschenfreunde, so wie ISRAEL ARMSTRONG, mein neuer aktueller Romanheld. Ich habe eine kleine Rezension dazu geschrieben auf meiner Lieblingsbücherseite. Auf eine gute, nie enden sollende Lesezeit. Fangen Sie auch an, gute Bücher zu lesen, Herr Trump, dazu ist es nie zu spät!

 

Freitag, den 20.01.2017

Lese gerade mal wieder was Lustiges, was Spritziges, von einem Comedy-Autor namens Stefan Schwarz, der mir weiß machen will, "Das wird ein bißchen wehtun". Was meint er? Ich tippe mal auf meine Lachmuskeln, seine Geschichte und seine Art zu erzählen ist so komisch, dass ich keine Seite lesen kann, ohne einen Brüller für mich zu verarbeiten. Und diese sprachliche Kreativität dabei, er schöft wirklich wortbildnerisch aus dem Vollen und immer wieder aus dem Neuen, Stefan Schwarz hat die Gabe, selbst alltäglichste Situationen aus einem stinknormalen Familienleben sprachwitzig und urkomisch zu beschreiben. Ich liebe diese kreative Schreibe, sie trägt mich davon in literarische Gefilde abseits jedweder Realität. Das tut verdammt gut! Da kann ich gar nicht genug von kriegen. Danke, mein innigst geliebter Bücherwurm! 

 

Freitag, den 06.01.2017

Zurück aus den Winterferien starte ich mit Volldampf ins neue Jahr, wie immer lesend, schreibend,arbeitend, liebend, denkend. Der Bücherwurm hat mir ein Buch über Albert Schweitzer an meinen Lesestrand gespült. Es fesselt mich seine Geschichte als eine Art "Arzt ohne Grenzen" schon damals zu Beginn des 20.Jahrhunderts, als er beginnt, sich in Äquatorialafrika für die "Neger" stark zu machen. Damals durfte man die Ureinwohner dort noch so nennen. Es beeindruckt mich sehr, was man als Mensch mit einfachsten Mitteln oft doch Gutes auf die Beine stellen kann und nicht pausenlos an sich selbst denkt. Und das Schöne daran: beide Seiten fühlen sich glücklich dabei! Ich will auch ein Entwicklungshelfer sein, aber eher vor Ort, mich als Helfer entwickeln. Daran will ich arbeiten. Tun Sie mir nach, werden Sie mein Helfershelfer, wie man so schön sagt.

 

Donnerstag, den 22.12.2016

Jesus war zweifelsohne ein GUTMENSCH! Bin ich auich einer, ein guter Mensch? Auf jeden Fall meine ich es gut mit mir und den Menschen. Ich bin friedliebend, liebend allgemein, mitfühlend (nah am Wassder gebaut), offen für alles (sprich: für jede Schandtat zu haben), tolerant (für alles, was ich irgendwie begreife). Allen wünsche ich Glück, Freude, ihr Auskommen ganz nach jedweder Facon, Freiheit, ohne den anderen zu schädigen.Ich wünsche mir respektvolle Begegnungen, die Würde des anderen wahrnehmend, ich will helfen, wo meine Hilfe gefragt ist. Ich bin bereit zu verzeihen, zu vergeben, jedem neue Chancen zu geben, mindestens aber eine zweite. Weich ist stärker als hart, alles nur eine Frage der Zeit. Der legendäre Jesus von Nazareth hat es uns vorgelebt vor fast 2016 Jahren. So steht es geschrieben. Ich will lieben nicht hassen, bewundern nicht verurteilen, schaffen nicht vernichten, Lichtgestalt sein, kein Schattenmann, lieber im Kleinen werkeln und wirken als im Großen, kleine Auftritte, kleine Bühnen, das Individuum schätzen, keine Massen,einfach nur lieben, was mein Herz hergibt, die Natur bewundern, bestaunen, sie genießen. Alles Leben respektieren, des Schöpfers Kunst wertschöpfen, Frieden schließen mit mir und meinem Sein. Mehr kann ich nicht tun in der Zeit, die ich hier auf Erden verbringe. Ich feiere Weihnachten im Kreise meiner Liebsten. Tut mir alle nach. Duliebegüte....

 

Samstag, den 17.12.2016

Im heutigen Adventskalenderblatt lese ich, dass ich mich ab und zu durchaus mal mit Gott unterhalten sollte. Ist der denn so einsam, frage ich mich, kann ich mir nicht vorstellen. Mit Gott reden, nenne ich beten, mache ich persönlich eher selten. Ich könnte und würde ihm gern mal schreiben, wenn ich seine Adresse hätte. Wichtig ist, dass man(ich) im Gespräch bleibt, mit mir selbst, mit anderen, aber auch bei anderen! Ja, ich will, dass Menschen über mich reden, ich will gehört und gelesen werden, wahrgenommen und bestenfalls geliebt! Alles läuft auf doch das HERZ hinaus. Glauben heisst, ein gutes Herz haben, habe ich gelesen. Das gefällt mir! Steckt wirklich noch Gutes in den Herzen von PUTINS, ASSADS, ERDOGANS, TRUMPS und Konsorten, in den Terroristen und Mördern, den Rassisten, den Sexisten, den Fremdenhassern? Ich glaube: JA! Kein Mensch ist nur schlecht oder nur gut! Wir schleppen alle, also gute und böse, Anlagen mit uns rum, wir kommen aus dem Tierreich, das dürfen wir nicht vergessen! Da gehörte  ein gewisses Maß an Aggressionen zum Überlebenskampf dazu. Für viele scheint auch das gegenwärtige Leben ein Kampf ums Überleben zu sein, jedenfalls bilden sich das viele ein. Ich finde, über Leichen darf man in unserer Zivilisationsstufe nicht mehr gehen, warum auch? Muss man doch nicht mehr! Höchstens in der Fiktion, in Filmen und Büchern und Geschichten, da kann man sich seine Aggressionsreste abarbeiten lassen. Da tun sie niemandem wirklich weh! Im wirklichen Leben geht es auch miteinander, besser sogar. Gegeneinander bis aufs Blut geht gar nicht, ist völlig fehl am Platze! Fröhliche, friedliche Weihnacht!

 

Donnerstag, den 01.12.2016

Diese Tage kam eine gebildete Frau (eine Kundin, die ein therapeutisches Kunstatelier betreibt) mittleren Alters in meinen Laden und erwarb "Böses Erwachen" und "Böses Blut". Sie las "Böses Erwachen" zuerst auf meine Empfehlung hin und kam dann zurück in meinen Werbeladen und sang förmlich ein Loblied auf mich als Krimiautor. Immer wieder der Refrain: "WAU!" Das ging mir natürlich runter wie Öl. Tolle Ideen, es wurde ihr keinen Augenblick langweilig und auch sprachlich so kreativ und ergiebig...Diese diplomierte Pädagogin hat "Böses Erwachen" genauso so aufgenommen und verstanden, wie ich diesen Lesestoff gemeint und geschrieben habe. "WAU!" 

 

Mittwoch, den 23. November 2016

Die Zeit verinnt wie im Sturzflug. Ich habe jetzt erst gemerkt, dass schon wieder ein Monat vergangen ist seit meinem letzten Eintrag hier. Es gibt so viel zu tun da draußen im wirklichen Leben, ich versuche zu entschleunigen durch Schreiben und Lesen...."Böses Blut" verbreitet sich in rasender Geschwindigkeit am Tatort Paderborn, die ersten Schritte auf die Million zu, der Bestseller ist in (Fern)Sicht. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, hat ein alter Chinese gesagt, als sie noch weise waren. Ich freue mich auf jedes Exemplar, das über die Verkaufstheke geht und über jedes Feedback, das mich erreicht. Es gibt viele Leser, die sich an meinen Krimis vor der Haustür erfreuen können. So soll es sein, so macht es Spaß. So geht es weiter, das "Lebben" des armen Poeten!

 

Dienstag, 25. Oktober 2016

Ein kleiner Moment für die Menschheit, ein großer für mich: Mein 5. Krimibaby am Tatort Paderborn ist auf der Welt! Ich bin überglücklich, stolz wie Wolle und dankbar gegenüber meiner so kritischen Lektorin und Gattin, ohne sie wäre ich niemals ein Schreiberling und Büchernarr geworden geschweige denn ein Krimiautor. "Böses Blut" muss nun verbreitet werden, ich habe gleich den ersten Interviewtermin mit einer Redakteurin von der Geseker Zeitung. Die Buchhandlungen ziehen auch wieder voll mit, allen voran die inhabergeführte Buchhandlung Linnenmann aus Paderborn. Ich freue mich über die ersten Verkäufe und auf die Rückmeldungen der Leser. Ein spannender Bücherherbst entwickelt sich für mich prächtig.

 

Mittwoch, 28. September 2016

Seitdem ich nun in der Innenstadtlage von Geseke meinen Werbeladen samt Bücherwurm-Krimiecke betreibe, hat die "Laufkundschaft" stark zugenommen. Laufend komme ich mit Bücher- und Krimifreunden ins Gespäch, die dann wiederum kaufend meinen Laden verlassen, und zwar haben sie immer öfter einen oder mehrere Krimis von mir käuflich erworben. Eine Omi hat gleich alle vier Krimis von mir am Tatort Paderborn gekauft, für ihre Enkel, hat sie gesagt, und ich sollte alle aus der Folienverschweißung lösen und signieren: "Spannende Lektüre für das Ennecken oder die Sahara...". Hab ich doch gern gemacht, freue mich über jedes verkaufte und hoffentlich auch gelesene und geschätzte Exemplar meiner hochkriminellen Geschichten direkt vor der Haustür. Hier kann man auch dem Autor noch sehr nahe sein...

 

Mittwoch, den 24. August 2016

Ich sitze gerade am Computer und mache die Korrekturen für meinen neuen 5. Regiokrimi am Tatort Paderborn, der unter dem Titel "Böses Blut" - ein Psychothriller - zum Ende des Jahres das Licht der Öffentlichkeit erblicken soll. Meine so kritische Lektorin mit den germanistischen Argusaugen (also die beste Ehefrau der Welt) hat so Vieles rot angestrichen, manchmal läuft mir die Schamesröte ins Gesicht. Aber sie hat immer Recht mit der Rechtschreibung und ein verdammt gutes Gespür für inhaltliche Ungereimtheiten. Ich reime mir halt gern was zusammen und sie sorgt für Begradigung, wenn was schief läuft. Jedenfalls laufen die Korrekturen auf Hochtouren und auch neue Ideen purzeln aus mir heraus. Es wird einiges an Neuem im "Bösen Blut" zu entdecken sein, äußerlich wie innerlich. Ihr könnt Euch schon mit mir auf den Erscheinungstermin freuen. Ich halte Euch wie immer auf dem Laufenden....

 

 

Montag, den 8. August 2016

Trübsal soll man nicht blasen sondern wegblasen. Am besten mit so einem Formel-1-Laubbläser, mit denen unsere Stadtsoldaten die Bürgersteige saugen. Die geben mächtig Gas und wirbeln Staub und Laub auf. Überhaupt sind benzinotorisierte Arbeitsgeräte wie Heckenscheren, Sensen, Kettensägen und Rasenmäher Teuefelsmaschinen, die einen Höllenlärm machen. Eigentlich um nichts. Da kriegt man voll was auf die Ohren, wenn so ein Arbeitstrupp anrückt, um zum Beispiel Spielplätze zu beschneiden. Selbst unser Hund zieht den Schwanz ein, wenn wir gerade unglücklichweise des Weges kommen. Aber Odnung muss ja sein, ist das halbe Leben, aber die volle Lärmbelästigung und nur mit Lärmschutzwällen wie Kopfhörer oder Fingerohrenpfropfen zu ertragen. Und nichts wie raus aus diesen Lärmpegeln...ein ruhiges Plätzchen suchen...aber um Himmelswillen keinen Trübsal blasen!!!

 

Mittwoch, den 13.07.2016

Diese kleine Geschichte muss ich euch erzählen. Gerade läuft mir vor meinem Werbeladen eine kleine Oma über den Weg. "Guten Morgen."  - "Guten Morgen". Im Vorbeigehen sagt sie weiter: "Sie haben wenigstens keinen Bauch!" - "Wie bitte" - "Sie sind schön schlank." "Das will ich auch so..." - "Passen Sie gut auf. Nicht dass Sie nachher mit Ihren Armen nicht mehr um Ihren Bauch kommen..." - "Worauf Sie sich verlassen können!" Sie entfernt sich von mir, die kleine Oma, wird immer winziger, ich schaue ihr nach, sie schaut sich nicht mehr um. Ich schaue, dass ich zurück in meinen Werbeladen komme. Die Arbeit schaut nach mir. Ist doch schön, wenn der Tag mit einem Kompliment beginnt!

 

Montag, den 4. Juli 2016

Mich ereilt gerade zum zweiten Mal "Ein fremdes Gefühl" von Irene Dische, wieder vom Bücherwurm an meinen Lesestrand gespült. Der Roman ist ein wahres Kunstwerk, ich bin immer wieder begeistert, wie kreativ und begnadet einige "Kollegen/innen" schreiben können, so ergiebig, dass ich auch beim zweiten Lesen voll auf meine Kosten komme. Wer ist Benedikt Waller, diese Frage stelle ich mir schon seit zig Lesestunden. Ich bin ihm auf der Spur, obwohl er nichts ausgefressen hat. In seinen Adern fliesst blaues Blut, aber das allein ist ja noch kein Verbrechen, zumal er das fast vergessen hat. Er hat sein Leben der Physik gewidmet, ein einsteinischer Sonderling, in Fachkreisen hoch geschätzt. Erst als er todkrank ist, öffnet er sich dem Leben und seiner Gefühlswelt und auch wieder seiner Familie, den von Wallensteins auf dem Schloss Biesterfeld. Und er macht was ganz Verrücktes: er gibt eine Anzeige auf, in der er ein Kind adoptieren will. Mutter und "Großmutter" waren eigentlich nicht mit eingeplant. Auf einmal hat er so viel, um das er sich kümmern muss. Und das Fremde daran: es scheint ihm verdammt gut zu tun. Die Gefühle wallen im von Wallerstein auf! Ich werde diesen Roman sicher noch näher bei meinen Lieblingsbüchern besprechen. Jetzt begebe ich mich erst mal wieder auf das Schloß Biesterstein zurück.

 

Samstag, den 18.06.2016

Ich will mal wieder ein Lebenszeichen abgeben, habe in letzter Zeit viel um die Ohren gehabt, eine Menge Arbeit und Leben live. Der Schreiberling in mir hat eine kleine Pause eingelegt, das Dichterleben geht aber weiter. Ich habe "Böses Blut" aus dem Lektorat nun zurück bekommen, er wurde für gut befunden, mein 5. Krimi am Tatort Paderborn wird zum Bücherherbst das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Ich blicke auch voller Zuversicht in meine Autorenzukunft, habe aber noch reichlich Korrekturen vorzunehmen. Bleibt mir gewogen und bis bald.

 

Mittwoch, den 18.05.2016

Ich habe voll Bock auf ein neues Lebensjahr. Ich steuere geradewegs auf die sechzig zu, fühle mich vom Rentnerdasein aber Lichtjahre entfernt. Es gibt noch so viel zu lesen und zu schreiben. In diesen Tagen erwarte ich das Lektorat meines neuen Krimis "BÖSES BLUT" zurück. Das wird noch reichlich böses Blut geben zwischen mir und meiner Lektorin. Ich habe so vieles noch zu schlucken, da bin ich mir sicher. Aber hinterher bin ich glücklicher, bin es jetzt schon, denn mein Psychothriller am Tatort Paderborn gefällt meiner strengsten Kritikerin. Sie lobt meine neusten Ideen und Schreibe, das geht mir echt runter wie Öl. Bis zur Veröffentlichung ist es aber noch ein arbeitsreicher, dorniger Weg. Die Stachel werden sitzen, egal, da muss und will ich jetzt durch. See bzw. write you later, wie der Franzose sagt, der nach England geflüchtet ist. 

 

Dienstag, den 3. Mai 2016

Mein reales Leben schlägt zur Zeit hohe Wellen, und wie ein Surfer, der ich niemals sein werde, genieße ich den Ritt darauf. Die Welt der Fiktion tritt etwas in den Hintergrund, aber es kommen auch wieder intensivere Lese- und Schreibzeiten. Meine "Follower" hier auf meiner Homepage mögen es mir verzeihen, der Autor legt eine kleine Verschnaufpause ein,Zeit zum Luftholen, auch diese Freiheit nehme ich mir. Tut es mir nach, die Welt da draußen bebt doch vor Spannung und aufregenden Abenteuern. Ich stürze mich jetzt wieder in Arbeit und Abenteuer.

 

Dienstag, den 25.04.2016

Was geht mir der April auf die Nerven. Der macht einfach, was er will, und das fühlt sich nicht gut an. Eiseskälte, Schockstarre in meiner Poetenseele. Lange halte ich das nicht mehr aus. Aber was soll ich machen? Auswandern? Flucht nach Mallorca? In Finkes Finka, der Präsident unseres noch Fußballzweitligisten wird mich da wohl nicht reinlassen. Die Tore, die ich vor Urzeiten mal für seinen Verein erzielt habe, helfen mir da auch nicht mehr weiter. Schnee von gestern, ne wirklich, gestern hat es tatsächlich geschneit. Lenz, was sagst Du dazu? Setz Dich endlich mal durch. Gott sei Dank gibt es die Welt der Bücher, in die ich mich einigeln kann. Aber ich will jetzt endlich raus, und zwar kurzangezogen, viel Haut zeigend, dem Licht und der Wärme entgegen!!!! Aufblühen!!!

 

Dienstag, den 12. April 2016

Unsere kleinen Obstbäume (Apfel und Kirsche) im Garten sind voll am Knospen. Sie schlagen mächtig aus, sie verrichten ihr Blattwerk wie ich mein Tageswerk. Mein Geschehen verlagert sich wieder mehr nach draußen, die Fiktion tritt zu gunsten des wirklichen Lebens ein paar Schritte zurück. Die Funzel da oben am Himmel zeigt sich spendabel, spendet Licht und Wärme, das geht mir unter die Haut, die ich frei mache. Bin schon in kurzer Hose gelaufen, für T-Shirt reicht es noch nicht ganz, aber bald, bestimmt! Machen wir uns frei und es der Natur nach: schlagen wir aus nicht um uns, das machen andere schon genug, ausschlagen im Sinne von entfalten, entblättern wir uns, dem Licht und der Wärme entgegen.

 

 

Freitag, den 1. April 2016

Das ist kein Aprilscherz, am Wochenende soll er wirklich kommen, der Lenz. Ich sehe sie schon flattern, die blauen Bändchen. Es werde Licht und Wärme und bunt. Endlich kommt wieder Farbe ins Spiel, für mich auch ins Tennisspiel nach der langen Winterpause. Ich will wieder Siege feiern, je oller um so doller??!!! Und natürlich lesen, im Garten, raus die Möbel, vermöbeln wir die Terrassen und Balkone. Das Gras wächst wieder, und auch Grass' Günter meldet sich bei mir zu Wort mit "Grimms Wörtern", eine Liebeserklärung an unsere schöne deutsche Sprache. Lieben wir uns also in einen neuen Frühling hinein....

 

Mittwoch, den 23. März 2016

Ich lese gerade einen Inselkrimi (spielt auf Juist) von Sandra Lüpkes, sozusagen als Einstimmung auf unseren kurzen Osterurlaub an der Nordsee. Mal wieder Seeluft schnuppern und das Meer sehen, die Dünen und die Deiche, vielleicht finde ich ja eine neue "Leiche auf dem Deiche, spindeldünn wie eine Fahrradspeiche, geschlichen kommt vielleicht auch die Schleiche, aus ihrem unterirdisch Reiche, überquert die Leiche auf dem Deiche, denkt, es sei ne Fahrradspeiche, ist ja blind die Schleiche!" Ich wünsche Euch da draußen auf jeden Fall auch eine schöne Oster-Leseauszeit!

 

Donnerstag, den 17. März 2016

Meine neue Bücherwurm-Krimiecke in Geseke scheint der ultimative Stich ins Wespennest zu werden. Jedenfalls werde ich hier in der Hexenstadt fast überschüttet mit Bücherspenden. Jüngst stellte mir ein Bücherfreund einen ganzen Anhänger voll Bücherkisten vor den Werbeladen, kündigte weitere Ladungen an. Ich lagere sie zwischen in unserer Garage daheim, interessanter Lesestoff in den Bücherkartons, so viel habe ich schon entdecken können. Die Besucher meiner Bücherwürmer können sich schon auf frische, originelle Lesekost freuen. Ich fröne derweil weiter einer neuen Sportart, die ich für mich entdeckt habe: Bücherkisten schleppen, ein Krafttraining der besonderen Art. Wir brauchen doch alle ein starkes Rückgrat...

 

Sonntag, den 6. März 2016

Leider lässt der Frühling wie letztes Jahr auf sich warten. Wie sagte der  Fernsehwetterfrosch gestern: er kommt, ganz bestimmt. Nur wann, das ist die Frage. Üben wir uns weiter in Geduld, auch mit unseren Mitmenschen. Einige gehen gar nicht, aber auch das muss man einfach hinnehmen. Wie sagte Jonas Jonasson in meiner aktuellen Lektüre durch seinen Hundertjährigen, der durch das Fenster stieg und einfach verschwand: "...die Dinge waren nun einmal, wie sie waren, und es kommt so, wie es kommt!" Also lasse ich Menschen, die gar nicht gehen, einfach gehen aus meinem Leben, und zwar dahin, wo der Pfeffer wächst...

 

Montag, den 22. Februar 2016

So, jetzt bin ich drin... in meinem neuen Werbeladen in der Innenstadt von Geseke, Bachstraße 54a, all inclusive, also inklusive "Bücherwurm Krimiecke", mein literarisches Leben sprich Lesen und Schreiben und Bücher geht weiter. Ab heute dichte und reime (gelegentlich) ich mir wieder was zusammen, lasse Euch da draußen weiter teilhaben an meiner Schreibe. Ihr wollt es ja so, ich aber auch, ich freue mich jede Woche über inzwischen fast füngstellige Besucher- bzw. Clickzahlen. Auf eine gute Zeit, dass es bei uns allen immer wieder CLICK macht!

 

Montag, den 08. Februar 2016

Zur Zeit nimmt das Leben mich voll in Beschlag. Ein Blitztransfer ist mir dazwischen gekommen, ein Umzug (Geschäftsräume) ist ein verdammter Knochenjob, ich lege Sonderschichten ein, späte Spätschicht oder frühe Frühschicht, dazu das volle Alltagsprogramm, da bleibt kaum noch Zeit zum Lesen und Schreiben, zum Kreativieren...Man möge es mir verzeihen, ihr "Follower" da draußen, aber ich habe es bald geschafft, und dann schreibe ich und das Leben Euch wieder regelmäßig Geschichten. Und eine kleine Überraschung werde ich dann auch liefern. Bis die Tage...

 

Donnerstag, den 21. Januar 2016

Meine ganz persönliche Reise durch die Welt der Bücher verliert einfach nicht an Fahrt. Diesmal keine Bücherwurmentdeckung sondern eine Leseempfehlung einer lieben verwandten Leseratte aus dem fernen Frankfurter Raum, herein geflattert per Post, wie persönlich versprochen. Herbert Rosendorfer war mir nicht unbekannt, hatte seine Schreibe schon in einem Band Erzählungen mit dem originellen Titel "Was trägt der Mann von Welt auf seinem Denkmal" kennen und schätzen gelernt. Sein Roman "Der Mann mit den goldenen Ohren" übertrifft alle meine kühnsten Lesefreudenerwartungen um Lichtjahre. Den müsst ihr auch lesen bei Gelegenheit, ihr Bücherfreunde da draußen, einfach köstlich diese kreative Schreibe eines dichtenden Richters, der aber kein richtender ist. Leider ist er schon 2012 verstorben, hat aber ein umfangreiches lietrarisches Werk hinterlassen, das ich vollumfänglich entdecken möchte. Deshalb mein Aufruf an dieser Stelle an alle, die über Bücher von HERBERT ROSENDORFER verfügen und sie nicht mehr benötigen: Stellt sie mir in den Bücherwurm oder schickt sie mir einfach auch mit der Post, wenn ihr einem armen Poeten und Leserätterich eine große Freude machen wollt. Natürlich werde ich auf diesen Roman in Kürze auf dieser meiner Homepage näher eingehen. Bis dahin viel Spaß weiterhin beim Smökern...

 

Sonntag, den 10. Januar 2016

So, die "Winterferien" sind vorbei, der Winter auch? Oder besucht er uns dieses Jahr gar nicht?! Habe die Berge gesehen, aber kein Schnee,  nur Fels und Geröll, aber einen wunderschönen blauen, wolkenlosen Himmel, und das Alpenglühen. Ich bin fast zu einem Gipfelstürmer avanciert. Und jetzt will ich in ein neues, spannendes Lese- und Schreibjahr stürmen und drängen, mit Euch und für Euch da draußen. "Der Buchladen zum Verlieben" (was für ein schöner Buchtitel schon) von einer jungen schwedischen Bücherliebhaberin (Katarina Bivald) ist schon mal ein grandioser, sehr inspirierender Anfang in meinen ganz persönlichen Bücherhimmel. Ich werde noch näher in meinen Leseempfehlungen darauf eingehen bei Gelegenheit. Dieser Roman darf nicht verschwiegen werden. Ich wünsche uns allen spannende Unterhaltung, beste Lesetoffe und viel Freude an unseren geliebten BÜCHERN!!!!

 

Samstag, den 19. Dezember 2015

Der Countdown läuft, die Nase vor Kälte leider nicht, darüber bin ich etwas verschnupft. Von einer weißen Weihnacht können wir dieses Jahr wohl nur träumen. Das ist auch dem Klimawandel geschuldet, wir sind es also selbst schuld. Gut dass das so ist, dass wir selbst schuld sein dürfen und das Schicksal in unseren Händen halten. Daran höre ich nicht auf zu glauben. Egal, ich freue mich trotzdem oder gerade deswegen auf Weihnachten, auf Weihnachtsferien, auf eine besinnliche Zeit mit meinen Liebsten. Und mit meinen Büchern, machen wir Weihnachten zu einem großen Lesefest und lauschen spannenden Geschichten, die das Leben schreibt und die Phantasie all der Schreiberlinge da draußen, die uns so vieles schriftlich geben wollen. Wir Bücherjunkies brauchen immer frischen Lesestoff. Schreiben wir also unsere Lebensgeschichte weiter, und unsere ganz persönliche Literaturgeschichte. Seien wir permanent auf Reisen, auf einer Weltreise durch die Welt der Bücher.

 

 

Donnerstag, den 10. Dezember 2015

Wie eine vorweihnachtliche Bescherung flatterten mir von einem Bücherwurmsympathisanten Bücherwurm-Lesezeichen ins Haus, darüber habe ich mich sehr gefreut. Sie haften im Bücherwurm an den Büchern für alle Besucher unseres öffentlichen, begehbaren Bücherschrankes auf Rädern, mehr dazu auch auf der Bücherwurmseite. Natürlich bin auch ich ein Bücherwurm, verschlinge gerade ein Fundstück aus dem Bücherwurm, Antal Szerbs "Reise im Mondlicht", eine wunderbare Lebens- und Liebesgeschichte, tragisch-schön, eine Achterbahnfahrt durch das Leben von Mihály und Erszi, frisch verheiratet, auf Hochzeitsreise durch Italien mit Venedig, Florenz, Rom, wo die Vergangenheit über Mihály hereinbricht wie ein Tsunami, sie hat einen Namen: Eva Ulpius. Dieser Roman ist literarisch so ergiebig, dass ich ihn gerade zum zweiten Mal hintereinander lese und großen Lesespaß dabei entwickele. Einfach wunderbar, dass so tolle Bücher an meinen Lesestrand gespült werden. Auf weiterhin gute Lesezeiten!

 

Dienstag, den 24. November 2015

Wenn ich schon keine Krimikomödie als Roman zustande bringe, dann vielleicht als Theaterstück. Lag schon lange in der Schublade, vielleicht gefällt sie Euch ja. Vielleicht wird sie ja mal aufgeführt,auf Brettern, die die Welt bedeuten. Mein "MORD AM AIRPORT" als Bühnenfassung...noch nicht lektoriert...lasst Milde walten, wenn es um Tippfehler geht oder andere Unzulänglichkeiten. Ich will einfach meine Krimikomödie haben, da bin ich ein Dickkopf. Die Geschichte um mein Bankgeheimnis schreibe ich um in einen Psychothriller - back to the roots sozusagen. Das Böse erwacht wieder zu neuen Untaten...Habt Geduld, der neue Pache-Krimi kommt...Auf weiterhin spannende Lesezeiten am Tatort Paderborn....

 

 

Donnerstag, den 12. November 2015

Wie habe ich ihn herbei gesehnt, diesen Augenblick, wenn ich mein "Bankgeheimnis" von meiner Lektorin zurück bekomme. Die Ernüchterung ist groß: Sechs! Setzen! So geht das nicht. Und das Schlimme daran: Sie hat absolut recht. Ich habe mich da in eine Idee verrannt, sie sehr schwer umzusetzen war. Ich mache kein Geheimnis mehr daraus, dass das Bankgeheimnis gestorben ist.  Alles wird wieder auf Anfang gesetzt. Die beabsichtigete Krimikomödie ging voll in die Hose. Ich kehre zu meinen Wurzeln zurück und versuche zu retten, was zu retten ist. Bin ich noch zu retten? Ja, definitiv ja. Ich habe da auch schon wieder eine Idee....Ihr hört von mir...

 

Donnerstag, den 05. November 2015

Mit "Plötzlich Shakespeare" bin ich durch, Rosa ist mit Shakespeare durch, im positiven Sinne aber. Sie war ja unterwegs, um herauszufinden, was die wahre Liebe sei. Sie haben beide ihre Seelen wieder gefunden, reisen bzw. reisten danach beseelt weiter durch ihre Leben, was nichts anderes heisst, als sich selbst zu lieben, die einzig wahre Liebe, um überhaupt auch nach außen lieben zu können. Nicht neu, aber immer wieder schön! Im Umkehrschluss heisst das doch: alle die hassen, mordend und zerstörend durchs Leben ziehen, Kriege führen und andere Menschen drangsalieren, unterdrücken, vergewaltigen und ihnen sonstwie Leid zufügen, lieben sich selbst nicht oder nicht genug, können sich nicht ausstehen, kotzen sich selbst an, haben keine Seele, sind nicht beseelt. Das macht mich traurig, wenn Menschen unbeseelt durchs Leben segeln. Lassen wir unserer Seele besser Flügel wachsen.  Machen wir uns weiter auf die Reise nach uns selbst. Alles, was wir da entdecken, ist schön.

 

Donnerstag, den 29. Oktober 2015

Mein Lesestatus ist lesen, viel lesend, wie sollte er auch anders sein. Genauer: "Plötzlich Shakespeare" von dem wunderbaren David Safier. Ich habe "Jesus" und "Mieses Karma" auch schon verschlungen. Da ich die Angewohnheit habe, ausschließlich nur mit Kuli in der Hand zu lesen und An- und Unterstreichungen und Anmerkungen zu machen, ich kommentiere sozusagen direkt das Gelesene, komme ich bei "Plötzlich Shakespeare" aus dem Kommentieren und Schwärmen gar nicht mehr raus. Einfach wunderbar, diese Liebesgeschichte und diese kreative Schreibe. So ergiebig! Danke Bücherwurm! Danke auch an alle Besucher meiner Homepage, dass ihr Euch für mich und meine Schreibe interessiert. Es werden immer mehr, das tut mir verdammt gut.

 

Mittwoch, den 14. Oktober 2015

Heute startet das Oktoberfest für Bücherfreunde, die Frankfurter Buchmesse. Schreibende und Lesende kommen zusammen, tauschen sich aus, der Buchhandel als großes Tauschgeschäft. Geld für Bücher! Ich finde das gut, man kann gar nicht genug Geld ausgeben für Bücher. Das zahlt sich immer aus. Wohl dem, der Bücher um sich hat und Buchläden und Büchereien und Bücherschränke und Bücherregale und Leseräume und Literaturcafés und Lesebühnen. Bücher sind Kunstwerke, die es zu ehren gilt. Wollen wir Bücher und ihren Lesestoff weiter hochhalten. Ein Hoch auf beste Lesezeiten!

 

Mittwoch, den 7. Oktober 2015

Meine Stimmungslage bezüglich des Bücherwurms hat sich Gott sei Dank schnell wieder erholt, es wird weiter gehen, so viel ist klar. Ich habe auf der Bücherwurmseite schon darüber berichtet. Es haben sich interessante Standplatzalternativen in Salzkotten ergeben, ich freue mich schon drauf. Spendet also weiter Bücher, keine alten Schinken, damit wir das Angebot an kostenlosem Lesestoff in jeder Beziehung hoch halten können. Ich stelle immer wieder fest, was es doch für tolle Bücher und Geschichten gibt. Er hört einfach nicht auf, der Lesespaß.

 

Freitag, den 25.09.2015

Ich glaube, es wird ernst für meinen Bücherwurm. Zum 1.11.2015 muss ich den Standplatz vor dem Lori-Getränkemarkt räumen, weil jemand dort Schnee räumen will. Ich habe noch keinen blassen Schimmer, wo es weiter geht. Das macht mich traurig. Es gibt in Salzkotten eine Opposition bis in höchste Kreise hinein, schade, wirklich schade. Aber es gibt weitaus mehr Bücherfreunde als Bücherwurmfeinde in Salzkotten. Das stärkt mich, gibt mir Zuversicht. Der Bücherwurm wird weiter leben, nur das WO ist noch offen. Ich werde es wieder schließen, definitiv.

 

Samstag, den 12.09.2015

Ich nehme die Tageszeitung aus dem Briefkasten, Wochenendabo, lege sie auf den Tisch "very early in the morning", was rutscht da raus, mir entgegen: LIDL und ALDI Wochenprospekte. Sie machen mich an, muss ich gestehen, ich schaue rein. Der Schnäppchenjäger in mir lebt. Aber was lese ich bei LIDL: eine neue FAIRTRADE-Angebots-Kollektion, BIO noch dazu! Wird die Welt nun endlich besser, frage ich mich. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, und FAIRTRADE und BIO sind auf jeden Fall Schritte in die richtige Richtung. Flüchtlinge aufzunehmen, ihnen zu helfen, auch! Und noch brauchbare, nahrhafte, essbare Lebensmittel vor dem Komposthaufen oder gar vor der Müllhalde zu retten, sie für kleines Geld noch an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, auch! Zwei junge Frauen versuchen dies mit ihrem Markstand, vielleicht auch bald mit einem kleinen Lädchen. Und unser Bücherwurm trägt ja auch dazu bei, das Leben etwas nachhaltiger zu gestalten. Und die Energiewende in Deutschland ist auch ein Schritt in eine bessere Zukunft, das Elektroauto, EUROPA, Eine-Welt-Läden, Eine-Welt-Denke. Denken wir also in die richtige Richtung, damit beginnt auch die bessere Welt, das bessere Leben. Wir haben das in uns drin, diese Weltverbesserungsmentalität. Alles andere macht doch keinen Sinn.

 

Montag, den 31.08.2015

Bald beginnt der Herbst, und eine neue intensivere Schreib- und Lesezeit für mich, darauf freue ich mich sehr. Mein neuer 5. Krimi am Tatort Paderborn soll erscheinen, eine Neuerscheinung der besonderen Art. Mir möchten doch bitte auch andere neue Schreibideen erscheinen, das scheint mir möglich. Aber der Schein kann auch manchmal trügen. Lassen wir uns alle überraschen, und bleibt mir gewogen. Über 2000 Klicks zählt meine Homepage hier in der Woche. Ich zähl auf Euch!!!!

 

 

Dienstag, den 18.08.2015

"Ich bin wieder hier, in meinem Revier, war nie richtig weg, hab mich nur versteckt..." Marius Müller-Westerhagen habe ich auch gehört, gecovert von einem Bluesbarden auf der Ostsseeinsel Poel. Wir sind noch richtig im Blues-Rausch, drei Live-Acts haben unseren Urlaub bereichert. Open-Air am Wasser heisst auch immer Mückenplage, da half nur bedingt "Anti-Brumm" Mückenspray. Aber so ein paar Mückenstiche samt Juckreiz nimmt man ja gern in Kauf für so reizende Musikabende. Habe eine kleine Geschichte darüber mitgebracht, will ich Euch nicht vorenthalten. Einfach Geschichten anklicken....

 

 

Dienstag, den 21.07.2015

Aus dem Bücherwurm ist mir jüngst ein Band heiterer Verse von Eugen Roth in die Hände gefallen. Wie eine tägliche Medizin nehme ich nun meine tägliche Dosis ein. Danach geht es mir sofort besser, der Typ konnte reimen, da muss ich vor Neid erblassen. Aber ich bin ja noch lernfähig....Hier eine Kostprobe, und da auch ich auf dem Wege zum Greis bin, muss ich gestehen, dass ich auch nicht mehr auf Teufel komm raus jedes angefangene Buch zu Ende lese. Aus dem Alter wachse ich wohl langsam raus...

Ein Mann las, obzwar mit Verdruss,

das schlechteste Buch bis zum Schluss.

Als Greis sagt er heiter:

"Ich les nicht mehr weiter,

wer sagt mir denn, dass ich muss?"

 

Auf eine schöne Ferienlektürezeit!

 

Samstag, den 20.06.2015

Zur Zeit ist meine Lebenszeit den Schreib- und Lesezeiten eindeutig überlegen, es wird höchste Zeit, an dieser Stelle mal ein Wort darüber zu verlieren. Es ist nämlich Tennisspielzeit, und da bin ich zeitlich stark eingebunden, lasse mich aber freiwillig binden, weil diese meine Verbindung zum Tennissport mir Freude und Erfüllung (siehe Wortjonglagen) gibt. Ich fühle mich dem Tennissport verbunden, insbesondere meiner Mannschaft Herren 55, spanne mich mit Leib und Seele vor diesen Karren und ziehe ihn durch die Saison. Schließlich will ich weiter ein bewegtes Leben haben, ich will etwas bewegen, mich auch, und bewegt werden. Und bald kommen auch wieder intensivere Schreib- und Lesezeiten. Ende des Jahres soll mein 5. Krimi am Tatort Paderborn erscheinen. Also, liebe E-Smoker da draußen, bleibt mir gewogen, und immer am Ball!

 

 

Freitag, den 05.06.2015

Jetzt ist es endlich so weit, aus das Wetterleid, endlich wird Petrus gescheit. Wollen wir sie schlagen, diese erste Hitzeschlacht des Jahres, wir sind bereit, ich bin bereit, du bist bereit. Ich will, dass alle vor Neid erbräunen, nicht erröten, das ist gefährlich, die Sonne soll uns nicht häuten, nur wärmen, innerlich wie äußerlich. Und es werde Licht. Ich will mich blenden lassen bis kurz vor der Sonnenblindheit, mich überblenden lassen, Lichtblitze sollen mich pisacken und Wolkengemälde am superblauen Himmel anmachen. Aber nur Schäfchengewölkgemälde bitte schön, und nur vereinzelt, von Wolkenmassen haben wir alle genug. Zeigen wir dem Lorenz da oben viel nackte Haut. Da wird auch er seinen Spaß dran haben!!!!

 

 

Mittwoch, den 20.05.2015

Die niedrigen Temperaturen lassen mich knur(r)en. Diese weiblichen Tiefs, diese Wetterhuren, hinterlassen Spuren in den langen Fluren meiner Seele. Wann geht es endlich heiter weiter und sonnig und warm mit sommerlichem Charme? Gut dass es Bücher gibt und jemanden wie mich, der sie liebt und dann vor Lesefreude pfiept wie ein Meerschweinchen, wenn es frische Salatblätter in sich rein schiebt. Bei mir piepst es wohl, denkt ihr jetzt, aber irgendwie muss ich ja gegen meine Kältedepression andichten, mich innerlich aufreiben, durch Reibung entsteht schließlich Wärme!!! Es piept auf meinem Handy, lauter WhatsAppgören, ich muss aufhören, will Euch nicht weiter stören, ohne diese digitalen Netzwerke fühl ich mich so verlören...Bis bald

 

Freitag, den 24.04.2015

Ich bin dabei, mal wieder so richtig auf den Putz zu hauen, und zwar auf den Frühjahrsputz. Weg mit dem Schmutz! Die Hütte muss glänzen, diesen alljährlichen Arbeitseinsatz darf niemand schwänzen. Der Garten kann auch nicht warten, ich will eine Verschönerungsoffensive starten. Alle buddeln, niemand will rumschmuddeln. Sauberkeit bringt Heiterkeit, "Leude" habt Freude. Eine frohe Kunde zu dieser Stunde ist in unser aller Munde, irgendwer lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte...Ich glaube, mit mir gehen gerade die Frühlingsgäule durch...ich muss die Zügel wieder anziehen. Ne, mach ich nicht. Ich galoppiere da einfach durch. Springt auf!

 

Freitag, den 10.04.2015

Endlich ist er da, der Lenz! Gestern bin ich das erste Mal in kurzer Hose und mit Ärmel hoch mit unserem Dackelpinschermix auf Gassirunde gegangen. Das Sonnenlicht samt Wärme geht mir wieder auf und unter die Haut, keine Frostbeulen mehr, kein eisiger Wind mehr im Gesicht, keine dicken Winterklotten mehr, ich fühle mich erleichtert. Mit dem Frühlingseinzug ändert sich auch meine Lektüre, mit der schweren Kost von Elizabeth Strout "Mit Blick aufs Meer" bin ich durch. Ihre Romanheldin Olive Kitteridge von der Ostküste Amerikas (Kleinstadt Crosby/Maine) erlebt mit 74 Jahren am Ende auch einen neuen Frühling, die Schicksalsschläge hat sie alle ertragen, jetzt hat sie sich verliebt in einen anderen Witwer. Was lernen wir daraus: dass es nie zu spät ist, dem Glück im Leben zu begegnen, man muss einfach nur offen bleiben. Ich habe wieder nach "Herrn Lehmann" gegriffen, damals "nur" den Film gesehen, jetzt lese ich auch den Roman, frische alte Bilder mit neuen Worten auf, der absolute Lesefrühling! Sven Regeners Schreibe ist so was von amüsant, ich komme aus dem Lachen und Schmunzeln gar nicht mehr raus. Ich hoffe, Euch da draußen geht es genauso. Lesen macht einfach unglaublich viel Spaß.

 

 

Freitag, den 27. März 2015

Was da passiert ist in den französischen Alpen, lässt mich kurzzeitig verstummen, macht mich fast genauso sprachlos wie alle anderen Menschen da draußen, die halbwegs gesund und vernünftig fühlen und denken können. Als Unfall ist das Geschehene kaum zu ertragen, als vorsätzliche Tat eines jungen Menschen fast gar nicht. So viel Leid und Verzeiflung erschlägt einen, selbst aus der Ferne. Es ist der blanke Wahnsinn, die Tat eines Wahnsinnigen, eines Durchgeknallten, eines Geistes- und Seelenkranken. Worte helfen mir wie immer, die Wucht dieses Aufpralls abzufedern, über die Zeit ins Vergessen, ins Verdrängen zu retten, die Düsterheit zu vertreiben, wieder Licht und Land zu sehen. Ich will mir nicht vorstellen müssen, wie man als Angehöriger eines Opfers wieder Boden unten den Füßen bekommen soll. Ich fühle mit, das ist das Mindeste, was ich tun kann. Die Zeit wird mein Kumpel sein, bald kommen wieder die Farben zurück ins Leben. Und das Licht, da bin ich mir ganz sicher. Das lasse ich mir nicht nehmen!

 

Mittwoch, den 25.02.2015

Habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich über einen Monat nicht in mein Tagebuch hier geschrieben habe. Sorry, ihr Leute da draußen, will Euch wirklich nicht vernachlässigen, aber das Projekt mit dem Bücherwurm nimmt mich arg in Beschlag, das habt ihr Euch wahrscheinlich schon gedacht. Es kommen aber auch wieder bessere Schreibzeiten, so ist das nunmal, leben geht manchmal vor schreiben. Beschlagene Worte, woll!? Und lesen natürlich, im Moment lese ich gerade Sven Regener, der mit dem "Herrn Lehmann-Sound", einfach köstlich, "Neue Vahr Süd", dieser Roman fehlte mir noch von seiner Trilogie, hat mir der "Bücherwurm" ausgespuckt, so ist das manchmal, Bücher finden Dich und nicht Du die Bücher. Solltet ihr auchmal versuchen, schaut doch mal vorbei im "Bücherwurm auf Tour" in Salzkotten zwischen Lidl und Lori auf dem Parkplatz. Bis später dann, man liest sich...

 

Freitag, den 23. Januar 2015

Es ist ganz schön kalt geworden, zu kalt für den Bücherwurm, darin zieht es gewaltig, aber er zieht trotzdem Bücherfreunde an, und darüber freue ich mich gewaltig. Es herrscht ein Geben und Nehmen von Büchern, und das ist gut so. Damit das so bleibt, brauche ich regelmäßige Bücherspenden, ich werde nicht aufhören, dazu aufzurufen. Ich schließe morgens um acht Uhr auf und abends um 18.00 Uhr zu, sortiere Bücher ein und aus, habe schon viele andere Bücherfreunde getroffen und gesprochen, durchweg erhalte ich ein positives Echo auf den Bücherwurm, auch Hilfsangebote waren dabei. Es entwickelt sich, es bleibt eine spannende Herzenssache für mich und alle Bücherfreunde in Salzkotten und Umgebung.

 

Montag, den 5. Januar 2015

Ich hoffe, ihr habt die kleine Winterpause genauso gut überstanden wie ich. Ich habe ein Wintermärchen erlebt, wie ich es als Schreiberling niemals selbst hätte mir zusammenreimen können. Ein wunderbarer Start ins neue Bücherjahr! Ich habe zwei neue Krimiautoren für mich entdeckt: Simon Beckett (ein Brite) und Friedrich Arni (ein Landsmann), kann ich nur empfehlen, wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man nicht mehr aufhören. Muss ich ja auch nicht! Stoff, aus dem meine Leseträume sind. So, und dann will ich mich mal weiter um meinen Bücherwurm auf Tour kümmern und um alles andere, was mir sonst noch so wichtig ist in meinem schönen Leben...

 

Heiligmorgen, den 24.12.2014

Der Berg ruft, und wir folgen diesem Ruf. Es war ein schönes Lese- und Schreibjahr mit Euch da draußen, wer immer ihr auch seid. Im Schnitt seid ihr 2000 Clicks in der Woche, und deswegen macht es bei mir auch im neuen Jahr weiter CLICK. Lesen und Schreiben ist wie Ein- und Ausatmen, hat Christine Bückner mal geschrieben. Diese Art von Atemstillstand wird es bei mir nicht geben, so lange ich lebe. Was für ein Satz! Ich freue mich schon auf die Weihnachtslektüre, die ich sicher unter dem Weihnachtsbaum finden werde. Stöbern wir weiter durch die Welt der Bücher, ob on- oder offline, einmal Bücherwurm, immer Leseratte. Auf zu neuen Leseufern!

 

Dienstag, den 9. Dezember 2014

Von so einer Bibliothek, wie sie gerade in meinem "Bücherwurm on Tour" entsteht, träume ich ja ein halbes Leben schon: ein kleiner Raum, einzig und allein von Büchern umgeben. Wohin das Auge blickt: Bücher, nur Bücher! Es ist echt schön, die vielen Bücherspenden zu sondieren und in die Bücherregale zu räumen und den mobilen, begehbaren Bücherschrank wachsen zu sehen. Eine Bibliothek auf Rädern auf ihrem Weg zu den Lesern! Ich liebe Bücher! Allein schon die physische Präsenz macht mir ein gutes Gefühl. Da wo Bücher sind, fühle ich mich wohl. Wie sagt Loriot bzw. würde er sagen: "Ein Leben ohne Bücher ist denkbar, aber sinnlos!"

 

Dienstag, den 25. November 2014

Ich habe das Lektorat meines "Gedichtbandes" "Die Leiche auf dem Deiche" zur Korrektur zurückerhalten. Vielleicht klappt das mit der Veröffentlichung doch noch vor Weihnachten. Dann habt ihr alle da draußen schon mal ein  Geschenk für Eure Liebsten für kleines Geld. Geschenke für kleines Geld bleiben erlaubt...Aber Liebe geht vor...Bücher sind ja reinste Liebesobjekte...also Bücher gehen immer. Advent und Weihnachten sind Bücherzeit. Lesen wir uns da einfach durch!

 

Donnerstag, den 13. November 2014

Ich fühle mich momentan, als würde ich jeden Morgen ein neues Paket von Zalando zugestellt bekommen. Ich könnte schreien vor Glück...Aber dann frage ich mich auch, ob das legitim ist, so glücklich zu sein in Anbetracht so vieler Menschen da draußen, denen es nicht so gut geht. Und dann mäßige ich mich und freue mich mehr nach innen, nur so für mich, und bin unglaublich dankbar, dass ich so ein schönes Leben habe. Das rechne ich mir auch hoch an. Ich bin doch meines Glückes eigener Schmied, also habe ich wohl auch gute Schmiedearbeiten abgegeben, nicht so ganz falsche Entscheidungen getroffen in meinem Leben, in dem ich mich trotz "fortgeschrittenen" Alters so jung und frisch fühle, voller Tatendrang und Ideen und Liebesdrang. Ich könnte die ganze Welt umarmen, also seid umarmt und herzlich gedrückt. Auf geht's, und denkt immer daran, was wir träumen können, das können wir auch tun.

 

 

Dienstag, den 28. Oktober 2014

Machen wir uns jeden Tag auf den Weg, auf unseren Lebensweg. Ich mache mich meistens auf den Feldweg, der kein Holzweg ist, gelegentlich durch kleine Wäldchen führt, mit meiner Zugmaschine, mit meinem Energiebündel von Hund. Mouse' Energie strahlt ab, ihre Lebensfreude ist überwältigend. Und Fressen und Kacken kann die, unglaublich, was dieser kleine Dackel-Pinscher-Mix für einen Stoffwechsel hat. Und meinen auch anregt. Der Oktober ist so mild, Bewegung an der frischen Luft und in Mutter Natur ist ja so erfrischend. Runter vom Sofa, schafft Euch alle einen Hund an. Vielleicht sollte jeder Haushalt verpflichtet werden, sich um einen Hund zu kümmern, von den Straßen dieser Welt, aus dem Tierheim. Dann würde es allen besser gehen, den Hunden und den Menschen. Mir geht es jedenfalls wunderbar mit unserer Mouse, weil wir täglich mit uns gehen können.

 

Montag, den 20. Oktober 2014

So ganz kalt lässt micht der Fußball doch noch nicht. Ich kann mich immer noch an ihm erfreuen. Vor allen Dingen, wenn die Paderborner so tolle Spiele auf allerhöchstem Niveau abliefern in der FUSSBALL-BUNDESLIGA wie gestern gegen Frankfurt. Nach 0:1-Rückstand in der Endphase das Spiel noch 3:1 gewonnen!!! Dass ich so etwas in unserer Heimatregion miterleben darf (natürlich nur vor dem Fernseher), finde ich klasse. Das Fußballwunder von der Pader geschieht weiter. Die große (FUSSBALL) WELT spricht über uns, über die Bundesligastadt Paderborn. Wir sind in aller Munde. Der Sport ist etwas Herrliches. Auch ich will meine eigenen kleinen sportlichen Wunder erleben bis zum allerletzten Atemzug...Bringen wir uns und andere in Bewegung. Bewegung ist Leben!

 

 

Montag, den 6. Oktober 2014

Der Oktober startet klasse, nicht wahr!? Wird es ein goldener werden? Spazier-, Walk- und Gassigrunden machen jetzt noch mehr Spaß. Lasst uns noch einmal frische Luft und Sonnenstrahlen tanken, bevor es in den "Winterschlaf" geht. Verschlafen wollen wir den Winter aber auch nicht, wer weiß, ob wir in unseren Breitengraden überhaupt einen bekommen. Was schreibe ich schon von Winter, wo der Herbst so vielversprechend gestartet ist. Mutter Natur malt uns wieder richtige Kunstwerke in die dahin welkenden Laubbäume, bis sie eines Tages allen Ballast abgeworfen haben und sich dem Neustart im Frühling entgegensehnen. Sehnsucht ist was Schönes, Vorfreude, Hoffnung auf eine gute Entwicklung, alles wird gut!

 

Montag, den 22. September 2014

Ich habe meinen 5. Paderborner Krimi fertig, zumindest die Rohfassung. Der Arbeitstitel lautet "Nella und die drei Muske(l)tiere" - eine Krimikomödie in 3 Kraftakten. Ein Kraftakt war das Schreiben nicht, im Gegenteil, es hat mir so viel Spaß gemacht, eine Ganstergeschichte, die mir verdammt gut aus der Feder floss. Jetzt geht es an den Feinschliff, was jetzt kommt, ist reinstes Schreiberglück, jedenfalls für mich, für meine Lektorin bedeutet das viel Arbeit, aber hoffentlich auch viel Lesepaß. Und für Euch da draußen bald auch...Ich habe sogar schon ein Cover entworfen (siehe Link Krimis), meiner Geschichte ein Gesicht gegeben, das brauche ich zum Schreiben. Vielleicht schaffen wir die Veröffentlichung bis Ende 2015. Ich bin so glücklich, wieder eine neue Geschichte geschaffen zu haben. Auf eine gute Schreib- und Lesezeit!

 

 

Montag, den 15. September 2014

Es geht jetzt in riesen Schritten in den Herbst und Winter hinein, in eine neue Lese- und Schreibzeit. Darauf freue ich mich sehr. Vielleicht schaffen wir es, noch rechtzeitig vor Weihnachten meinen Spaßverseband "Die Leiche auf dem Deiche" herauszubringen. Und dann arbeite ich ja auch schon wieder an meinem neuen fünften Krimi am Tatort Paderborn. Auf jeden Fall wird weiter und verstärkt gelesen. Durch Knausgards "Lieben" habe ich mich gekämpft, und durch den neuen Suter-Allmen-Krimi bin ich gehüpft, der eigentlich nicht neu sondern "nur" eine Fortsetzung der "Dahlien" ist. Egal, Lesespaß ohne Ende trotzdem, das heisst, Lesespaß mit Ende, denn ich habe ein neues Buch angefangen, eine wirkliche Geschichte über eine junge Frau aus der Welt der Muslime, traurig, brutal, aber fesselnd. Wie ich all diese menschenverachtenden, fanatischen Glaubenskrieger und Heilsverkünder hasse, die die Freiheit des Einzelnen mit dicken Stampfern treten. Wenn es überhaupt etwas Heiliges gibt, dann ist es diese Freiheit des Einzelnen, die bis aufs Blut verteidigt werden muss. In Ketten will ich niemals leben müssen!!!! Auf die Freiheit! Auf eine gute Woche!

 

Mittwoch, den 3. September 2014

Mal wieder auf Reisen gehen, unterwegs sein, nicht nur im Kopf, das soll gut für unser Gehirn sein, die Basisstation unseres Seins. Wenns in der Birne nicht mehr läuft, läuft nur noch die Nase, und an den restlichen Körperöffnungen es raus, aber sonst läuft kaum noch was. Jeder Tag ist neu, wir müssen immer wieder unser Tageswerk verrichten, es bleibt spannend. Wer unterwegs ist, der lebt. Leben wir einfach in die Tage hinein, in die Millionen Augenblicke, die uns noch bleiben. Einatmen - ausatmen - lesen und schreiben, staunen und wundern, ja es gibt sie immer wieder, diese wunderbaren Augenblicke, in denen ich vor Glück schreinen könnte. Zalando-Schreie...Schreien wir unser Glück einfach raus...

 

Dienstag, den 19. August 2014

Wir haben das Meer gesehen, und die Sonne, die darin unterging. Jetzt sehe ich vor lauter Regen den Himmel nicht mehr, stemme mich dem heftigen Wind entgegen, und frage mich ernsthaft: war es das mit dem Sommer in diesem Jahr? Die schönen Bilder bleiben hoffentlich noch lange in meinem Kopf, davon kann ich noch einige Zeit zehren. Ich weiß auch, der nächste Sommer kommt bestimmt, und vielleicht sogar noch spät in diesem Jahr. Auf einen schönen Spätsommer!

 

Donerstag, den 7. August 2014

Einmal im Jahr das Meer sehen, wir sind auf einem guten Weg. Eine Woche lassen wir unsere Seelen baumeln, werden zu Inselgängern, Himmel- und Meeresschauern, lassen uns die Meeresbrise um die Nase wehen und lauschen den Klängen der Natur, die ja so gewaltig ist. So weit wir blicken können nur Wasser, das am Horizont den Himmel küsst. Und ich blicke in die schönsten Augen der Welt und küsse die Lippen, die mir die Welt bedeuten. Irgendwann erwachen wir aus unserem Urlaubstraum und kehren in unser schönes Leben daheim zurück. Gute Reise allerseits.

 

Samstag, den 26.07.2014

Was war das für ein Kulturritt! Mal eben nach Mönchengladbach in den HockeyPark gedüst, um unseren geliebten Altrocker Neil Young einmal LIVE ON STAGE zu erleben. Der Typ wird nicht müde, gegen den Schwachsinn auf unserer schönen Erde anzurocken. Wütend und fast schon mit schmerzverzerrtem Gesicht haute er in die Saiten seiner tausend E-Gitrarren (er hatte einen eigenen Gitarrenassistenten auf der Bühne, der ihm immer wieder neue Saiten aufzog...) und seine Botschaften raus, seine Stimme ist immer noch gigantisch und wird gehört. Es dreht sich bei ihm alles um Liebe, Freiheit und den Schutz unseres Planeten. Jeder Konzertbesucher hat beim Eintritt ein schwarzes T-Shirt mit weißem "EARTH"-Logo geschenkt bekommen. Ich trage es jetzt hier beim Schreiben, fühle mich verbunden mit all den anderen Tausenden, die gestern mit Neil Young in Mönchengladbach abgerockt haben bei herrlichstem Sommerwetter. Am schönsten fand ich persönlich die beiden Soloeinlagen mit Mundharmonika und Gitarre: "Heart of Gold" und "Blowing in the wind". Die Antwort auf alle unsere Fragen und Sünden steht im Wind geschrieben, der uns eines Tages heftig um die Ohren fegen wird. Lasst uns nie aufhören, an das Herz aus Gold in uns zu glauben.

 

 

Samstag, den 12. Juli 2014

Eine intelligente, hochgebildete Leserate, ein belesener Leser hat alle meine vier Krimis gelesen und mir das wunderbare Kompliment gemacht: "Du wirst immer besser!" Mensch, tut das gut, und vor allen Dingen, wo soll das noch enden?! Ob ich meinen 10. Kriminalroman noch erlebe? Wer denn sonst, wenn nicht ich. Wenn ich ihn schreibe, werde ich ihn wohl auch erleben. Ich erlebe meine Krimis ja beim schreiben. Und zur Zeit habe ich eine verdammt erlebnisreiche Schreibzeit. Ich erlebe gerade das Finale meines fünften Krimis, ein Ende muss ich mir aber noch ausdenken. Am Ende finde ich vielleicht wieder kein Ende. Gibt's nicht! Genau. Alles hat ein Ende...

 

Montag, den 07. Juli 2014

Tennis ist auch herrlich! Vor allen Dingen wenn man dann noch gewinnt. Aber leider kann man nicht immer gewinnen. Das schmerzt, besonders wenn das so eine knappe Niederlage ist wie jüngst bei den Kreismeisterschaften in Paderborn. In meiner Altersklasse hätte ich fast wieder das Endspiel erreicht und meinen Titel verteidigen können. Aber mein Gegner (ein junger Spunt, gerade mal 50 geworden...ich bin schließlich schon ein 55plusser) war nach fast drei Stunden Spielzeit 2 Punkte besser (5:7, 7:6, 8:10)...Ist das nicht zum Heulen?!?! Aber inzwischen habe ich mich ausgeheult, es war ja ein tolles Match, ein Sportmomentum, wie ich es liebe. Ich werde es weiter versuchen, immer und immer wieder, um einen schönen Sieg kämpfen. Schließlich bin ich ein Siegertyp. Wir wollen doch alle siegen, siegen, siegen!!! Im kleinen wie im großen, im persönlichen wie im überpersönlichen Bereich, sprich im öffentlichen. Nur wer es nicht versucht, kann auch nicht gewinnen. Und vor allen Dingen muss man sich wieder aufrichten, wenn man fällt. Wer nicht wieder auf die Beine kommt, hat endgültig verloren.

 

Mittwoch, den 24. Juni 2014

Das Schreiben macht mir ja so viel Spaß, ich bin so dankbar dafür, dass ich den Freiraum dafür habe. Am liebsten würde ich den ganzen Tag nur schreiben und lesen, aber das geht natürlich nicht. Trotzdem komme ich gut voran mit meinem neuen Paderborn-Krimi. Ich glaube, das wird diesmal ein Bestseller, der in tausend Sprachen übersetzt wird und mir eines Tages den Literatur-Nobelpreis und Millionen Leser bescheren wird....Aber die grösste Belohnung erhalte ich ja schon beim Schreiben und durch Euch als treue Leser und Besucher meiner Homepage. Macht weiter so, ich auf jeden Fall auch. Bis später mal!!!

 

Donnerstag, den 29. Mai 2014 (Vatertag)

Schon wieder ein Monat rum, unglaublich! Aber, und das ist die gute Nachricht für alle, die sich für mich als Schreiberling interessieren: Mich hat ein Blitz der Inspiration getroffen, ich bin fleißig dabei, eine neue Krimiidee auszuarbeiten und umzusetzen. Ich bin also nicht mehr hauptsächlich nur am leben, ich schreibe auch wieder an meinem neuen Kriminalroman. Das heisst aber nicht, dass ich beim Schreiben nicht mehr lebe, also am Abkratzen bin, höchstens am Wegkratzen und Streichen. Im Gegenteil, ich fühle mich wunderbar lebendig dabei. Mein Lyrikband "Die Leiche auf dem Deiche" ist bei meiner Lektorin in Arbeit, bis auf die anstehenden Korrekturen daran habe ich den Kopf nun frei für meinen neuen Kriminalroman am Tatort Paderborn. THE WRITING SHOW MUST GO ON!!!!

So viel vorweg: der Ausflug in den Bereich des Thriller-Genre ist mit meinem "Bösen Erwachen" abgearbeitet. Ich wende mich jetzt wieder meinen Wurzeln zu, ihr werdet alle überrascht sein. Ich glaube, der neue Krimi wird ein absoluter Brüller werden. Bis später mal.

 

 

Samstag, den 26. April 2014

Dann habe ich ja tatsächlich fast einen Monat nicht mehr hier in mein Tagebuch geschrieben! Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Und SORRY, liebe Gäste hier auf meiner Homepage. Aber es ist halt immer wieder so, es gibt Schreib- und Lebezeiten, und gerade jetzt im Frühling und im Sommer schlägt das Pendel eindeutig in Richtung Leben aus. Sie Tennissaison hat begonnen, aber geschrieben und gelesen wird trotzdem weiter, nur eben etwas weniger und unregelmäßiger. Ich arbeite zur Zeit an der Herausgabe meiner Spaß- und Gruselreime, wird wahrscheinlich gar nicht mehr so lange dauern. Da gibt es auch viel Neues zu entdecken, zum Beispiel Kurzkrimis in Reimform. Lasst Euch überraschen. Bis später dann...

 

 

Sonntag, 30. März 2014

Was für ein Sonn(en)tag heute, einfach nur herrlich, dass der Frühling in diesem Jahr so früh beginnt. Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir noch tiefsten Winter. Ich schwebe wie auf Wolke 7, es gibt so vieles, auf das und über das ich mich so freue. Frühlingsgefühle pur! Ich erlebe gerade mein "Böses Erwachen", aber im positiven Sinne, denn mein 4. Krimistreich schlägt verdammt gut an. Diese Woche habe ich einen Drehtermin in unserem "Sälzer Fenster", Mann, bin ich jetzt schon wieder aufgeregt. Schade, dass ich den nicht schriftlich absolvieren darf. Wenn ich so auf Kommando in ein rotlichtiges Kameraauge agieren und sprechen muss, fühle ich mich so blockiert, dass mir alle so schön ausgedachten Sprechfäden und -blasen verloren gehen und ich manchmal nur eines will: FLIEHEN! Aber da will und muss ich wohl wieder durch, schließlich sollte ich dankbar sein für jede Art der Aufmerksamkeit, die man meiner Schreibe schenken will. BIN ICH AUCH! Also Klappe auf, im doppelten Sinne!!!!

 

Freitag, den 21. März 2014

Die Veröffentlichung des "Bösen Erwachens" läuft auf Hochtouren. Die Bestellungen der Buchhandlungen trudeln ein, müssen zeitnah ausgeliefert werden. Die PR-Tour muss angestoßen werden, die Kommunikation mit den regionalen Medien läuft heiß. Es werden dabei immer wieder neue Türen geöffnet, zum Beispiel die des "Paderborner Journals" der Fa. Heggemannmedien, die Zeitungen in ganz Deutschland und auf Mallorca herausgeben. Sie wollen meinen Paderborn Thriller als Fortsetzungsroman im "Paderborner Journal" abdrucken. Bin sehr neugierig auf die Resonnanz...Es bleibt spannend wie in einem Krimi...

 

 

Samstag, den 8. März 2014

Der frühe Frühling ist wunderbar, nicht wahr! Ich wünsche mir, dass er zu großer Form aufläuft, so wie wir alle. Unter Höchstform und mit Volldampf durchs Leben, auch wenn vom Schwarzen Meer ein bösartiger Wind zu uns herüber weht und mir Angst macht. Dem Herrn Putin traue ich alles zu, auch die Anzettelung eines Krieges, der die ganze Welt mit hineinreisst. Ihm traue ich auch atomare Erstschläge zu! Bei ihm scheint die politische Diplomatie vor eine Betonwand zu laufen. Der rückt keinen Millimeter von seinem Tun und seinen Plänen ab, weil er weiß, dass der freie, demokratische Westen niemals militärisch eingreifen würde, was auch richtig ist. Mein Lösungsvorschlag: Lasst ihm doch sein Macht- und Imponiergehabe, gebt ihm die Krim und meinetwegen auch noch einen Ostteil der Ukraine. Der Nordwesten der Ukraine wird europäisch, fertig! Alles ist besser als der Ausbruch eines neuen Weltkrieges. Lasst den Herrn Putin mit seiner geistig-/psychologischen Verwirrtheit einfach ins Leere laufen! Basta für den Bastard! Irgendwann wird er den Weg frei machen für ein freiheitlicheres, modernes Russland. Die Menschen hätten es verdient.

 

 

Dienstag, 25. Februar 2014

Das mit dem Boykott der Fernsehbilder aus Sotschi hat gepklappt, und mehr Lesezeit ist für mich auch rausgesprungen. In dem neuen Roman "In einer Person" von John Irving (über 700 Seiten) bin ich gut voran gekommen, fast durchgelesen. Ob das nun an dem Fernsehbankrott (sorry, -boykott natürlich) gelegen hat oder doch wohl eher an der guten Schreibe eines meiner Lieblingsautoren, lasse ich mal dahin gestellt. Irving lässt jedenfalls wieder eine bunte, skurile Spielschar aufmaschieren, im Zentrum dabei der Ich-Erzähler William Abbot, später als Erwachsener ein Schriftsteller wie Irving, zunächst ein pubertierender junger Mann mit bisexuellen Neigungen, was natürlich ihn selbst und auch sein soziales Umfeld im Osten der USA ziemlich zu schaffen macht. Das Ringen an sich und um Fassung scheint für alle Beteiligten eine Lebensaufgabe zu werden. Besonders in "Billys" (William) Heimatort, wo kräftig Theater gemacht wird, es gibt niemanden im Roman der nicht Theater spielt und geschlechtsübergreifende Rollen spielen muss, wie sein Großvater zum Beispiel, der darauf spezialisiert ist, Frauenrollen zu spielen und gern in Frauenkleidern agiert. Es ist wirklich wieder ein köstlicher Irving-Schinken, der mir zu Weihnachten aufgetischt wurde und an dem ich noch lange zu speisen habe. Ich werde ihn sicher mindestens auch ein zweites Mal lesen. Mit dem Zweiten sieht man nicht nur besser, man versteht und entdeckt auch mehr...Auf gute Lesezeiten allerseits....

 

Freitag, den 7. Februar 2014

Heute beginnen die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Mich fröstelt, wenn ich daran denke, obwohl es dort tropisch warm sein soll, jedenfalls unten im Tal. Das liegt an Putin, dem russischen Diktator, denn es sind einzig seine Spiele. Fünfzig Milliarden Dollar sollen sie kosten bzw. schon gekostet haben, und vieles auf Kosten schönster Natur, die zubetoniert wurde und auch zugemüllt, rücksichtslos! Das Volk in der Gegend um Sotschi wurde mal wieder nicht gefragt, und wer kritisch nachfragte, wurde verhaftet und weggesperrt. Und die Knechte und Arbeiter müssen sogar noch ihren Niedrigstlöhnen hinterher laufen. Und die Welt macht gute Miene zum bösen Spiel des Menschenverachter Putin. Ich nicht! Ich rufe auf zum medialen Boykott der Spiele. Auch wenn es mir schwer fällt als begeisterter Sportler. Ich schalte nicht ein und sofort um, wenn man mir Fernsehbilder aufdrängen will. Ich will alle laufenden Bilder aus Sotschi ausblenden, weil ich dem russichen Blender einen auswischen will. Das ist das Mindeste, was ich tun kann. Tun Sie/tut mir nach. Weniger Fernsehen schadet sowieso nicht. Das bringt sogar mehr freie Zeit zum Lesen...Mögen die Spiele in Sotschi trotzdem friedlich über die Bühne gehen.

 

Mittwoch, den 29.01.2014

Lassen Sie sich/lasst Euch mal so richtig "durchfacken" von Göhte! Ja, auch das Kino schreibt hin und wieder gute Geschichten. "Fack ju Göhte", diesen Filmknaller kann ich jedem empfehlen, der sich mal zwei Stunden lang vor Lachen so richtig krümmen will. Und das Schönste kommt noch am Ende: im Nachspann, Szenen vom Dreh, in denen sich die Schauspieler vor Lachen selbst nicht halten können. Einfach köstlich!!!! Dieser Film kriegt von mir mindestens siebzehn Sterne, nach denen ich stundenlang greifen könnte...

 

Montag, den 06. Januar 2014

Da bin ich wieder. Schön, dass ihr noch da seid. Ich hoffe, ihr habt Euch auch reichlich mit frischer Lektüre beschenken lassen. Wir lesen, bis der Arzt kommt. Ich will jedenfalls dieses Jahr wieder Bücher verschlingen, Geschichten einsaugen, und wieder "ausbrechen" mit meinen eigenen Worten, meine guten Geister trainieren, die mich hoffentlich nie verlassen. Ich will auch meinen Horizont breit und offen halten, weil ich weiß, dass Bücher komprimiertes Leben sind. Und ich bin gierig auf das Leben, dass lasse ich mir nicht nehmen. Ihr hoffentlich auch nicht.

 

 

Heilig Abend am Morgen, den 24.12.2013

Gestern waren wir im Paderborner Dom, wir wollten uns die Krippe anschauen, haben wir auch gemacht, aber sie war leider nicht erleuchtet. Die Weihnachtsklänge von der Orgel her ließen auch zu wünschen übrig, die pfiff ziemlich schräg und eintönig aus der letzten Luftritze, sozusagen. Da war irgendein Orgeltechniker am Werk. Wir haben es nicht lange im Dom ausgehalten. War vielleicht kein guter Zeitpunkt. Der kommt wohl erst noch, heuteabend und an den folgenden Weihnachtstagen. Auch für mich, da bin ich mir ganz sicher und freue mich sehr darauf. Ich wünsche Euch allen da draußen auch eine Frohe Weihnacht und die dazugehörige Liebe und den verdienten Frieden auf Erden. Und im nächsten Jahr geht die Reise weiter durch unser schönes Leben und auch durch die Welt der Bücher und des Lesens und Schreibens. Der arme Poet verabschiedet sich in die Weihnachtsferien, und viel Spaß bei der Weihnachtslektüre!

 

Dienstag, den 19.12.2013

Es bleibt leider dabei: die Korrekturarbeiten um das "Böse Erwachen" brauchen doch mehr Zeit als gedacht. Mein viertes Krimibaby liegt schwer in den Geburtswehen, vielleicht wird es ein Kaiserschnitt bzw. eine Kaiserschrift, vielleicht sogar der krönende Abschluss meiner Krimiserie um den Tatort Paderborn. Es schwirren so viele Schreibideen in meinem Kopf herum, ich bin selbst ganz gespannt darauf, wie sie sich weiterentwickeln. Bleiben Sie mir gewogen, bis später dann.

 

 

Mittwoch, den 27.11.2013

Gut Ding braucht Weile und keine Eile. Uns treibt ja auch keiner an, kein Verlag, kein Verkaufsdruck, was wir brauchen und nie ausreichend haben ist Zeit. Aber es gibt auch so viele andere Dinge zu tun, als Krimis zu lektorieren und zu korrigieren. Aber fest steht auch: Es wird definitiv ein böses Erwachen geben, wir arbeiten dran. Vertreiben wir uns die Zeit einfach mit LESEN! Die Entdeckungsreise hört eigentlich nie auf. Und dass Sie meine Homepage hier so zahlreich und regelmäßig für sich entdecken, macht mich sehr glücklich und steigert meinen Schreibspaß. Letzte Woche ist meine homepage fast 2000mal angeklickt worden. Machen Sie ruhig weiter so, ich auch.

 

 

 

Mittwoch, den 30. Oktober 2013

Das Finale ist eingeläutet. "Böses Erwachen", mein 4. Paderborn-Krimi, liegt zur Endabnahme bei meiner Lektorin, fix und fertig korrigiert und formatiert auf Druckformat. Der letzte Korrekturdurchlauf läuft. Ich sehe sie schon vor mir liegen, die ersten druckfrischen Exemplare meines ersten Thrillers. Und dann geht`s hinaus in die Öffentlichkeit, zu Ihnen, liebe Leserättinen und Leseratten. Die Promis und Bestsellerautoren gehen auf PR-Tour, werden in den Talkshows und Magazinen durchgereicht, eine Lesung jagt die andere. Ich hoffe, dass es bei mir zu einigen wenigen hier vor Ort reicht. Wer mich wohl einladen wird? Wird mich überhaupt jemand zu einer Lesung einladen? Ich will Ihnen gern vorlesen aus meinem Paderborn-Thriller, mit Ihnen das "Böse Erwachen" erleben. Warten wir es noch ein wenig ab.

 

 

 

Donnerstag, den 17. Oktober 2013

Es ist und bleibt irgendwie erstaunlich, wie die Bücher und Romane mich als Leser finden, ohne dass ich direkt nach ihnen gesucht habe. Bestimmt haben Bücher  auch eine Seele, sie suchen sich zeitweise Unterkünfte bei Lesern, wo sie auf fruchtbaren Boden stoßen, sich vollsaugen können mit neuer Energie, um ihre Reise durch die Welt des Geistes fortzusetzen für alle Zeiten der Welt. So geschehen durch eine Leseempfehlung meiner Tochter, die sich immer mehr zur Leseratte entwickelt, seit sie ihren Beruf als Lehrerin ausübt. Schon der Titel ist ungewöhnlich: "Das Herzenhören" von Jan-Philipp Sendker. Bereits nach einem Drittel zeichnet sich eine wunderbare Liebesgeschichte ab. Eine erwachsene, mit beiden Beinen im anwaltlichen Berufsleben stehende Tochter (Julia Win) macht sich auf die Reise in ein fernes, fremdes Land, um die geheimnisvolle Lebensgeschichte ihres plötzlich verschwundenen Vaters (Tin Win, ein Birmane, in Birma geboren also) auszugraben. Liest sich wie geschmiert. Man will gar nicht mehr aufhören. Ich hoffe, Sie entdecken auch immer wieder solch fesselnde Lektüre.

 

 

Samstag, den 5. Oktober 2013

Die Saison als Ballkünstler ist vorbei, Herbst und Winter ist Kulturzeit, Schaffenszeit als Kreativator. Ideen kommen und gehen, wir müssen "nur" wach dafür sein. Wir wissen inzwischen alle: in jedem von uns steckt ein Künstler, wir selbst sind Kunstwerke, die es gilt, ins Licht zu rücken. Vielleicht schauen Sie mal in meiner virtuellen Kunstausstellung vorbei, da habe ich eine neue "Mutterkiste" aufgestellt. Es macht einfach so großen Spaß, kreativ durchs Leben zu gehen. Holen wir weiter alles aus uns raus. Auf einen produktiven Herbst/Winter.

 

 

Mittwoch, den 25. September 2013

Ich habe vor einigen Tagen die Korrekturen von meiner Lektorin zurückbekommen. Es sind die Geburtswehen meines vierten Paderborner Krimis. Ich bin dabei, das Manuskript, das aussieht wie eine ungenügende Deutscharbeit mit vielen rotmarkierten Stellen, abzuarbeiten. Aber sie hat ja immer so recht, meine Lektorin. Ohne sie wären meine Krimis eine fortlaufende Baustelle. Ich bin ihr so dankbar. Ihre Anmerkungen sind so was von konstruktiv, ich habe richtig Spaß am Umsetzen ihrer Korrekturen, weil ich weiß, dass dann alles gut wird. Die Form muss stimmen, gewahrt bleiben. Das korrigierte Manuskript wandert danach nochmals zurück zur Lektorin, wird nocheinmal gelesen bis es schließlich druckreif ist. Ich hoffe, dass es am Ende ein "Böses Erwachen" für viele geben wird, und zwar noch rechtzeitig für den Gabentisch. Bis später mal.

 

 

 

Donnerstag, den 19. September 2013

Marcel Reich-Ranicki ist gestern im stolzen Alter von 93 Jahren verstorben. Literaturpapst wurde er genannt, also die höchste literaturkritische Instanz der deutschen Literatur ist damit wohl gemeint. Unvergessen seine emotionalen Auftritte im "Literarischen Quartett", seine Verrisse und Empfehlungen errangen Kultstatus. Sein Leben hat er aufgeschrieben, es wurde zum Bestseller und erfolgreich verfilmt. Bis zuletzt hat er täglich gearbeitet in seinem Büro mit Sekretärin an literarischen Projekten, hat noch regelmäßig redaktionelle Beiträge für die FAZ geschrieben. Sein großer Lebensantrieb war seine Liebe zur Literatur, zu den Büchern, die ich mit ihm teile. Für ihn sei Literatur höchstkomprimierte Wirklichkeit und deshalb reizvoller und interessanter als diese. Auch das kann ich unterschreiben mit der Ergänzung, dass mein reales Leben auch sehr spannend und reizvoll ist. Er hat ein langes, ausgefülltes und erfolgreiches Leben gehabt, vielleicht auch eine kleine Wiedergutmachung für die anfängliche Leidenszeit als verfolgter Jude unter dem Naziregime. Er wird mir irgendwie fehlen, dieser kompetente Urtyp der deutschen Literaturszene. Ich habe ihn immer respektiert und gemocht, auch weil er kein Blatt vor den Mund genommen hat und so laut und deutlich geredet hat. Er hat seine verdiente letzte Ruhe gefunden.

 

 

 

Dienstag, den 10. September 2013

Meine Lektorin meldet sich erstmals zurück, zu viel Böses in "Böses Erwachen". Sie sei nicht der Lesetyp für einen Thriller. Ich ja eigentlich auch nicht. Trotzdem wollte ich ihn schreiben, diesen Paderborn-Thriller. Warum müssen die Thriller immer in der großen, weiten Welt spielen und nicht vor unserer eigenen Haustür? Das Böse ist doch so nah. Wir alle müssen uns täglich entscheiden, uns mit dem Bösen auseinandersetzen, selbst in den kleinsten Dingen. Es ist und bleibt Bestandteil unserer Welt, in der wir versuchen, glücklich zu leben. Was kann uns eigentlich noch schocken? Uns aufrütteln, für das Gute in der Welt einzutreten? Antwort: Wir müssen dem Bösen begegnen, ihm die Stirn bieten, uns entgegenstemmen, den Fight aufnehmen, um am Ende zu siegen. So kommt es auch in meinem Paderborn-Thriller. Geliebte Lektorin, halte durch bis zum Ende, am Ende ist das Böse am Ende, besiegt, vernichtet, der Frieden in der Domstadt wieder hergestellt, und auch die Liebe, die Freundschaft,  die Hoffnung bleibt. Auf der Strecke bleibt das Böse und diejenigen, die ihm verfallen waren, dem Teufel in uns allen. "Böses Erwachen" muss das Licht der Öffentlichkeit erblicken, ich hoffe, dass meine Lektorin das am Ende auch so sieht. Eine Kriminalgeschichte ist schließlich kein Arztroman, obwohl...nein, ich darf icht zu viel verraten. Jeder soll sein ganz persönliches "Böses Erwachen" erleben, meinen vierten Paderborner Krimi lesen, wenn es denn so weit ist. Es bleibt spannend.

 

 

Mittwoch, den 28. August 2013

Wolfgang Herrndorf, der Schöpfer von "Tschick" und "Sand", ist tot. Er wurde 48 Jahre alt. Er hat lange durchgehalten. Schon 2010 haben die Ärzte ihn totgesagt, ein unheilbarer Hirntumor. Mit ihm stirbt der letzte Funke an Hoffnung, in ihm, in seinen Freunden, in seinen Lesern, in mir. Ich hätte so gern noch so viel von ihm gelesen, zuletzt sein Internet-Tagebuch. Er wurde immer weniger. Er schrieb immer weniger, zuletzt halfen ihm seine Freunde beim Schreiben. Es ist zum Heulen. Er starb nicht an Krebs, wie ich lesen konnte, er hat sich erschossen am Kanal in Berlin, wo er so oft spazieren ging. Ein kleiner Trost: Er hat mehr als ein halbes Leben gehabt, er hat geliebt und wohl auch gehasst, als Bestsellerautor geht er in die Literaturgeschichte ein. Sein Leiden hat nun ein Ende, bis zuletzt hat er wohl an einem neuen Buch ("Isa") gearbeitet. Ob es erscheint? Sein Abschiedsgeschenk. Er ruhe in Frieden, auch in mir.

 

Montag, den 19. August 2013

Sorry, war ein paar Tage das Meer schauen, offshore und offline sozusagen. Hatte ganz vergessen, mich hier auf meiner homepage bei Ihnen abzumelden. Eine Netzverbindung hatten nur die wenigen verbliebenen ortsansässigen Fischer, wenn sie mit ihren klapprigen, in die Jahre gekommenen Kutter frühmorgens die See durchpflügten und auf einen guten Fang hofften. Ich hoffe weiter auf einen guten „Besucherfang“, dass Sie mir weiter ins Netz kommen zum regelmäßigen „E-Smoking“. Ich werde mich jedenfalls ab sofort wieder für Sie mächtig ins Zeug legen als armer Poet, als Schreiberling, bis mir der Kopf raucht. Auf gute Rauchzeichen und auf einen schönen Spätsommer und Frühherbst.

 

Samstag, den 3. August 2013

In Indien ist es auch immer brutal heiß, und oft geht es dort auch heiß her, besonders die Frauen haben darunter zu leiden. Aber dieses Thema blende ich einfach mal aus, denn es passt nicht zu dem Bild, was mir die Autorin Kiran Desai in ihrem Roman „Der Guru im Guavenbaum“ von Indien malt. Jeden Abend vor dem Einschlafen besuche ich wie all die indischen Pilger und die anderen Affen Sampath Chawla in seinem Baumbett, in das er sich zurückgezogen hat. Der „Affen-Babba“ hatte genug von seinem Leben als erfolgloser Postbeamter und Taugenichts in den Augen seiner Familie. Viele in seinem Alter hätten schon mindestens zwei Gehalterhöhungen bekommen, meint sein Vater zu ihm. Ein klassischer Aussteiger in einer exotischen Welt, der gleich zum Guru aufsteigt in den Augen seiner Mitmenschen, nur weil er in einem Baum leben und seine Ruhe haben will und ab und zu ein paar Sprichwörter runterrasselt und seine Gläubigen damit verzückt. Würde man so etwas in unserem Lande tun, käme sofort die Bauaufsicht und würde die Baugenehmigung verlangen und dann ginge es wahrscheinlich  ab in die Klappse. Dabei haben wir doch alle schon als Kinder von so einer schönen Baumhütte geträumt. Leider musste ich mir die noch selbst zusammenzimmern, illegal, irgendwo draußen vor der Türe fern ab der Zivilisation. Heute sieht man fast in jedem Garten so eine Baum- oder Spielhütte, gibt es sogar als Bausatz zu kaufen für stolze Väter und heimliche Baumeister. Vielleicht wären wir alle glücklicher, wenn wir so wie der Guru im Guavenbaum in Baumhäusern einfach nur so in den Tag hinein leben könnten. Es ist auch schon ganz schön, dies in der Phantasie erleben zu dürfen. Lassen Sie Ihrer Vorstellungskraft auch Flügel wachsen...

 

 

Donnerstag, den 25. Juli 2013

In Paderborn ist vor dem Hauptbahnhof ein Apfelkunstwerk installiert worden. Finde ich echt klasse, wurde auch höchste Zeit, dass man dem (meinem) Apfel ein Denkmal setzte. Normalerweise hält er den Doktor fern, vielleicht vor dem Bahnhof in Paderborn Randale und Verbrechen. Meine künstlerische Betätigung beschränkt sich im Sommer auf meine Aktivitäten als Ballkünstler, genauer als Filzballkünstler. Seitdem ich mit DoppelMcMinn in der Hüftregion wieder laufen kann, kann ich den Ballkünstler in mir wieder zum Leben erwecken. Ich bin sozusagen aus dem Bewegungskoma erwacht, laufe meiner Form im Tennis nur noch ein ganz kleines Bisschen hinterher. Ich hatte fast vergessen, wie gut sich Siege im Sport anfühlen, wenn kleine Sportträume in Erfüllung gehen und nach mehr verlangen, nach Wiederholung. Selbst in dieser aktuellen Saharahitze habe ich ein Turnier gemeldet und kämpfe um sportliche Ehren. Ganz schön bekloppt, was? Hat dieses Wort wohl etwas mit Jürgen Klopp zu tun, dem hochmotivierten Fußballtrainer von Borussia Dortmund? Ein bisschen "kloppi" ist gar nicht verkehrt, oder ist das schon der Wüstensonnenstichkollerüberhitzungsanfall.....????!!!!

 

 

 

Freitag, den 7. Juli 2013

Gestern bin ich in Paderborn den Heinz-Nixdorf-Ring gefahren. Da gibt es eine Baustelle, die die Zufahrt zum Haupteingang der Fa. Wincor-Nixdorf behindert oder mindestens etwas unübersichtlich macht. Deshalb wurden Hinweisschilder aufgestellt, die den Autofahrer zum Haupteingang von Wincor-Nixdorf geleiten sollen. Aber was lese ich auf den Schildern aus Richtung Frankfurter Weg kommend: HAUPTEIGANG. Da hat sich der Fehlerteufel auf einem Straßenschild sehr humorvoll verewigt, wie ich finde. Bedeutet das, dass in der Kantine von Wincor-Nixdorf als Hauptgang ein Ei-Gericht serviert wird? Oder wird man gar am Haupteingang zur Begrüßung mit Eiern beworfen? Oder sollte man direkt den Schilderdrucker mit faulen Eiern bewerfen? Oder geht man am Haupteingang der Fa. Wincor-Nixdorf wie auf Eiern, ein Warnschild, dass man vorsichtig die Treppen hinauf steigen soll, weil es sehr rutschig werden könnte. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Ich liebe den Fehlerteufel. Und er liebt uns auch...

 

 

Mittwoch, den 26. Juni 2013

 

Sie werden sich im ersten Moment sicher fragen, wenn Sie meinen ersten Kürzest-Krimi „Abgang“ lesen: Was ist denn mit dem los? Ist dem die Tinte ausgegangen? Hat es ihm die Sprache bzw. die Schrift verschlagen? Wie kommt der denn auf so eine komische Idee? Die Kunst des Erzählens bestehe im Weglassen, erzählen sei nichts als weglassen, habe ich mal irgendwo gelesen. Dann kann man es vielleicht ganz lassen, könnte man einwenden. Das finde ich aber nicht, im Gegenteil, je mehr man weglässt, um so stärker wird die Phantasie des Lesers angeregt. Lassen Sie sich einfach mal darauf ein....Ich bin auf diese Idee gekommen, weil ich in unserer Fernsehzeitung „Prisma“ sehr oft diesen Kurzkrimi lese und man hinterher den Täter erraten soll, der meistens auf dem Kopf gedruckt darunter steht. Sie brauchen keinen Täter zu ermitteln, sondern sich höchstens einen eigenen Reim darauf machen. Aber schreiben Sie nicht gleich einen ganzen Roman dazu...Viel Spaß beim Schmökern...

 

Freitag, den 14. Juni 2013

Endlich mal wieder ein paar Sonnentage, in aller Bescheidenheit, es können aber ruhig noch mehr und heißere werden. Lese zur Zeit "Die Zeit", als Gratis-Probe-Abo, man kann sich fast das ganze Jahr über mit irgendwelchen Probeabos durchschlagen. Ab und zu bezahle ich auch dafür, schließlich will ich ja zum Überleben der Printmedien beitragen. In der aktuellen Ausgabe der "Zeit" finde ich eine große Beilage zum Thema "Philosophie", genauer "Was ist das gute Leben?" Um mir diese Frage zu beantworten, ich denke eigentlich ganz gern selbst, frage ich, "Gibt es ein schlechtes Leben?" Klaro, da fällt mir ne Menge zu ein. Wenn man krank ist, nichts zu lachen hat, niemanden, den man lieben darf, nichtmals sich selbst, wenn man nichts zu beißen hat, in Unfreiheit leben muss, hungern oder gar dürsten und frieren, wenn man mit Ängsten leben muss, nicht lesen und schreiben kann, sich nicht erinnern, sich nicht mehr bewegen kann, in eine Depression verfällt, nicht mehr denken und eigenverantwortlich handeln kann, dann hat man ein schlechtes Leben. Wenn man alle diese schrecklichen Dinge ins Gegenteil umkehrt, kann man die Frage nach einem guten Leben eindeutig beantworten. Es gibt das gute Leben, es lohnt sich dafür zu streiten, zu kämpfen, es zu verteidigen, wenn man es denn hat. Gut zu leben, heisst auch, sich zu suchen und zu finden. Machen wir uns bemerkmar, sprechen wir, schreiben wir, damit wir uns selbst und andere uns erkennen. Lasst uns einander zurufen: "Hey, ich lebe! Ich bin da. Nimm mich bitte zur Kenntnis. Achte und respektiere mich. Liebet mich!"

 

 

 

Samstag, den 1. Juni 2013

Jetzt ist der Mai auch schon durch. und ich leide immer noch an Licht- und Wärmemangel, an der viel zu feuchten Luft, an dem vielen Wasser, das sich über mich ergiest. Frühling, wo warst Du in den letzten 6 Wochen, kein Bock auf uns gehabt, wie? Ach, und der Sommer hat auch nicht so richtig Lust auf uns? Meinst Du? Das glaub ich nicht...Und wenn, dann ist es halt so. Dann mach ich mir halt wieder schöne Gedanken, wenn das mit dem Wetter nicht hinhaut. Ich lass mich doch nicht untertauchen...dann lese ich halt Sommergeschichten...der nächste Frühling kommt bestimmt...Und dann werden wir es Dir zeigen, kurze Ärmel, kurze Hosen, und das schon Mitte April...und Du, Sommer, so ein paar schöne Tage wirst Du ja wohl für uns übrig haben, dieses Jahr...Bitte keine Überschwemmungen mehr...Da läuft mir ja ein Schauer über den Rücken...

 

 

Freitag, den 24. Mai 2013

Ich lese im "Zeit-Magazin" ein Interview mit dem 91jährigen Egon Bahr, ein Weggefährte und Freund von Willi Brandt. Ich finde es beeindruckend, wie klar dieser alte Mann im Kopf noch ist und jeden Tag in sein Büro im Willy-Brandt-Haus geht. Von einer Demenz und Pflegebedürftigkeit ist beim ihm keine Spur zu erkennen. Das gibt doch Hoffnung, dass man eben auch in "Würde albern" kann, wie die "Bullemänner" in ihrem neuen Comedian-Programm behaupten, das ich jüngst in Delbrück verfolgen durfte. Am Ende des Interviews wird Egon Bahr gefragt, wie man ihn in Erinnerung behalten solle. "Man hat sich bemüht", lautet seine weise Antwort. Und auf die Frage nach der Botschaft, die er jüngeren Menschen mit auf den Lebensweg geben würde, antwortet er:"Erkenne Dich selbst. Du musst das machen, was in Dir drin steckt, damit Du dich voll entfaltest, im Interesse der Gesellschaft und des eigenen." Ich finde, da hat er recht. Das ist verdammt viel, wenn man das hinkriegt, die Voraussetzung für ein glückliches, erfülltes Leben.

 

 

Freitag, den 10. Mai 2013

Immer wenn man sich oben auf und verdammt glücklich fühlt, schmettert einem das Schicksal eine neue volle Breitseite ins Gesicht. Das Alter, die Krankheit trifft mal wieder voll ins Schwarze, zeigt sein hässliches Gesicht. Ich bin einfach nur traurig, dass so liebe, selbstlose Menschen wie meine Erzeuger am Ende ihres Lebens noch einmal so leiden müssen und ich kann einfach nichts tun als trösten und etwas Freude durch Anwesenheit spenden, Streicheleinheiten für meine alten, kranken Eltern. Da müssen neue Worte her:

 

 

Machtlos wütend

 

Ein Gedicht, ein Gedicht,

zeig mir Dein hässlich Gesicht,

aus dem’s herausbricht. (Kotz)

Es hält nicht mehr dicht.

Nur Schrecken und Angst, kein Licht,

der Tod, dieses Schwergewicht.

Krankheit vorweg, mehr ging einfach nicht.

Schmerz und Verzicht,

Verlust, Du Teufelsgesicht.

Killerzellen Schicht für Schicht,

Strahlen, Chemo, Messer sticht.

Der Sieg kam nie in Sicht.

Verloren, vergraben, am Ende auf’s Ende erpicht.

Ein Gedicht, ein Gedicht,

ich rotz Dir ins Gesicht.

 

 

Mittwoch, den 1. Mai 2013

Alles neu, macht der Mai! Endlich! Ein neues Buch, ein neuer Satz, ein neues Wort, eine neue Idee, ein neues Auto, ein neues Haus, ein neuer Job, eine neue Frau, ein neuer Mann, oder die alte Frau und den alten Mann mit ganz neuen Augen sehen, die Schönheit deiner Jugend- und Lebensliebe neu entdecken, die innere wie äußere und nach innen schmunzeln und fühlen: einfach wunderbar, dass es Dich, meine über alles geliebte Ehefrau, gibt. Auf ewig! Auch die Hosen und Hemden macht der Wonnemonat neu, die Sommersachen rücken in den Fokus, Mensch, habe ich schöne Sachen im Schrank hängen, aber das eine oder andere neue Teil darf es auch sein. Neue Farben, grün ist der Mai, auch, und gelb, und rot, und rosa. Was für eine Kirschblütenpracht! Meine ganz jungen Obstbäume (Apfel, Sauerkirsche) schlagen aus, blühen auf. Wie ich, Frühlingsgefühlegewitter, es kracht und donnert in mir. Alles muss raus, ich muss raus! Ich tanze nicht in den (das ist mir einfach zu spät) aber sicher am 1. Mai mit meinem Hund und meiner Liebsten um die Wette. Wetten, dass Sie das auch schaffen....



 

 

Donnerstag, den 25. April 2013

Unser Hund ist eine absolute Lichtgestalt. Ich bin zur Zeit für ein paar Tage allein mit ihr zu hause und wir sind längst ein eingespieltes Team, ich und meine "Mouse", immer noch Dackel-Pinschermix, nur noch lebendiger, noch ein größeres Energiebündel, kaum zu bändigen. Der ehemalige auf Malle verfolgte Straßenhund ist voll integriert, akklimatisiert, sozialisiert und was weiß ich nicht noch alles. Im Haus klebt sie an meinen Fersen, keinen Schritt kann ich ohne sie gehen, sie will immer nur spielen, meine Aufmerksamkeit, und mein Bestes, nicht mein Geld, aber das Futter und die Lekkerlis, die ich aus meiner Hosentasche in regelmäßigen Abständen zaubere. Ich kann mich kaum sattsehen an ihren Bewegungskunststücken im Garten oder auch in Feld und Flur. Unglaublich, diese motorische Begabung, beneidenswert, wie tief sie ihren Schwerpunkt absenken kann und wie sprintstark und wendig und sprunghaft sie ist. Von ihrer Athletik hätte ich gern 10% nur ab, dann wäre ich der beweglichste und schnellste tennisspielende Senior 50plus, den es je gegeben hat. Ich werde versuchen, mir bei ihr etwas abzuschauen. Das hat bei mir bisher immer gefruchtet, das Abkupfern von Bewegungsabläufen in diversen Sportarten. Aber man wird ja auch nicht jünger...obwohl, mit meinen beiden neuen Hüftprothesen sagt man mir eine ganz neue Beweglichkeit nach. 10 Jahre habe ich damit wohl locker gut gemacht. Machen Sie es auch gut...

 

 

Freitag, den 19. April 2013

„Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen.“

Dieses chinesische Sprichwort treibt mich immer wieder an, neue Kerzen in meinem Leben anzuzünden, auch wenn die Welt da draußen sich so oft gespenstisch verdunkelt, wie zum Beispiel in Bosten momentan. Schon wieder eine Schießerei, schon wieder ein toter Mensch zu viel. Ich will selbst eine Quelle des Lichts sein und auf andere abstrahlen. Fackeln wir also unser Leben an, zünden wir ein Feuerwerk an Ideen und Lebensfreude, so wie die Natur es uns gerade vormacht. Erfinden wir uns immer wieder neu, mit Worten, mit Taten. Es gibt doch so viel Schönes im Leben zu entdecken. Auf geht’s. Jetzt erst recht!
   

Mittwoch, den 10. April 2013

Es gibt Wendejacken, die Wetterwende, die Sonnenwende, den Gottlieb Wendehals, Wände, die eingerissen werden müssen, und es gibt einen Wenderoman, nämlich von Thomas Brussig "Wie es leuchtet", und der leuchtet mir zur Zeit hell in mein Leserattenherz. Der ist so ergiebig, dass ich schon jetzt nach der Hälfte der Lektüre ganz heiß darauf bin, ihn mindestens ein zweites Mal zu lesen. Es geht um den Mauerfall 1989, um die Zeit kurz davor und kurz danach, um Ossis und Wessis, wie sich die unterschiedlichsten Menschen halt mit wenden. "Alles, was ich über diese Zeit weiß, weiß ich von Deinen Bildern," sagt Lena, eine der Hauptpersonen dieses Romans, ganz am Anfang, also als ersten Satz, gemeint ist ihr Bruder, der alles fotografiert, also Wendefotos schiesst. Ich hoffe, dass sich am Ende alles zum Guten wenden wird. Die Wende war ja eines der heraussragendsten Ereignisse des letzten Jahrhunderts. "Wie es leuchtet" hat mindestens die gleiche Strahlkraft. Ich werde in meiner Rubrik "Gut zu lesen" sicher noch darauf zurückkommen. Wenn Sie den Wenderoman noch nicht gelesen haben, wenden Sie sich ihm schleunigst zu.

 

 

 

Donnerstag, den 28. März 2013

Ich red ja nicht gern über Geld, kaum jemand tut das, aber das Thema reisst einfach nicht ab. Was die Banken in Zypern mit ihren Kunden machen, finde ich schon äußerst heftig. Die klauen ihren Kunden Geld und beschlagnahmen es fast komplett für einen viel zu langen Zeitraum. Dieser Art von Bank würde ich mein Vertrauen komplett entziehen, das heisst, ich würde mein Geld komplett abziehen und lieber unter dem Kopfkissen bunkern. Wahrscheinlich wird das in Zypern auch passieren, dann können sie nur noch auf das Öl und das Gas hoffen, das man unter ihrem Lande vermutet. Und das Spielchen mit den Russen zu treiben, finde ich total fatal. Denken wir nur an die russischen Inkassobüros, an die Russenmafia, an den skrupellosen Putin. Junge, Junge, wenn das mal nicht noch ein Nachspiel hat, ein böses. Wenns ums Geld geht (Sparkasse), hört der Spaß

bekanntlich ganz schnell auf. Und den Weg musst Du Dir dann selbst freimachen. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob dieses Spielchen nicht auch mit uns „Wessis“ gespielt werden kann, wenn die Lage es erfordert. Und ich finde, die globale Finanzlage wird immer brisanter und unüberschaubarer. Konto und Türen zu sperren ist ganz einfach. Ein Klick, und dann ist Schicht im Geldschacht und jeder muss selbst sehen, wie er ohne sein Geld klar kommt. Der alte Quindt aus Christine Brückners „Poenichen“-Trilogie hat es schon immer gewusst: „Geld kann gar nicht bar genug sein.“ Na ja, ist gibt wichtigere Dinge als Geld.



 

Donnerstag, den 21. März 2013

Ich lese gerade die Autobiographie der irischen Schriftstellerin Nuala O'Faolain mit dem Titel "Nur nicht unsichtbar werden". Sie hat dieses Lebensziel definitiv erreicht, ist Bestsellerautorin und arbeitet beim Fernsehen als Producerin, sie hat sich also sichtbar gemacht und gehalten. Der Weg dorthin war und ist steinig für sie. Ich liebe diese irischen Geschichten, sie sind traurig, aber spannend und auch komisch, auf jeden Fall voll im Leben. Altmeister Frank McCourt bescheinigt der Autorin, "den Wein des Lebens zu reichen" in ihrer nun schon fünfzigjährigen Lebensgeschichte. Kann ich nur unterstreichen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie einige mich bewegende Bücher ihren Weg zu mir finden, ohne dass ich bewusst danach suche. In diesem Fall hat eine Freundin meiner Frau ihr Bücherregal ausgemistet und wäschekorbweise Bücher verschenkt. Schon äußerlich ist dieses Buch ein Juwel: klein und handlich, gebunden, feines Volumenpapier, ein wunderschöner Schutzumschlag mit einer faszinierenden irischen Landschaftsaufnahme im Licht der untergehenden Sonne. Es fiel mir sofort ins Auge, und die Autorin war mir auch nicht unbekannt. Ich griff also zu und wurde mit ganz viel Lesespaß belohnt. Ich glaube, dass da draußen in der Welt der Literatur noch Unmengen von gedruckten Büchern darauf warten, von mir entdeckt und gelesen zu werden.

 

 

 

Donnerstag, den 14. März 2013

„Maradonna ist Papst“ könnte man titeln, ging mir so durch den Kopf, als ich und die ganze Welt gestern abend erfuhren, dass der neue Papst aus Argentinien kommt: Franziskus, der Erste. Vielleicht hing das damit zusammen, dass ein Großteil der Fernsehzuschauer auf das Championsleaguespiel Bayern München gegen Arsenal London wartete, ich auch, und dann stieg urplötzlich weißer Rauch auf, keine unerlaubte Pyrotechnik von irgendwelchen Fanidioten aus der Südkurve, nein, das waren eindeutig seriöse Rauchzeichen aus der Kapelle des Vatikans, in der die Kardinäle schon den ganzen Tag ihre weis(ß)en Köpfe zusammensteckten, um sich und allen Katholiken dieser Welt einen neuen Chef (ein neues Oberhaupt) zu wählen. Niemand hat das an diesem Tage (3. oder 4. Wahlgang!?) wohl noch für möglich gehalten, sofort kam Bewegung in die Menschenmenge auf dem Petersplatz in Rom und in die weltweite Berichterstattung. Ich muss gestehen: auch mir sträubten sich die Haare auf den Armen (Gänsehaut-Feeling), als ich den weißen Rauch heraus quellen sah und sich die Kameras auf fast allen Kanälen an den Schornstein heranzoomten. Und dann folgte das wohl berühmteste Standbild der Welt, das ich mir mit Millionen anderen eine Stunde lang gebannt anstarrte: der Balkon mit der geheimnisvoll verschlossenen Tür und dem roten Vorhang, auf dem sich der neue, namentlich noch unbekannte Papst erstmals den Gläubigen (Fans) zeigen würde. Namen und Favoriten wurden medial durchdiskutiert, gehandelt wie Frischware, einige hofften wirklich, dass der neue Papst noch nicht ganz so alt sei, was bei dem Kandidatenfeld eine schwere Aufgabe war. Drinnen wurde unterdessen der neue Papst eingekleidet und in die Maske geschickt. Es drang auch nach draußen, dass der neue heilige Vater noch ein stilles Örtchen aufgesucht habe, um zu beten. Kann man da ja auch machen, sicher ein ganz normales menschliches Bedürfnis für einen frommen Menschen. Und dann war es endlich so weit: der Vorhang und das Geheimnis lüfteten sich, dramaturgisch bestens platziert, und zwar so, dass man pünktlich zum Anstoß ins Münchener Fußballstadion rüberschalten konnte, von einer Religion zur anderen sozusagen, denn Fußball ist für viele auch eine ernsthafte Glaubenssache. Und dann kommt der neue Papst auch noch aus dem Land, aus dem der größte Fußballer aller Zeiten hervorgegangen ist: DIEGO MARADONNA. Vielleicht ist es ja ein Zeichen von oben, dass sich die katholische Kirche mit Franziskus I dem armen Volk von der Straße nun öffnet, dass sozusagen Kirche von unten nun auch von oben gelebt werden soll. Der neue Papst wünschte sich, dass wir alle für ihn beten sollen. Gern! Für ihn und gleich im Anschluss auch für den deutschen Fußball, damit Bayern München die nächste Runde in der Championsleague erreichen möge. Möge der bessere gewinnen. Auf ein faires (Zusammen)Spiel!



 

Dienstag, den 5. März 2013

Endlich ist er da, der Lenz. Wird er jetzt für immer bleiben? Auf jeden Fall ist es jetzt Licht geworden, die Wärme wird noch kommen. Die Sonne und der blaue Himmel tun allen so gut, auch die Welt der Vögel stimmt ihr Jubellied an. Ich hör jetzt allmorgendlich die Amseln, Drosseln, Finken und Stare, und die Spatzen auf dem Dach, wieder zwitschern, und es ist draußen nicht mehr stockfinster, wenn die Jalousien hochgezogen werden. Unser "Reißwolf" von Hund (er zerfleddert die Post und die Werbeprospekte bis zur Unkenntlichkeit des Absenders, wir mussten einen Briefkasten draußen an der Wand vor der Haustür installieren) dreht in einem Affentempo Freudenrunden im Garten mit einer atemberaubenden Kurvenlage, in uns allen erwacht neues Leben und neuer Bewegungsdrang. Ob ich mich beim Sport auch wieder so in die Kurven legen kann wie unsere Mouse, weiß ich nicht, auf jeden Fall werde ich mich mächtig ins Zeug legen und versuchen, mit dem Frühling und Sommer und mit unserem Enegiebündel von Hund Schritt zu halten. Ich glaube, das wird ein gutes Jahr. Carpe Diem.

 

 

Freitag, den 15. Februar 2013

Ich lese gerade an dem Liebesroman "Beziehungw(a)ise" von Michel Birbaek, sehr amüsant und verdammt sprachwitzig geschrieben, kein Wunder, der Ich-Erzähler ist ein Comidian, "der lustige Däne", tut wirklich gut, auch wenn der Held nicht gerade auf der Welle des Erfolges segelt. Aber ich vermute mal, das wird sich noch ändern. Das Adjektiv "waise" gibt mir ein wenig zu denken. Ein trauriges Wort, so ganz ohne Eltern zurückzubleiben, fühlt sich nicht gut an. In meinem fortgeschrittenen Alter ist der Verlust seiner Wurzeln vielleicht eher zu ertragen als in jungen Jahren. Meine Eltern sind alt, aber noch verhältnismäßig rüstig. Meine Schwiegereltern sind innerhalb eines Jahres verstorben. Das reißt eine Lücke, ein Loch, macht mir die Vergänglichkeit des Seins schmerzhaft bewusst. Irgendwann (niemand weiß es, Gott sei Dank), ist die Endstation erreicht. Ich würde gern mit einem Lächeln im Gesicht aussteigen und mit der Gewissheit, eine wunderbare Reise gehabt zu haben und vielleicht eine vollkommen neue vor mir. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg.

 

Sonntag, den 10. Februar 2013

Mit meinem dritten hundsgemeinen Krimi "Welpenschuss" habe ich unserer verstorbenen Dackeldame "Desie" ein literarisches Denkmal gesetzt. Wir sind schnell wieder auf den Hund gekommen, "Mouse" heisst sie, ein Dackel-Pinscher-Mischling aus Mallorca, ein Energiebündel hoch fünf, fast schon ein Zirkushund, mit dem sich herrlich spielen lässt. Da könnte man wieder ein Buch drüber schreiben...Gassirunden mit ihr sind wahre Wettläufe, Mouse ist ein echtes Zugpferd und kann springen wie ein Flummi. Sie tanzt uns manchmal im wahrsten Sinne des Wortes auf der Nase rum, obwohl sie eher klein ist (kniehoch). Gut, dass ich jetzt wieder laufen kann...Und wenn es ihr zu langweilig wird daheim allein auf ihrer Wartebank im Flur, dann zerlegt sie auch schon mal einen Trauerbeileidsbrief in tausend kleine Papierfetzen. Auf einem war gerade noch der Absender zu erraten. Sie kann sich aber auch nützlich machen: meiner Frau hat sie jüngst einen Brief persönlich ins Badezimmer hochgebracht. Mouse ist eine echte Kanone, sie klebt uns an den Fersen, wir lassen uns gern auf Schritt und Tritt von ihr verfolgen. Das gestatten wir sonst niemandem...

 

Freitag, den 01. Februar 2013

So, die Krücken (Unterarmgehhilfen) habe ich erst einmal wieder in die Ecke geworfen, eingemottet, ich hoffe, dass ich sie für die nächsten zehn Jahre nicht mehr hervorholen muss. Der Doc hat mir nach der letzten Kontrolluntersuchung grünes Licht gegeben: Vollbelastung! Daran muss sich mein Körper aber erst wieder gewöhnen. Mein Kopf muss diese Schonhaltungskordinationsabspeicherungen erst wieder vergessen, ich muss sie durch Training und Krankengymnastik überschreiben, softwaremäßig sozusagen die neuste Version aufspielen, um dann wieder auf dem Tenniscourt und dem Alltagsasphalt groß aufzuspielen. Ich bin halt auch eine Zockernatur mit extremen Spieltrieb. Den muss ich einfach ausleben.

 

 

Freitag, den 25. Januar 2013

Eine Frau aus Salzkotten-Verlar wird heute 100(!) Jahre alt und erfreut sich einer guten Gesundheit. Sie ist rüstig und deshalb gut gerüstet für den Eintritt in ihr zweites Lebensjahrhundert. Auf die Frage der Lokalredakteurin, was ihr Rezept für dieses hohe Alter sei, antwortet sie: "Keinen Alkohol, und das Rauchen habe ich mir vor einigen Jahren abgewöhnt." Wunderbar! Also, so mit neunzig sollte man sich das Rauchen abgewöhnen, wenn man nicht frühzeitig sterben will. Was Helmut Schmidt, der Alt-Kanzler, wohl dazu sagen würde. Jedenfalls kann es auch schön sein, alt zu werden. Daran will ich arbeiten, und im Alter will ich auch arbeiten sprich schreiben und lesen und kreativieren...Ideen muss man haben.

 

Donnerstag, den 17.01.2013

Der Wintereinbruch spielt mir nicht in die Karten, meine Hüftsituation (Doppel-McMinn), immer noch auf Krücken, ist eher schon auf Frühling und Sommer ausgerichtet. Ich bin ganz schön blauäugig, und mit diesen echten blauen Augen träume ich schon weit voraus, mein verträumter Blick richtig sich auch auf meine Lektorin, die in Kürze (hoffe ich jedenfalls) meinen vierten Krimi am Tatort Paderborn beäugt. Es wird noch dauern, bis ich eine erste Rückmeldung erhalte, ihrem kritischen Blick entgeht nichts. Ich will nur so viel verraten, dass ein "Paderborner Thriller mit Augenzwinkern" im nächsten Bücherherbst das Licht der Öffentlichkeit erblicken soll. Ich treibe es mit meiner Schreiberei immer häufiger und "gerner" auf die Spitze. Ob sie auch Spitze ist, müssen andere beurteilen. Auf jeden Fall werde ich weiter an mir arbeiten, denn Arbeit macht mich frei, so wie meine neue Hüfte. Kommen Sie auch gut durch den Winter, brechen Sie nicht ein.

 

 

Dienstag, den 8. Januar 2013

Ich habe gestern den zweiten Teil der Familiensaga über das legendäre Hotel "ADLON" gesehen, die zwanziger Jahre, Anfang der Dreißiger, Hitlers Machtübernahme. Was müssen das für Verbrecher und Mörder gewesen sein, diese Nasis, alle durch die Bank von oben bis zum niedrigsten Helferschwein. Vorher die Weltwirtschaftskrise, Inflation, Arbeitslosigkeit, Armut. Die Technik noch in ihrer Keimzeit behaftet, Elektrizität, Zentralheizung, die ersten Radiosender, kein Fernseh, wohl aber Film und Theater, Zeitungen. Und dann dieser geisteskranke Rassenwahn, der sich unter Hitler ausbreitete wie eine tödliche Seuche! Was für eine Willkür und Ungerechtigkeit, denen das Volk ausgesetzt war. Ich denke an China, an Russland, an die Ukraine, an Syrien, an Iran, und, und, und. Wir sollten nie aufhören, für Freiheit und Menschenrechte, Menschenwürde, für Demokatrie, Frieden und Rechtstaat zu kämpfen, für die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens, an die sich jeder Mensch zu halten hat, wenn er denn als solcher leben will und nicht als halbes Tier dahinzuvegetieren. Ich finde, das kann man nicht oft genug schreiben.

 

Mittwoch, den 2. Januar 2013

Ich bin wieder da, war nie richtig weg, sieht man mal von den 2 Stunden der Narkose ab während der OP. Ich bin wieder am Arbeiten und am Schreiben, unterarmgehhilfenabgestützt, noch nicht ganz im Vollbesitz meiner Kräfte, aber wohl auf und voller Hoffnung und Motivation auf ein neues, voll bewegliches und bewegtes Leben ohne Schmerzen in den Hüften. Meine Hüftgelenke sind jetzt wie neu, nicht mehr die alten, kaputten, oberflächenersetzt, die Knochen blieben mir erhalten. Die waren noch gut, nur die Knorpelgleitschicht fehlte. Jetzt gleitet Metall auf Metall, geschmiert von der natürlichen Gelenksflüssigkeit. Alles wird gut.

 

 

 

Mittwoch, den 19. Dezember 2012

Ich schlafe mich jetzt einmal so richtig aus, im Brüderkrankenhaus zu Paderborn, da wo mein literarischer Held, Pfarrer Horst Klöden, in „WELPENSCHUSS“ seinen Hundebiss auskurierte, hole mir dort mein diesjähriges, wohl größtes Weihnachtsgeschenk ab: meine zweite künstliche Hüfte, Oberflächenersatz nach „MCMINN“, für mich ein wunderbares Kunstwerk der Medizintechnik. Der Künstler ist ein Chirurg namens Dr. Norbert Lindner. Kunstfehler liegen ihm hoffentlich fern. Ob Sie es glauben oder nicht, ich freue mich auf diese OP, genauer auf die Zeit danach im und außerhalb des Krankenhauses. Kann sein, dass ich mich erst im neuen Jahr wieder als Autor hier auf meiner Homepage melde. Also, laufen Sie mir nicht weg, drücken Sie mir die Daumen und nutzen Sie wie ich die Weihnachtszeit für eine umfangreiche Bettlektüre...muss ja nicht gleich eine Krankenbettlektüre sein...



 

Mittwoch, den 12. Dezember 2012

Sie haben Ihre Wunschzettel für Weihnachten sicher auch schon geschrieben und an die familiären und freundschaftlich verbundenen Weihnachtsmänner und -frauen weitergereicht. Stehen bei Ihnen Bücher auch ganz oben auf dem Zettel? Verschenken Sie Bücher? Bestimmt! Und wenn ja, welche? Meinen neuen vierten Paderborn-Krimi werden Sie hoffentlich Weihnachten 2013 auf der Liste haben, dieses Jahr müssen sie wohl oder übel fremdlesen...Aber Gott sei Dank ist die Auswahl ja riesig. Ich bin am Wochenende in Paderborn auf dem Weihnachtsmarkt gewesen und habe natürlich auch bei Thalia und Linnemann reingeschaut. Ich weiß nie, wo ich zuerst reinschmökern soll. Auf meinem Wunschzettel steht der neue Martin Suter Krimi "Allmen und der rosa Diamant" ganz oben, aber auch Nele Neuhaus' neuster Taunuskrimi "Der böse Wolf" und John Irvings Neuer "In einer Person" regen meinen Leseappetit an, genauso wie irgendetwas von Bodo Kirchoff...Verschenken werde ich den neuen Adler-Olsen "Verachtung" und den Harrenberg-Kalender "Brain storming" 2013 und sicher noch die eine oder andere geschriebene Überraschung und Spontankaufentscheidung. Was wäre ein Weihnachtsfest ohne einen Bücherstapel unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum. Ich wünsche uns allen eine belesene Bescherung.

 

 

 

Samstag, den 1. Dezember 2012

Im "Zeit-Magazin Literatur" lese ich ein Interview mit der von mir sehr verehrten und vielgelesenen Schriftstellerin Nadine Gordimer aus Südafrika. Sie ist inzwischen 88 (!) Jahre alt und hat soeben ihren neuen Roman "Keine Zeit wie diese" herausgebracht. Auf die Frage, woher sie die Kraft nehme und was ihr das Schreiben bedeute, antwort sie: "Solange ich eine Stimme habe, nutze ich sie. Ich habe Verantwortung als Schriftsteller...Schreiben heißt für mich, sich selbst und die Welt zu erforschen...Als Autorin hoffe ich, wenigstens mit dem schmalen Strahl einer Taschenlampe Licht in das Labyrinth der menschlichen Erfahrung zu bringen." Das finde ich schön und möchte es an dieser Stelle auf- voll unterschreiben. Ich freue mich auf die Adventszeit, die mich besonders zum Lesen und Schreiben einlädt. Fühlen Sie sich einfach mit eingeladen und lassen wir uns treffen von dem schmalen Strahl einer Taschenlampe...

 

 

 

Donnerstag, den 22. November 2012

Bei mir im Kopf macht es "KLICK", weil Sie so oft und regelmäßig meine Homepage anklicken. Ich finde Ihr Klickverhalten echt gut, es spornt mich und meine Schreibphantasien an. Über 1000mal wird meine Seite in der Woche angeklickt, es macht mir großen Spaß, für Sie zu schreiben. Oft frage ich mich, wer Sie wohl sind? Schreiben Sie doch auch einmal für mich, eine kleine email, aber nur wenn Sie Lust haben. Ich weiß ja, dass Sie da sind und mir zuhören. Ich fühle mich ziemlich produktiv im Moment, meinen 4. Paderborner Krimi habe ich nun auch im Kasten. Bald wird es ein böses Erwachen geben in unserer Domstadt, so viel kann ich Ihnen schon versprechen. Aber das "bald" wird sich noch hinziehen, Sie wissen ja, der Feinschliff, das Korrekturlesen, immer und immer wieder überarbeiten, bis ich glaube, das letzte Wort gefunden zu haben. Ich habe gern das letzte Wort. Bis später mal.

 

 

 

Dienstag, den 13. November 2012

Wer denkt, Namen sind Schall und Rauch, der irrt, besonders in meinen Geschichten mit Lokalkolorit. Auch wenn sie noch so kurz und alt sind... Jüngst erreichte mich die Rückmeldung eines besorgten Sohnes, der sich darüber beschwerte, dass sich seine längst pensionierten Eltern in einem meiner Kurzkrimis angegriffen, ja verletzt fühlten, weil ich einen weitverbreiteten Nachnamen unserer Region für eine klitzekleine Romannebenfigur verwendet  und in einen nachbarschaftlichen, negativen Handlungszusammenhang gebracht habe, so dass sie glaubten, sie seien gemeint. Er bat mich, die Namen zu ändern. Hab ich natürlich gemacht, ob Meier, Müller oder Schulze, war mir und der Geschichte absolut unwichtig. Über 6 Jahre schlummerte diese kurze Kriminalgeschichte so vor sich hin, in der Schublade, im Netz, auf meiner homepage, jetzt war sie zum Leben erweckt worden. Man soll Literatur niemals unterschätzen oder totsagen. Ich freue mich immer wieder, wenn meine Schreibe auflebt.

 

 

Donnerstag, den 25. Oktober 2012

Martin Suter, dass ich von dem vorher noch nichts gehört und gelesen habe. Im Moment verschlinge ich "Allmen und die Libellen", eine Kriminalgeschichte, in die ich so herrlich abtauchen kann. Das ist so eine Hochstablergeschichte, die mich an Thomas Manns "Felix Krull" erinnert. Jeder Satz, jedes Wort ein Genuss! Ein wahrer Lebenskünstler dieser Johann-Friedrich von Allmen, der innerhalb weniger Jahre sein Millionenerbe verprasst und momentan von seiner ehemaligen Bonität lebt, also auf Pump, und das geht natürlich auf Dauer nicht gut. Allmen ist ein Kunstgourmet, liebt Opern und Bücher und verkehrt in der Grauzone des Kunst- und Antiquitätenhandels. Zusammen mit seinem Komplizen und Butler Carlos schlingelt er sich im Müßiggang durch das Leben. Ich habe den Autor im Netz gegoogelt und festgestellt, dass es ein großes literarisches Werk von ihm gibt. Wunderbare Lesestunden warten auf mich. Kann ich nur weiter empfehlen. Also ran an die Lektüre!

 

 

Donnerstag, den 11. Oktober 2012

Die Frankfurter Buchmesser läuft, läutet einen neuen Bücherherbst und Lesewinter ein. Verlage, Lektoren, Autoren, Agenten und Leser tummeln sich auf dem Messegelände, in den ehrfürchtigen Hallen des Buches. Und ich sitze im stillen Kämmerlein und schaue aus der Ferne sehnsüchtig hinunter in den Süden meines Heimatlandes. Mein Fazit: die Welt der Bücher lebt, Totgesagte leben länger! Sie steckt trotzdem mittendrin im technischen Wandel bzw. muss sich intensiv mit diesem auseinandersetzen, wie eigentlich jeder von uns auch. Die Digitalisierungswelle fegt über die Buchwelt hinweg, mischt sie kräftig auf, aber Bücher können schwimmen wie Rettungsbojen im Ozean, unsinkbar, sturmstärkenresistent. Das Wichtigste an Büchern, deren Essenz, ist ja nicht die äußere Hülle sondern die schöngeistige Potenz, nämlich das Lesen und Schreiben, die Denke, die Schreibe, ohne die auch die digitale Revolution nicht auskommt. Papier und Druckerschwärze mögen Konkurrenz erhalten von Datenfluten, Speicherkapazitäten und immer höher auflösenden Bildern, aber der Geist des Buches ist konkurrenzlos, unkaputtbar und die Gier der Lesenden nach schöngeistigen Inhalten unersättlich. Freuen wir uns auf einen amüsanten und ausfüllenden Leseherbst und schmökern uns durch den Winter, auch das "E-Smoking" gehört dazu...

 

 

Donnerstag, den 27.09.2012

Desie, unsere alte Rauhhaardackeldame, ist tot. Meinen letzter Krimi "Welpenschuss" habe ich ihr gewidmet, sie hat mich zu dieser Romanidee inspiriert.

Sie war auch sonst im Alltag sehr inspirierend für mich und meine Frau. Sie starb in meinen Armen beim Tierarzt, der sie mit einer Injektion von ihren Todesqualen erlöste. Sie wäre sonst qualvoll erstickt. Im November wäre sie 14 Jahre geworden, ein stolzes Alter für einen Hund. Wir haben ein Familienmitglied verloren und waren tierisch traurig und oft tränennass in den ersten Tagen. Ich habe sie im Garten begraben, sie schläft dort jetzt, wie sie unter unserem Wohnzimmertisch auch immer ihr Nickerchen gehalten hat mit der Schnauze auf meiner Pantoffel. Die habe ich ihr natürlich mitgegeben auf ihrer letzten Reise in den Hundehimmel, und den einzigen Apfel, der an meinem neuen Apfelbaum in diesem Jahr gewachsen ist, gepflückt und auch mit in die Erde gelegt. Vielleicht wächst dort ja in einigen Jahren ein kleines Bäumchen raus, wie bei Theodor Fontane in seinem Gedicht über den Herrn Ribbeck zu Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand. Schlaf gut, Desie, und träum was Schönes. Das versuche ich auch immer.

Desie war ein Gedicht...

 

Donnerstag, den 20.09.2012

Die Tage werden spürbar kürzer, die Temperaturen sacken ab. Auf meinem geliebten Tennisplatz nach Feierabend wird es für uns Racketkünstler immer schwerer, die Flugbahnen der Filzkugel einzuschätzen und den richtigen Treffpunkt des Balles zu erwischen. Die feuchte Asche des Tenniscourts schmiert die hellgelben Gummikugeln rötlich-braun ein, sie büßen an Leuchtkraft ein. Unsere langen Bälle werden immer kürzer, die Fehler häufen sich. Zwei Wochen noch, dann beginnt schon wieder die Hallensaison, nicht für mich, wegen meiner Hüften, da hab ich einen Schaden dran, Hüftschaden, ein neues Gelenk reicht manchmal nicht, um gelenkig und beweglich zu bleiben. Mein Arzt rät mir von den harten Hallenböden ab, ich solle doch Vernunft walten lassen, sagt auch meine Familie. Vernunft war aber noch nie meine Stärke. Ich bin mir sicher, dass ich nicht allzu vernünftig durch den Herbst und Winter kommen werde. 

 

Freitag, den 14.09.2012

Wie kommen Sie an Ihren (Lese)stoff? Wer ist Ihr Bücherdealer? Andere Literaturfreunde? Funk?? Fernsehen? E-Smokung? Buchhandlunngen? Bei mir ist es so, dass überraschend ein Büchlein auf meinem Nachttisch liegt, von meiner sehr belesenen Frau abgelegt, und ich ohne große Vorfeude oder Vorwarnung beginne zu lesen, mich festlese, die Sprache und die Geschichte lieb gewinne und dieses Büchlein dann für einige Tage, manchmal Wochen, mein Begleiter durch den Alltag wird. Dann tauche ich weg in eine Parallelwelt, zum Beispiel in die Zeit des zweiten Weltkrieges in London, genauer in die Pension "Rosamund Tea-Room" im Stadtteil Thames Lockdon, in der vereinsamte Menschen die Kriegszeit überleben wollen. Der Autor Patrick Hamilton nennt sie die "Sklaven der Einsamkeit", allen voran Miss Enid Roach, eine ledige Lehrerin im fortgeschrittenen Alter, böse Zungen nennen sie ein alte Jungfer. Es ist kein Action-Kriegsthriller, eher ein Roman der leisen Töne, der zwischenmenschlichen Begegnungen in Kriegszeiten, sehr amusant zu lesen. Ich finde es immer wieder bezaubernd, von solch ungewöhnlichen literarischen Welten verführt zu werden. Tun Sie mir nach, lassen Sie sich von der Welt der Bücher verzaubern. Einen schönen Leseherbst wünsche ich uns allen.

 

 

Donnerstag, den 30.08.2012

Was sich aus so einer Schreiberei im Netz alles entwickeln kann, davon erzählt mir nicht nur Daniel Glattauers Nordwind sondern auch das Leben. Einem Bekannten von mir bescherte die Internetschreiberei einen echten Hurricane, der ihm ins Leben fegte und sein altes letztlich zerstörte. Seine Frau hatte nämlich eine alte Liebe auf irgend so einem Netzwerk wieder entdeckt, und aus dieser anfangs so unschuldigen Twitterei ist eine heftige Affäre geworden, die seine Ehe zerstörte. Scheidung, Streit um Geld und Sorgerechte, Rosenkrieg, das volle Programm. Inzwischen hat er alles verdaut, eine neue Liebe und Perspektive fürs Leben gefunden, was die Schreiberei doch alles bewirken kann. Jeder Sturm hat auch eine reinigende Kraft, wenn es denn was zu bereinigen gibt. RESET. Alles auf Null setzen, nicht auf Zucker!

 

 

Montag, den 18.08.2012

Schreiben ist ja echt in Mode gekommen, man stelle sich vor, was die Briefzusteller zu tun hätten, gäbe es das Internet nicht. Es wird "getwittert, gesimmst und geblogt", auf den Datenautobahnen herrscht eine chronische Rushhour. Was sich da alles begegnet an Wünschen und Versprechungen und Liebesschwüren, an Informationen und Beschreibungen, ein echter Schreibwahnsinn findet da statt. Rund um die Uhr, weltweit, innerhalb von Sekunden landen Träume und Hoffnungen im virtuellen Postfach des Empfängers. Jemandem etwas schriftlich zu geben, ist ja wesentlich verbindlicher, wirksamer als nur zu plaudern. Sich hinzusetzen und seine Gedanken aufzuschreiben, ich meine, so richtig aufzuschreiben, in ganze Sätze und treffende Worte zu packen, das hat ja auch was Meditatives, Therapeutisches, Läuterndes. Ich kann gut verstehen, das so viel geschrieben wird. Ich will das Schreiben nicht missen. Muss ich ja auch nicht. Also, ran an die Buchstaben und Wörter, hauen wir sie raus, aufs Papier oder in den Computer, egal. Hauptsache schreiben!

 

 

 

Mittwoch, den 1. August 2012

Liege gerade in den Geburtswehen meines neuen vierten Krimis. Bin ganz schön am Pressen und am Schlucken. Manchmal staune ich über mich selbst, auf was für komische, aber auch böse Ideen ich komme. Obwohl, eigentlich sind es gar nicht meine, es sind die der handelnden Akteure, der Romanfiguren, die sich selbst Leben einhauchen. Ich höre ihnen einfach nur zu, schreibe sie auf oder verwerfe sie. Früher haben die Schreibenden die misslungene Seite aus der Schreibmaschine einfach zusammengeknüllt und in den Papierkorb geworfen. Jetzt drücke ich einfach nur eine Taste…Wie herrlich einfach ist der physische Akt des Schreibens für uns Schreibende geworden…Ich habe gerade mal wieder eine Schreibwehe, sorry, ich muss das heraus pressen…bis später mal.

 

Sonntag, den 22.07.2012

Die Wetterfrösche quaken es heraus: Der Sommer kommt. Die Ferien dazu sind schon da, viele im wohlverdienten Urlaub. Ich hoffe auch sehr, dass ich wie immer einmal im Jahr das Meer schauen kann, meistens die Ostsee. Strandgänge, Strandlektüre, Strandkorb, Radeln in den Dünen, Radler im Biergarten, Live-Musik, Blues am Turm auf der Insel Poel, ich, meine Liebste und unsere alte Dackeldame. Andre Bawar beschreibt diese schöne Ecke in seinen Wismar-Krimis. Wirklich zu empfehlen. Der Mövenkopfmann... www.möevenkopf.de. Schauen Sie ruhig mal rein. Ja, ja, überall in der Republik Mord und Todschlag, zumindestens auf dem Papier. Und das ist immer so schön geduldig, will einfach nur beschrieben werden. Es gibt noch so viel zu beschreiben,  und zu lesen!  In diesem Sinne, noch einen schönen Sommer 2012 mit ganz viel Reiselektüre...

 

 

Freitag, den 06.07.2012

Heute wird Wolfgang Herrndorf (TSCHICK) an seinem Tumor operiert, wie er auf seiner Homepage berichtet hat. Die Nachricht hat mich ziemlich schockiert, dass das jetzt doch so plötzlich kommt. Ihm ging es wochenlang ganz gut, er war im Urlaub in Marroko (SAND), hat gerade seine neue Wohnung in Berlin bezogen, er hat einige Urlaubsfotos mit Freunden ins Netz gestellt. Und dann kommen diese wohl unerträglichen Kopfschmerzen, motorische Störungen, es musste schnell gehandelt werden. Ein trauriger Tag, aber nicht ohne Hoffnung. Ich würde so gerne noch mehr von ihm lesen wollen. Ich drücke ihm die Daumen, hoffe auf das Können der Medizin. Meine Mutter pflegt in solchen Situationen, wenn irgendwelche Operationen im Familienkreis anstehen, zuhause Kerzen anzuzünden. Bisher hat das immer geholfen. Ich überlege, ob ich sie anrufe, aber sie kennt Wolfgang Herrndorf leider gar nicht. Lassen sie uns einfach an ihn denken, heute, am Tage seiner OP. Ich glaube an die Kraft der positiven Gedanken. Tun Sie mir nach. Schicken wir ihm positive Energie in den OP-Saal.

Gut, dass es Gehirnchirurgen gibt!

 

Mittwoch, den 27.06.2012

Vielleicht haben Sie es ja auch schon bemerkt als regelmäßiger Besucher meiner Homepage. Täglich macht es ungefähr fünfzigmal Klick bei mir auf der Autorenseite, aber einmal pro Woche klickt es besonders, nämlich am Wochenende meistens von Freitag auf Samstag. Da hatte ich in der Spitze schonmal über 800 (!) Klicks. Das finde ich SPITZE! Machen Sie weiter so, das motiviert mich zum Weiterschreiben. Ich möchte sie gern literarisch unterhalten. Ich liebe jeden Klick an Ihnen. Ich müsste mehr Zeit haben, dann würde ich mich noch intensiver um jeden "Klickerer" kümmern. Ich habe außerdem auch begonnen, an meinem neuen vierten Paderborner Krimi zu schreiben. Ich finde. dass sollten Sie wissen. Falls ich einmal meine Schreibpflicht hier auf meiner Homepage vernachlässigen sollte.

 

 

Mittwoch, den 13.06.2012

Ich kämpfe mich täglich durch tiefen "SAND", ich meine den neuen Roman von Wolfgang Herrndorf, auf den ich mich so gefreut habe. (Nach meinen tollen Lesefreuden mit "TSCHICK" und "Plüschtiergewitter") Ich bin mit dem Autor irgendwem auf der Spur, ohne genau zu wissen, wem und was. Immer wieder verwischt mir so ein blöder Wüstenwind die harterarbeiteten Spuren im "SAND". Die Tatsache, dass ich nur sehr bruchstückhaft lesen kann, (meistens abends im Bett vor dem Einschlafen, und das geschieht oft und leider sehr schnell) erhöht nicht die Verständlichkeit dieses Romans. Entweder bin ich der Depp, der zu dumm ist, das Geschriebene zu verstehen. Oder es liegt tatsächlich an den vielen literarischen Deppen/Figuren, die in "SAND" sich durch das Ödland (Wüste) quälen. Aber eines weiß ich, lieber Herr Hernndorf, ich gebe nicht auf, ich kommen Ihnen und Ihren Schreibabsichten noch auf die Spur, wenn ich alles fünfmal lesen muss, egal, ich will verstehen, und zwar SIE und Ihre Schreibe! Wie kommt man auf solche außergewöhnlichen Schreibideen? Hat das damit zu tun, dass der Autor sterbenskrank ist? Ich werde es herausfinden, Geduld, Geduld. Ich melde mich später noch einmal zu dieser Sommerlektüre...Gut, dass es noch außergewöhnliche Schreibideen gibt, deren Verständnis man sich hart erarbeiten muss.

 

 

Freitag, den 01.06.2012

Ich habe wieder einige Zeichnungen zu meinen Ringelsätzen, Erhardteleien, Gruselreimen und neuerdings auch Mordsgedichten zurückbekommen. Wie ich ja schon kundtat, plane ich die Herausgabe meiner Spaßreime, illustriert von humorvollen Strickzeichnungen eines mir bekannten jungen Zeichners mit dem Namen Jan Trexler. Ich will ihn hier mal erwähnen, weil er das echt verdient hat. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich meine lyrischen "Ergüsse" in seinen Strichen illustriert sehe. An anderer Stelle dieser Homepage finden Sie einige dieser neuen Zeichnungen. Die Herausgabe wird aber noch dauern. Gut Ding braucht Weile...

Paralell habe ich erstmals auch begonnen, mich innerlich mit meinem neuen, also vierten Krimi zu beschäftigen. Wie heisst es so schön, ich gehe mit zwei kontroversen Schreibideen schwanger. Sozusagen eine "Paderthriller"-Version und eine eher humorvolle, skurile, aber nicht weniger kriminelle Variante, in der auch Köpfe rollen, Doppelköpfe gar. Meine Frau will keinen Thriller lesen von niemandem, am wenigsten von mir. Obwohl ich große Lust hätte, diese Idee mit meiner Art zu schreiben umzusetzen. Vielleicht wird es ja eine Kombination aus beidem. Auf jeden Fall wird am Ende mein vierter Roman am Tatort Paderborn dabei herauskommen. Das ist so sicher wie das Amen im Paderborner Dom. Vorausgesetzt, ich bleibe gesund und Herr meiner Sinne. Am liebsten würde ich ja eine Umfrage bei Ihnen, meinem Lesepublikum, machen, was denken Sie darüber. Schreiben Sie mir Ihre Meinung, wenn Sie Lust haben. Gut, dass es überhaupt Schreibideen gibt und sie mich finden.

 

 

Mittwoch, 23.05.2012

Man kann echt vieles überbrücken, also gibt es auch haufenweise Bezeichnungen für alle möglichen Überbrückungen. Überbrückungsgeld zum Beispiel, eine Zahnkrone, für mich gibt es auch immer wieder die Überbrückungslektüre. Das ist Lesestoff, der mir irgendwie und mehr oder weniger zufällig in die Hände fällt, weil ich auf meinen Geburtstag zum Beispiel warte. Und darauf, dass meine Lektüregeschenkewünsche endlich in Erfüllung gehen. So ein Überbrückungsroman ist zur Zeit "Die Rückkehr des Tanzlehrers" vom Altmeister Henning Mankell. Lag urplötzlich auf meinem Nachttisch, haben wir irgendwann mal geschenkt bekommen. Lesehungrig wie ich nuneinmal bin habe ich angefangen zu lesen. Ich bin kein Mankell-Fan, aber ich dachte mir, mal schauen, wie der schreibt. Ist schließlich ein Bestsellerautor. Haut mich nicht so sehr vom Lesehocker, aber wenn ich in einer Geschichte drin bin, will ich auch wissen, wie sie ausgeht. Mein Geburtstagsgeschenk "SAND" von Wolfgang Herrndorf liegt schon bereit, aber da bin ich ja wirklich konsequent. Erst wird Mankell zu Ende gelesen, und dann stürze ich mich in den Sand...Trotzdem gut, dass es Überbrückungslektüre gibt...

 

Freitag, den 04.05.2012

So ein Kunstwerk wie das von Munch schreit förmlich nach einem Höchstgebot. Der Schrei des Auktionators fordert Millionen Euro ein, zum ersten, zum zweiten, zum dritten, 120 Millionen Dollar für ein Gemälde sind absoluter Rekord, wielange wohl? The winner is...irgend so ein Milliardär, der Kunst und Schönheit zu schätzen weiß, vielleicht ist er aber auch nur ein cleverer Geschäftsmann mit einem künstlichen Riecher für den schnellen Euro oder Steuerspartip. Sie finden den "Schrei" von Munch in der rechten Spalte ganz unten vergrößert dargestellt. Mir gefallen die Farben und der Typ mit dem Hut im Hintergrund, der über die Reeling kotzt. Erinnert mich im ersten Moment an Udo Lindenberg, selbst ja auch ein erfolgreicher Maler. Er malt ja bekanntlich Likörelle, hochprozentige Kunstwerke. Warum dieser außerirdische "Eierkopp" von Munch so schreit, lässt sich wohl nur vermuten. Vielleicht sieht er gerade das UFO, das ihn auf der Erde abgesetzt hat, zurück ins Weltall entschwinden und ist entsetzt darüber, dass er nun als Migrant hier sein Dasein fristen muss. Oder er regt sich über Udo auf, dass er schon wieder besoffen ist...Vielleicht schreit "ET" auch einfach nur seinen Weltschmerz heraus. Als Künstler hat man ja reichlich davon. Gut, dass es Künstler gibt!

 

 

 

Donnerstag, den 26.04.2012

Es gibt so Dinge im Alltag, die verfolgen mich auf Schritt und Tritt und treiben mich irgendwann noch mal in den Wahnsinn. Ich meine diesen Beutel mit den Wattepads meiner Frau im Badezimmer. Der hängt am Bändchen über der Handtuchhalterstange unter dem Handtuch und führt sein Eigenleben einzig und allein zu dem Zweck, mich zu traktieren. Ich kann ihn noch so weit zurückschieben an die Wand, der wandert zurück, Stück für Stück, ohne dass ich es wahrnehme. Und wenn ich es wahrnehme, ich es meistens zu spät und der Ärger bei mir wieder groß. Nämlich dann, wenn er von der Stange rutscht und auf den Boden fällt, wenn ich mir das Handtuch herunternehme. Jahre geht das schon so ab bei uns im Badezimmer. Vor allen Dingen, man wird ja auch nicht jünger und Bücken fällt einem nicht leichter. Aber die Wattepads an einen richtigen, anderen Haken zu hängen, das geht auch nicht, sagt meine Frau. Also, ich könnte sogar voll und ganz auf diese Wattepads verzichten. Aber zumindest werde ich in Zukunft höllisch aufpassen, wenn ich mir das Handtuch nehme. Ich lass mich doch nicht von so einem dummen Plastikbeutel in die Enge bzw. in die Tiefe treiben....Gut, dass es Nervensägen im Alltag gibt!

 

 

 

Freitag, den 13.04.2012

Der April macht wettermäßig seinem Namen richtig Ehre, alles dabei auf sehr niedrigem Temperaturniveau, gut für die Vegetation, schlecht für meine Frühlingsgefühlswelt. Da verkrieche ich mich doch gern wieder unter eine Decke auf dem schwarzen Sofa und segle auf den Wolken meiner Phantasie durch die Welt der Literatur. Manchmal ist es eine wunderbare Überraschung, wie zufällig ich an ein klasse Buch gelange. Eigentlich als Überbrückungslektüre gedacht, habe ich von meiner Frau ein Buch in die Hände bekommen, das sie eigentlich einer Freundin schenken wollte zum Geburtstag. Die kannte das Buch aber schon, und so habe ich angefangen zu lesen und plötzlich konnte ich nicht mehr aufhören. Das inzwischen eingetroffene "Plüschgewitter" von Wolfgang Herrndorf musste warten, Jeanette Walls "ungezähmtes Leben" hat mich gefesselt. Die Lebensgeschichte der Lily Casey aus dem Wilden Westen ist beeindruckend. Ein starker Frauenroman, basierend auf einer wahren Person, nämlich Lily Casey ist die Großmutter der Autorin, die als Ich-Erzählerin in deren Haut schlüpft. Einfach wunderbar zu lesen, versuchen sie es einmal, sie werden mir recht geben. Zur Überbrückung, bis der Frühling ernst macht und uns alle nach draußen lockt...Gut, dass es gute Bücher gibt!

 

 

 

Freitag, den 06.04.2012

Der alte Grass trommelt mal wieder auf Blech, meldet sich mit einem Prosagedicht zu Wort, einige finden wohl, dass er auch Blech redet bzw. schreibt. Das finde ich gar nicht! Es geht um die Rolle Israels als Atommacht und Kriegsanheizer und den Iran, den Grass wohl in einer Opferrolle rüberbringt. Was natürlich völliger Blödsinn ist, das weiß jeder, auch Grass. Nach dem ersten Lesen hatte ich auch diesen Eindruck, da kam mir der Iran auch etwas zu gut und Israel als zu böse weg. Der Günter ist zwar alt, aber noch voll bei Sinnen, und wenn er was sagen will, stürzen sich die Medien auf ihn, er findet schnell Gehör und Zeitungen, die ihn gern drucken. Und wenn es dem Frieden auf unserem Planeten dient, ist das auch gut so. In erster Linie sehe ich in dem Gedicht von Grass einen lauten Aufruf zum Frieden, ein Mahngedicht für den Frieden! Ob Erstschlag oder Zweit- oder Rückschlag ist mir völlig egal. Wichtig ist, dass die Welt zivilisiert also friedlich miteinander umgeht, auf gar keinen Fall mit Raketen und Atombomben aufeinander schiesst. Höchstens mal mit Fäusten und Wasserwerfern aufeinander losgeht, wenn die Gefühle hochhochen. Schlagstöcke und Pfeffersprays sind mir schon der Gewalt zu viel. Lassen wir die Waffen einfürallemal ruhen und Worte sprechen. Fazit: ein Aufruf zum Frieden, und dass wollte der alte Blechtrommler Grass tun, kann nie schaden. Also Günter, trommle weiter auf Blech rum...so laut Du noch kannst! Gut, dass es Dich gibt!

 

 

 

Dienstag, den 27.03.2012

Über die Leipziger Buchmesse bin ich auf einen interessanten Autor aufmerksam gemacht worden: Wolfgang Herrndorf. Er ist noch relativ jung (noch keine fünfzig), und ob er alt wird, ist eher unwahrscheinlich, weil er sterbenskrank ist und an einem Hirntumor leidet. Es war völlig offen, ob er seinen neusten Roman "Sand" zu Ende schreiben könnte. Er hat es geschafft, wurde auch dafür ausgezeichnet. Was ich jetzt verstehen kann. Gelesen von ihm habe ich aber "Tschick", ein Jugendroman, der auch für mich als Erwachsener literarisch sehr ergiebig war und noch sein wird. Denn dieses kleine Büchlein wird zu jenen gehören, die ich unbedingt mehrmals lesen muss, die mich auf meinem Leseleben begleiten werden. "Tschick" legt schonungslos offen, wie bescheuert wir Erwachsenen sind und wie einfach menschlich die etwas durchgeknallt scheinenden Jugendlichen ticken. Einfach wunderbar, dass solche Bücher noch geschrieben werden. Ich bin mir sicher, dass ich diesen Autor auf dieser meiner Homepage näher besprechen und viel von ihm lernen werde. Gut, dass es immer wieder neue gute Bücher gibt!

 

 

 

Freitag, den 16.3.2012

In Leipzig wurde dieser Tage die Buchmesse eröffnet, die zweitgrößte in Deutschland, nach Frankfurt im Herbst. Leipzig ist also die Frühjahrsbuchmesse im Lande. Über 20000 neue Titel solls geben auf der Messe. Wer soll das alles lesen, fragt sich ein Bücherliebhaber. Tag und Nacht müsste man lesen und würde trotzdem an dem einen oder anderen Bücherschatz vorbei graben. Viele landen wahrscheinlich auf dem Bücherfriedhof, un- bzw. wenig gelesen! Das stimmt mich etwas traurig, weil ich weiß, welch hohe Erwartungen man als Autor an sein Buch knüpft. Es ist wie beim Geld auch bei den Büchern diese ungerechte Verteilung, die mich stört. Die Gunst der Bücherleser müsste gleichmäßiger verteilt werden! Aber solche Leseqoten kann man ja nicht erzwingen, die muss man sich als Autor hart erarbeiten. Es wird einem aber auch wirklich nichts geschenkt...Gut, dass es Menschen gibt, die für gute Bücher ihr gutes Geld noch ausgeben!

 

 

 

Dienstag, den 6.3.2012

Es wird Ihnen bzw. Euch nicht entgangen sein, dass ich ab und zu dichten muss, meine Ringelsätze und Erhardteleien vom Stapel lassen. "Die Made" von Heinz Erhardt stand mir "Modell". Ich finde, es passt ganz gut in die Jahreszeit, wir fasten uns auf Ostern zu und die ersten Frühlingsgefühle kommen hoch. Etwas Aufheiterung kann sicher nicht schaden. Wer will, kann sein Gedächtnis daran trainieren. Viel Spaß beim Auswendiglernen:

 

 

Der alte Hase mit dem Kinde

 

Unter einer alten Linde

hockt Vater Hase mit dem Kinde.

Alleinerziehend ist der Alte,

die Häsin starb, als es plötzlich knallte.

Des Jägers Kugel traf sie haargenau

kurz vorm Eintritt in den Hasenbau.

 

Tage später sprach Meistro Lampe

zu seinem Kind mit leerer Wampe:

“Lang genug wir nun am Fasten war’n,

dahinten wächst lecker Löwenzahn.

Ich geh ihn holen,

ganz verstohlen.

Bleib du im Bau,

ich allein nach Futter schau!”

 

G'rad' ist er weg, der alte Hase,

drückt’s der Kleinen auf die Blase.

Hoppelt raus, kaum dass sie saß

im frischen Gras,

stürzt der Bussard schon hernieder,

fährt die Greifer aus in ihre Glieder.

Das Häschen wird zum Festtagsschmaus,

Papa wohnt jetzt allein Zuhaus’.

 

Unter einer alten Linde

ruft er vergebens nach seinem letzten Kinde.

 

Nicht traurig sein, von den Häschen ist ja bekannt, dass sie schnell einen neuen Partner fürs Leben und für die Fortpflanzung finden...Gut, dass es so viele Häsinnen gibt.

 

Dienstag, den 21.02.2012

In letzter Zeit wird meine literarische Aufmerksamkeit immer häufiger von irgendwelchen Gedichten angezogen, auf die ich stoße. Das folgende fand ich so schön und gut geeignet zum Auswendiglernen, mache ich manchmal. Vielleicht haben auch Sie bzw hast auch Du Spaß daran:

 

Kinderfragen

 

"Können blaue Tauben lachen?

Schreiben Äpfel ein Gedicht?"

Meine trüben Augen zwinkern:

"Gutes Kind, ich weiß es nicht."

 

"Können Vögel sich verjüngen?

"Spielen Schmetterlinge Ball?"

Meine weißen Schnurbarthaare

kennen keinen solchen Fall.

 

"Können Messer sich verletzen?

"Kann ein Zündholz sich betrinken?"

Soviel Fragen ohne Antwort -

und vor Scham möcht' ich versinken.

(von David Ignaz Neumann, 1894 - 1992)

 

Der gute Herr Neumann ist ganz schön alt geworden. Vielleicht auch deshalb, weil er solche Gedichte schreiben konnte...Gut, dass es solche Männer gegeben hat.

 

 

 

Sonntag, den 05. 02.2012

Wann waren Sie zuletzt im Kino? Ich meine nicht das Kino im Kopf, sondern das richtige bei uns in Paderborn, das Cineplex in der Westernstraße zum Beispiel. Ich und meine Frau haben in letzter Zeit fast schon ein Abo dort. Eine Tüte Popcorn, dazu ein Bierchen und dann zwei Stunden Filmkunst, ohne dass man ein einziges Mal auf die Uhr schaut, wann denn der Film wohl zu Ende ist. Das klappt nicht immer, aber bei "Rubbeldiekatz" und "Beste Freunde" war es so. Wir haben uns köstlich amüsiert. Schön, dass es solche Filme noch gibt, es müssen ja nicht immer gute Bücher sein, obwohl, wenn die Bücher gut sind, sind es meistens auch die Filme, meint einer.

 

Mittwoch, den 04.01.2012

Was wäre das Leben ohne die Welt der Bücher? Ein Weihnachtsgeschenk meiner Tochter führt mich über den Fehmarnsundbelt von Puttgarden aus nach Kopenhagen. Dort lässt Jussi Adler Olsen Kommissar Carl Mork ermitteln. Sein erster Fall kennt kein ERBARMEN, mein erster dicker Schinken eines so großen Meisters der Kriminalliteratur. Wenn man in Kopenhagen leben und wohnen würde, wäre das sicher auch ein Krimi mit viel Lokalkolorit. Alles eine Frage des Standpunktes bzw. des Lebensmittelpunktes. Liest sich gut, sehr lehrreich, man muss sich ja nach oben orientieren, in den kühlen Norden...Gut, dass es noch echte Vorbilder gibt!

 

 

Donnerstag, den 22.12.2011

Ich lese gerade "Das Labyrinth der Wörter" von der französischen Autorin Sabine Roger, eine wunderschöne Geschichte, wie ein vermeintlicher Trottel und Kulturbanause die Welt der Wörter und der Bücher für sich entdeckt. Wie so oft im Leben bereichert die zufällige Begegnung mit einem anderen Menschen (Margueritte im Park) das Leben des Germain Chaze auf sehr einfühlsame Weise. Ich bin mittendrin und werde diesen Roman hier auf meiner Homepage sicher noch detaillierter besprechen. Mein Fest der Bücher hat schon vor dem Heiligen Abend begonnen...

 

Samstag, den 17.12.2011

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, "Welpenschuss" stürmt keine Bestsellerlisten, aber immer wieder trudeln Bestellungen ein, über die Buchhandlungen oder direkt von interessierten Lesern. Ich freue mich über jede einzelne. Im neuen Jahr plane ich Lesungen, eher ging nicht, aber mich treibt ja kein Verlag, ich kann mir Zeit lassen. Das ist verdammt gut so. Falls wir uns nicht mehr hören sollten, ich wünsche uns allen ein Fest der Bücher zu Weihnachten. Ich freue mich schon drauf...

 

Sonntag, den 4.12.2011

Diese Woche erreichte mich eine Kritik der besonderen Art. Kurz nach Erscheinen von "Welpenschuss" forderte die Kulturredaktion der "Grünen", also unseres "Westfälischen Volksblattes", ein Rezensionsexemplar meines dritten Krimis an. Man wolle ihn besprechen. Wunderbar, dachte ich mir, schickte ihnen eine kostenlose Leseprobe und hoffte auf die Gnade professioneller Kritik. Es vergingen Tage, Wochen, schließlich landete eine Mail in meinem Postfach: Man habe "Welpenschuss" durchgesehen, ob wirklich durchgelesen, weiß ich nicht, das Urteil für mich erschütternd zunächst: Mein neuer Krimi sei nicht familientauglich und könnte Geschmacksgrenzen verletzen. UPPs. Deshalb keine Besprechung oder Berichterstattung in der "Grünen". Inzwischen fasse ich diese Kritik als Kompliment auf. Sie beweist mir, dass mein Krimi wirklich kriminell ist. Ich denke jetzt darüber nach, vielleicht einen familientauglichen Krimi zu schreiben, weil es den noch nicht gibt. Eine echte literarische Marktlücke! Und ich bin stolz darauf, demnächst wieder Abonnent einer Lokalzeitung zu sein, die sich so sehr um das Wohl der Familien sorgt, meiner kleinen inklusive.

 

Dienstag, den 28.11.2011

Der Film ist im Kasten, "Welpenschuss" abgedreht. Ich habe mit dem Stadtfernseh Salzkotten einen kleinen Film über meinen neuen Krimi gedreht, mit Requisiten und Statisten, in Wald, Feld und Flur, eine interessante Abwechslung, mal hinter die Kamera sprich Kulissen des Stadtfernsehens zu schauen. Hat richtig Spaß gemacht, auch wenn es nicht so einfach ist, vor laufender Kamera zu sprechen und zu agieren. Ein etwa dreiminütiger Einspieler ist entstanden, anzusehen unter www.salzkotten-tv.de. Was muss das wohl für ein Aufwand sein, einen ganzen Roman, Krimi, zu verfilmen. Ich würde umkommen vor Spannung und Erregung, wenn jemand versuchen wollte, einen meiner Krimis in einen Film zu verwandeln.

 

 

 

Sonntag, den 20.11.2011

Das Erscheinen meines neuen Krimis verlangt mir eine Menge Zeit ab, die Schreibzeit fehlt, manchmal ist das einfach so, Leb- und Schreibzeiten wechseln sich ab. Das ist gut so, und das will ich so. Ich freue mich über jeden "Welpenschuss", der gekauft, gelesen und gehört und mir dann davon berichtet wird. Ich finde es gut, dass Sie, liebe Leser und Leserinnen, den Schuss schon so oft gehört haben und dass mein "Welpenschuss" nicht nach hinten losgeht. Ich geniese diese immer wieder sehr spannende Rezensionsphase im Leben eines armen Poeten....

 

 

Samstag, den 29. Oktober 2011

Nun ist er da, endlich. "Welpenschuss" ist gedruckt und liegt im Buchhandel der Region aus, wartet geduldig und voller Vorfreude auf Sie, meine lieben Leserinnen und  Leser, um von Ihnen entdeckt und zum Leben erweckt zu werden. Zwei Jahre hat es wieder gedauert, diese Romanidee in ein fertiges Buch umzusetzen. Ich bin stolz und sehr glücklich, dieses Etappenziel geschafft zu haben. Jetzt fiebere ich der spannenden Rezensionsphase entgegen und hoffe auf Lob und Kritik, auf neue Anregungen und Inspiration für meine Schreibe.

 

 

Samstag, den 8. Oktober 2011

Heute habe ich die Druckdaten meines neuen, dritten Krimis am Tatort Paderborn an die Druckerei abgeschickt. Eine lange Geburtsphase geht somit zu Ende. Es wird jetzt ein Musterbuch angefertigt, und wenn das dann ok ist, gehen wir mit der Startauflage in Druck. Ich rechne damit, das Ende des Monats meine neue hundsgemeine Kriminalgeschichte im Buchhandel erhältlich ist. Wer den "3. Pache" früher in seinen Händen halten und lesen möchte, kann ihn per email bei mir direkt bestellen. Bitte beachten Sie in nächster Zeit die Informationen in der lokalen Presse oder hier bei mir auf der homepage an entsprechender Stelle.

 

 

 

 

Sonntag, den 25. September 2011

Die zweite und letzte Korrekturphase meines Krimidrittlings läuft auf Hochtouren. Nach deren Abschluss beginnne ich damit, die Druckvorlagen zu erstellen, sprich die Innenseiten zu formatieren und den Umschlag druckfertig zu gestalten.  Wenn alles gut geht, könnten die ersten Exemplare meines dritten Krimis Ende Oktober in den Buchhandlungen zum Verkauf ausliegen. Natürlich werde ich Sie, meine lieben Leser, rechtzeitig informieren über die lokale Presse und Internet. Wäre ich ein Promi, würde ich auf PR-Tour gehen und in den entsprechenden Talkshows auftreten. So gehe ich wahrscheinlich auch bei meinem dritten Krimi wieder "nur" auf Lesereise, was ich schon ziemlich spannend finde.

 

 

Freitag, den 9. September 2011

Ich streite mich gerade mit meiner Lektorin über den Anfang meines neuen Krimis. Er beginnt mit einem Prolog, den ich für den Spannungsfaden der gesamten Handlung als sehr wichtig empfinde und unbedingt so drucken möchte. Meine strenge Lektorin ist der Meinung, er passe stilistisch nicht zu meiner Art zu erzählen und zu schreiben. Wahrscheinlich einigen wir uns auf einen Kompromiss, der so aussieht, dass ich ihn etwas umschreibe. Sie sehen, liebe Krimifreunde aus Paderborn, auch ich muss um jedes meiner geschriebenen Worte kämpfen. Ich bin schon jetzt sehr neugierig darauf, wie Sie als Leser über meinen Prolog denken...

 

Sonntag, den 28. August 2011

Mit den Korrekturen komme ich gut voran, es macht unglaublich Spaß, der Herausgabe meines dritten Krimis entgegenzusteuern, Satz für Satz, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe, ein langer Geburtsweg, für den sich aber jede Anstrengung lohnt. Auch die Gestaltung des Titels und Umschlags ist so gut wie abgeschlossen. Bald ist es so weit: dann werde ich meinen dritten Roman als Taschenbuch in den Händen halten und Ihnen, meine liebe kleine treue Leserschar, als spannende Lektüre anbieten können. Es ist ja alles soooo aufregend...

 

 

 

Donnerstag, den 11. August 2011

Ich bekomme gerade die ersten Korrekturseiten meines dritten Kriminalromans von meiner Lektorin zurück. Mehr rote als schwarze Tinte auf den ersten Blick auszumachen, aber das ist ja immer und auch gut so, meine Lektorin ist äußerst kritisch und genau. Aber: meine neue Geschichte gefällt ihr gut bis sehr gut. Ihr Urteil ist für mich als Krimiautor existentiell. Ich darf weiterschreiben. Alles wird gut. 

 

 

Mittwoch, den 3. August 2011

Herr Duden wäre gestern 100 Jahre alt geworden. Sein Rechtschreib-Regelwerk soll die schöne deutsche Sprache hoch und sauber halten. Wenn der wüsste, was inzwischen über SMS und im Internet abgeht, ihm würden die Haare zu Berge steigen. Scheinbar versteht man sich auch mit eklatanten Schreibfehlern und fehlerhafter Grammatik ganz ordentlich. Ich habe heute gelesen, dass selbst Goethe und Schiller in einem Satz ein und dasselbe Wort unterschiedlich geschrieben haben sollen und trotzdem verstanden wurden. Die Sprache lebt und regelt sich von ganz allein. Immer schön locker bleiben...

 

Dienstag, den 26. Juli 2011

Diese Wahnsinnstat in Oslo geht mir nicht aus dem Kopf. Ich fühle mit den Betroffenen, ich finde es unsagbar traurig, sein junges Leben für so einen Hirnkranken geben zu müssen. Schrecklich, wenn einem der Tod auf diese perverse Art und Weise vor die Augen tritt, einem plötzlich gegenüber steht, man einfach machtlos ist, sich nur in sein Schicksal ergeben kann. Das Leben da draußen schreibt viel zu oft furchtbare Geschich

 

Mittwoch, den 20. Juli 2011

Um meine Autorenhomepage möglichst aktuell und interessant zu gestalten, habe ich mich entschlossen, dieses Tagebuch zu eröffnen. Ich werde ab so fort versuchen, in regelmäßigen Eintragungen aus meinen Alltag als Schreiberling zu berichten. Ein bisschen "Zwitschern" mit den Vögeln auf den Dächern um uns herum über Gott und die Welt des Schreibens und Lesens. Denn darauf kommt es doch an: lesen und gelesen werden....

 

Vielleicht werden Sie sich berechtigt fragen, wie der Stand der Dinge bei meinem neuen dritten Krimi ist. Wir befinden uns immer noch in der Lektoratsphase, eine Veröffentlichung im Herbst ist nach wie vor mein Ziel. Vielleicht werde ich in nächster Zeit hier im Tagebuch schon die ersten Geheimnisse und Neuigkeiten um den "3, Pache" lüften können. Geduld, meine lieben Krimifreunde aus nah und fern. Er kommt, ganz gewiss!

 

 

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© Autor Wolfgang Pache